SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
- Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
- Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
- Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
- Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
- Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
- Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
- Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
- Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
- Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
- „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
- Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
- Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
- Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
- Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
| 
Papst veröffentlicht Schreiben zur Einheit der Christen24. November 2025 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Leo XIV. würdigt in wenige Tage vor Türkei-Reise veröffentlichtem Dokument "In unitate fidei" das Konzil von Nizäa vor 1.700 Jahren - Papst: Wiederherstellung der Einheit unter den Christen braucht "geduldigen ... Weg des Hörens"
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat in einem neuen Apostolischen Schreiben die Einheit der Kirchen beschworen und Wege zu ihrer Wiederherstellung angedeutet. Das am Sonntag veröffentlichte Dokument trägt den Titel "In unitate fidei" (In der Einheit des Glaubens). Anlass ist das Gedenken an das ökumenische Konzil von Nizäa (Nicäa). Es legte vor 1.700 Jahren die bis heute für alle Kirchen gültigen Grundlagen des christlichen Glaubens fest. Im Rahmen seines am Donnerstag beginnenden Türkeibesuchs wird Leo XIV. zusammen mit dem orthodoxen Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. auch an den Ort des Konzils, die heutige Stadt Iznik, reisen.
In dem vom Papst am Sonntag unterzeichneten zehnseitigen Schreiben heißt es zu Beginn: "In der Einheit des Glaubens, der seit den Anfängen der Kirche verkündet wird, sind die Christen dazu aufgerufen, einmütig unterwegs zu sein und das empfangene Geschenk mit Liebe und Freude zu bewahren und weiterzugeben." Dies komme in den Worten des Glaubensbekenntnisses an Jesus Christus als Sohn Gottes zum Ausdruck, wie es "das Konzil von Nizäa, das erste ökumenische Ereignis in der Geschichte des Christentums, vor 1700 Jahren formuliert hat."
Credo der Christen neu bekanntmachen
Der Papst hatte das Schreiben am Sonntagmittag am Ende eines großen Gottesdiensts auf dem Petersplatz angekündigt. In dem Apostolischen Schreiben stellt sich der Papst ausdrücklich hinter das jüngste Dokument der Internationalen Theologischen Kommission mit dem Titel "Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser: 1700. Jahrestag des Ökumenischen Konzils von Nicäa". Es war am 16. Dezember 2024 von Kardinal Víctor Manuel Fernandez, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, mit Genehmigung von Papst Franziskus (2013-2025) veröffentlicht worden.
Leo XIV. bekräftigt in seinem Schreiben, das im 4. Jahrhundert erstmals formulierte nizänische Glaubensbekenntnis sei das Herzstück des christlichen Glaubens und vereine alle Christen. Es spreche "nicht von einem fernen, unerreichbaren, unbeweglichen Gott", sondern von einem Gott, "der uns nahekommt und uns auf unserem Weg begleitet", denn: Aufgrund der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus "begegnen wir dem Herrn in unseren bedürftigen Brüdern und Schwestern",
Wege zur Einheit der Kirchen
Gegen Ende des Textes erläutert Leo XIV., wie er sich die Wege zur Einheit der Christen vorstellt und schreibt: "Das bedeutet keine Rückkehr-Ökumene zum Zustand vor den Spaltungen, auch keine gegenseitige Anerkennung des aktuellen Status quo der Vielheit von Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, sondern vielmehr eine Zukunftsökumene der Versöhnung auf dem Weg des Dialogs, des Austauschs unserer Gaben und geistlichen Schätze."
Weiter schreibt der Papst: "Die Wiederherstellung der Einheit unter den Christen macht uns nicht ärmer, vielmehr bereichert sie uns. Dieses Ansinnen kann ähnlich wie in Nizäa nur durch einen geduldigen, langen und unter Umständen schwierigen Weg des Hörens und der gegenseitigen Offenheit möglich werden."
(Apostolisches Schreiben "In unitate fidei" zum 1700. Jahrestag des Konzils von Nizäa im Wortlaut in deutscher Sprache: https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/apost_letters/documents/20251123-in-unitate-fidei.html)
Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten 
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Triceratops 24. November 2025 | | | | @Hardenberg ad Absage an die Rückkehrökumene: Ist nur in anderen Worten etwas, was schon Benedikt XVI. (zumindest über die Ostkirchen) gesagt hat: „Rom darf vom Osten in Bezug auf die Lehre vom Primat nicht mehr verlangen, als im ersten Jahrtausend formuliert und gelebt wurde."
Also so riesengroß ist ja dann so betrachtet die Überraschung auch nicht. |  0
| | | | | Hardenberg 24. November 2025 | | | | Ein schönes Dokument! Danke, Papst Leo! Ein schöner, wenn auch etwas trockener Überblick über die Entstehung, die zeitgenössische Bedeutung und die heutige Relevanz des Nizänokonstantinopolitanum. Überrascht bin ich von der Absage an die Rückkehrökumene. |  1
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuÖkumene- „Diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe“
- „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
- Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
- Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
- „Brückenbauer für die Einheit der Christen“
Credo- Auf den Spuren von Nicäa – Das Erste Konzil der Christenheit in einer neuen Dokumentation
- Ich glaube? - Ich glaube schon!
- Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz
Leo XIV.- Fastenexerzitien: Nach Änderungen durch Franziskus kehrt Papst Leo wieder zur Normalität zurück
- Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
- Einzugstermin für Papst Leo XIV. im Vatikan weiter offen
- Das Porträt Leos XIV. wird nun in Mosaik-Galerie der Päpste aufgenommen
- Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
| 





Top-15meist-gelesen- ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
- Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
- Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
- Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
- Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
- Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
- Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
- Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
- Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
- Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
- Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
- Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
- Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
- Ist Jesus der Herr?
- Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
|