Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  5. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  6. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  7. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  8. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  9. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  13. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  14. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  15. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg

Damian Thompson über Leo XIV.: Zeit, den ‚katholischen Bürgerkrieg‘ ein wenig herunterzufahren

2. Juni 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Mitherausgeber des britischen Spectator sieht in Papst Leo XIV. einen Mann des Ausgleichs.


London (kath.net/jg)
Der katholische Journalist, Autor und Redakteur Damian Thompson, Mitherausgeber des Magazins Spectator, hat sich am 30. Mai auf X zur Situation der katholischen Kirche unter Papst Leo XIV. zu Wort gemeldet und vorgeschlagen, den „katholischen Bürgerkrieg“ ein wenig herunterzufahren.

Papst Leo sei zwar nicht „ideal für Traditionalisten“, aber er versuche auch nicht, dieselben „anarchischen Ideen“ durchzudrücken wie Franziskus und vertraue nicht auf dieselben „opportunistischen Ideologen“ wie sein Vorgänger. Man könne zwar darüber verärgert sein, dass Leo einen Block Eis gesegnet oder Sarah Mullally, die anglikanische Erzbischöfin von Canterbury, mit vollem ökumenischem Entgegenkommen empfangen habe. Er habe sich aber keinen Millimeter in Richtung Anerkennung anglikanischer Weihen bewegt, etwas, womit Franziskus „geflirtet“ habe. Leo sei nicht an weiblichen Diakonen interessiert und setze Traditionis custodes nicht mit Enthusiasmus um. Seine christuszentrierte Predigt sei weit entfernt von dem „alarmierenden Indifferentismus“ der bei Franziskus in dessen „verrückteren Ausbrüchen“ zu sehen gewesen sei. 


Er habe keine „finsteren Wirrköpfe per Fallschirm“ auf wichtigen Bischofssitzen platziert, habe aber, wie übrigens die meisten Päpste, keine Eile, sein Kabinett umzubauen. Was die Piusbruderschaft angehe, hätte er sich vielleicht mit ihren Vertretern treffen sollen. Man müsse aber verstehen, dass der Vatikan von den endlosen, fruchtlosen Verhandlungen der letzten Jahre genug habe und die Drohung, illegitim Bischöfe zu weihen, die jetzt umgesetzt werde, als Erpressung empfunden habe. Außerhalb der sozialen Medien fühlen sich „Mainstream-Traditionalisten (einschließlich ihrer Verbündeten im Kardinalsrang)“ von der SSPX beleidigt, besonders von den aggressiven Andeutungen, dass Messen im Novus Ordo ungültig sein könnten.

„Und die Deutschen?“, fragen Kommentatoren. Leo scheine weniger geneigt, ihnen nachzugeben als Franziskus, schreibt Thompson. Es sei bedeutsam, dass sie ihren großartigen Plan für eine Synodalversammlung oder wie auch immer sie es nennen verschieben oder absagen mussten. Was das spezifische Thema der Segnung von Homosexuellen angeht, scheine Leo die Kopten davon überzeugt zu haben, dass Fiducia supplicans nicht mehr ernst genommen werden muss. „Ja, verrückte Dinge passieren immer noch in Europa, aber das geht seit 50 Jahren so“, resümiert Thompson.

Die „melodramatischen Aussagen“ der „Ultratraditionalisten“ wirkten daher jetzt weniger angemessen als sie es unter Franziskus gewesen sein könnten, dessen „chaotische Herrschaft“ in die Geschichte eingehe – „nicht schnell genug, aber die Richtung der Reise ist nicht die, die die Synodalfraktion, so einflussreich vor fünf Jahren, gewählt hätte“. „Und als Krönung haben wir gerade eine durchdachte Enzyklika gehabt, die die meisten katholischen Beobachter beeindruckt hat“, schreibt Thompson abschließend.

 


© Foto: Vatican Media

 

 

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Sextus 2. Juni 2026 
 

Massimo Faggioli


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Leo XIV.

  1. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  2. Papst ruft am Grab des heiligen Augustinus zu Mut und Nächstenliebe
  3. Der Turm Christi und das Haus Gottes: eine Katechese aus Steinen, Farben und Licht
  4. Jedes Kind ist ein Traum Gottes. Über Würde, Nächstenliebe und die Freundschaft mit Christus
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. ‚Seid Menschen!‘ - Über Heiligkeit, Berufung und den Auftrag der Jugend
  7. Frieden, Wahrheit und das Programm für Europa
  8. Papstreise nach Spanien gestartet: Aufruf an Putin zu Verhandlungen
  9. Das Babel-Syndrom. Die gezählte Seele und der steinerne Himmel der Maschinen
  10. MAGNIFICA HUMANITAS






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  8. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  9. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  10. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  11. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin
  12. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  13. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  14. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg
  15. Medjugorje: Mladifest startet mit Papstappell zur Rückkehr zu Christus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz