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„Diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe“

26. Jänner 2026 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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„Denn die Einheit können wir nur in jenem Apostolischen Glauben finden, der in der Taufe jedem neuen Glied am Leib Christi übergeben und anvertraut wird“ Grußwort bei ökumenischer Vesper in St. Paul vor den Mauern. Von Kurt Kardinal Koch


Vatikan (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Begrüßung des Heiligen Vaters Leo XIV. durch Kurt Kardinal Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, Präsident der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum und Präsident des katholischen Hilfswerks Kirche in Not, während der Vesper am Schluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Basilika St. Paul vor den Mauern 2026 in voller Länge und dankt S.E. für die freundliche Erlaubnis zur Weiterveröffentlichung:

Sehr verehrter Heiliger Vater,
Vor der Spendung des Segens darf ich Sie herzlich begrüssen, auch im Namen von vielen Christen, die hier in Rom in verschiedenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften leben, und auch im Namen von vielen Gästen, die hier in der Basilika St. Paul vor den Mauern gegenwärtig sind, um mit Ihnen für die Einheit der Christen zu beten. Gewiss im Namen von allen Anwesenden danke ich Ihnen herzlich, dass Sie der feierlichen Vesper vorstehen und damit eine schöne Tradition fortführen. Mit Ihrer Gegenwart bezeugen Sie, dass das ökumenische Bemühen um die Einheit der Christen für Sie ein wichtiges Anliegen ist.


Es ist ein sinnvolles Zusammentreffen, dass in der Basilika, die dem heiligen Paulus geweiht ist, ein wichtiger Abschnitt aus seinem Brief an die Gemeinde in Ephesus als Leitwort für die Gebetswoche für die Einheit der Christen ausgewählt worden ist. Der Text gehört zu den bedeutendsten theologischen Aussagen über die Kirche, die sich im Neuen Testament finden; und er ist ein leidenschaftlicher geistlicher Appell an alle Getauften, die Einheit in der Kirche und die Einheit der Kirche zu wahren. Wie ernst es Paulus mit dieser geistlichen Zumutung ist, kann man bereits an der Tatsache ablesen, dass er seinen Brief aus dem Gefängnis schreibt, in dem er sich «um des Herrn willen» aufhält (4, 1). Denn in einer solchen bedrängenden Lebenssituation gibt man sich nicht mit Belanglosigkeiten ab, sondern bringt man zum Ausdruck, was einem wirklich auf der Seele brennt.

Mit wünschenswerter Klarheit betont Paulus in seinem Brief, dass die Einheit so elementar zum Kirchesein der Kirche gehört, dass der christliche Glaube ohne Einheit und ohne Suche nach Einheit dort, wo sie bedroht oder gar verloten ist, sich selbst aufgeben würde, Denn die Einheit ist eine Grundkategorie des christlichen Glaubens und kirchlichen Lebens und muss es bleiben. Und diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe. Denn die Einheit können wir nur in jenem Apostolischen Glauben finden, der in der Taufe jedem neuen Glied am Leib Christi übergeben und anvertraut wird.

In der Nachfolge des heiligen Paulus und inspiriert vom heiligen Augustinus bringen Sie diese Überzeugung zum Ausdruck mit Ihrem Leitwort, das Sie für Ihren bischöflichen und petrinischen Dienst gewählt haben:» In illo uno unum». Dass Sie sich auch in den ökumenischen Begegnungen und Gesprächen von diesem Wort leiten lassen, zeigen Sie mit Ihrem Denken und Handeln, für das wir Ihnen sehr dankbar sind. Denn je mehr wir in ökumenischer Gemeinschaft die Einheit im Glauben an Jesus Christus suchen und finden, desto mehr werden wir auch untereinander eins.

Die vielen Brüder und Schwestern aus verschiedenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nach Rom kommen, um Sie zu besuchen, und die heute Abend zusammen mit ihnen um die Einheit beten, zeigen, dass sie mit Ihnen zusammen auf dem Weg zu Jesus Christus sein wollen. Für Ihr offenes ökumenisches Herz danken wir Ihnen. Wir versprechen Ihnen, Sie in Ihrem petrinischen Dienst an der Einheit der Kirche mit unserem Gebet zu begleiten, und wir bitten Sie jetzt um Ihren Apostolischen Segen.

 


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Lesermeinungen

 Versusdeum 26. Jänner 2026 
 

Was ist eigentlich mit den Freikirchen?

Meiner Erfahrung nach gibt es dort vielfach ein ernsthaftes Streben auf Gott hin, auch wenn der Ausgangspunkt ein anderer ist - anders, als vielfach bei den großen evangelischen "Kirchen" (die fast nur noch als linkswoke "N"GO wahrgenommen werden können). Doch wer sollte bei einem solchen losen Verbund Ansprechpartner sein?
Möge der Herr alle Menschen guten Willens zusammenführen!


1
 
 harvester 26. Jänner 2026 
 

@Uwe Lay

1. Richtig! Dieses reformierte Taufverständnis ist bei Weitem zu dünn. Taufe ist mehr: Sterben und Auferstehen mit Christus.
2. Was in der Taufe geschenkt wird, wird aber nur im Zusammenwirken mit dem Glauben wirksam: "Wer glaubt und getauft wird, wird selig werden".
3. Könnte es vielleicht sein, dass auch so eine schriftwidrige Taufe, wenn sie denn einsetzungsgemäß gespendet wird (mit Wasser und im Namen des dreieinigen Gottes) trotz der wirren Theorien darüber wirksam sein kann?


1
 
 lesa 26. Jänner 2026 

Wir glauben an die Eine, Heilige, Katholische Kirche (aus dem Glaubensbekenntnis)

Wir glauben an die Eine, Heilige Katholische Kirche ...(aus dem Glaubensbekenntnis)

Frage an den Täufling vor der Taufe: "Was verlangst du von der Kirche?"
Antwort: "Den Glauben ...das ewige Leben"


3
 
 Uwe Lay 26. Jänner 2026 
 

Eine Taufe?

In Deutschland erkennen alle Kirchen die Taufen wechselseitig an, weil es eine Taufe ist. Nun heißt es auf der Internetsauftrittsseite der Evanglisch-reformierten Gemeinde MünchenI:
"Gott liebt uns und schenkt uns unser Leben. Das feiern wir mit der Taufe – sie ist das sichtbare Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen.Wir taufen Kinder und Erwachsene". Ist dies Taufverständnis noch unter dem einen subsumierar? Hier soll die Taufe nichts bewirken sondern nur anzeigen, was jedem Menschen gilt, daß er von Gott bejaht ist. Bewirkt die Taufe noch etwas, wenn sowohl der Spender als auch der Getauftwerdende bekennen: Sie wirkt nichts?
Uwe Lay Pro Theol Blospot


2
 

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