Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Fehlerhafte Studie über Kosten des Klimawandels zeigt Verbindungen zwischen Forschung und Wirtschaft

26. August 2025 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Der Fall sät grundsätzliche Zweifel an ‚Nature‘, dem PIK, unkritischen Medien, Polit-Organisationen und Finanzinstituten; Kritiker sprechen von Filz‘, schreibt Axel Bojanowski in der WELT.


Berlin (kath.net/jg)
Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) vom April 2024 entpuppt sich nun als einer der größten Wissenschaftsskandale der letzten Jahre, schreibt Axel Bojanowski, Chefreporter Wissenschaft bei der WELT.

Die Studie des PIK befasst sich mit Kosten, die der Klimawandel für die Weltwirtschaft verursachen soll und wurde am 17. April 2024 im Fachmagazin Nature veröffentlicht. Viele Medien griffen die Ergebnisse der Studie auf und veröffentlichten teils dramatische Schlagzeilen. „Der Klimawandel bedroht die Weltwirtschaft“, hieß es in der Tagesschau. „Klimakrise kostet 38 Billionen Dollar pro Jahr“, schrieb der Spiegel.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Weltbank und die US-Regierung unter Präsident Joe Biden nahmen die Studie als Leitlinie. Das Network for Greening the Financial System (NGFS), ein Zusammenschluss von Zentralbanken und Regierungsbehörden für den Klimaschutz übernahm die Studie für die Berechnung künftiger Kosten des Klimawandels.


Im Laufe der folgenden Monate wurde die fachliche Kritik an der Studie immer lauter. Die Autoren haben mittlerweile eine neue Arbeit veröffentlich, die allerdings „alles nur noch schlimmer macht“, schreibt Bojanowski. „Der Fall sät grundsätzliche Zweifel an ‚Nature‘, dem PIK, unkritischen Medien, Polit-Organisationen und Finanzinstituten; Kritiker sprechen von Filz“, fährt er fort.

Im November 2024 kündigte das NGFS eine neue „Schadensfunktion“ zur Berechnung der Kosten, die durch den Klimawandel entstehen sollen, an. Zwei Tage vorher hatte Nature erstmals einen Hinweis veröffentlicht, dass die Daten und Methoden der Studie in Frage gestellt würden. Hätten die Zentralbankmitglieder des NGFS nicht Nature oder die Studienautoren fragen sollen, wo das Problem sei? Hätte das NGFS sein Modell nicht zurückziehen müssen, wenn es von den Datenfehlern erfahren hat, fragt Gregory Hopper.

In ihrem neuen Aufsatz kommen die Studienautoren zu dem Ergebnis, dass die Resultate der ersten Studie im Wesentlichen korrekt seien, die Klimaschäden würden nur etwas geringer ausfallen. Doch die Forscher mussten neue Methoden einführen, um zu einem ähnlichen Ergebnis zu gelangen. Das sei nichts anderes als ein stillschweigendes Eingeständnis, dass die ursprüngliche Analyse wertlos sei, merkt ein Kritiker an.

Das überarbeitete Klimaschadensmodell sei sogar noch fehlerhafter als das erste Modell, sagt Hopper. Die statistischen Probleme blieben bestehen und es habe den Anschein, die Autoren hätten die Variante gewählt, die ihre vorher festgelegten Schlussfolgerungen am besten bestätigen, kritisiert er.

Es bleibe die Frage nach den Verwicklungen von Klimaforschung mit Politik und Finanzinstituten, schreibt Bojanowski und zitiert Ben Caldecott, Direktor der Oxford Sustainable Finance Group. Er habe „zu viele Geschichten gehört“, in denen Finanzinstitute versucht hätten, die akademische Freiheit auszuhöhlen, indem sie darauf hingewirkt hätten, Forschungsergebnisse vor ihrer Veröffentlichung zu verändern oder die Veröffentlichung überhaupt zu verhindern, weil sie negative Auswirkungen auf ihre Produkte befürchteten, schreibt Caldecott.

Bojanowskis Fazit: Interessenskonflikte in der Klimaforschung würden selbst dann nicht artikuliert, wenn sie eskalieren.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 JP2B16 27. August 2025 
 

"Auftragswissenschaft", eine neue Form der Piraterie zur Gesellschaftstransformation.

Zwei Buchempfehlungen zum Missbrauch von Wissenschaft, bzw. deren Kaperung: Susanne Schröter, "Der Neue Kulturkampf wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht" und Bastian Barucker(Hrsg.) "Vereinnahmte Wissenschaft, Die Corona-Protokolle des Robert-Koch-Instituts"..


0
 
 walter20 26. August 2025 
 

Verknüpfungen

hier ist der Staat eng mit der "Wissenschaft" verknüpft, diese liefert einfach die Daten, die die Politik will. Was aber mit Wissenschaft nichts mehr zu tun hat.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Klima

  1. Björn Lomborg: Mehr Energie macht das Leben besser – und rettet den Planeten
  2. Aktuelle Daten zeigen: Keine Übersterblichkeit in Europa während der Hitzewelle
  3. "Winter mit starkem Frost und viel Schnee .. wird es in unseren Breiten nicht mehr geben"
  4. IA-IA - Mehr ESEL für die BISCHÖFE
  5. WDR-Magazin Monitor: ‚Klimawandel’ ist ‚verharmlosende Klimasprache’
  6. Alexander Kissler: ‚Als Klimasekte haben die Kirchen keine Zukunft’
  7. Der Populismus des Wiener Kardinals
  8. Als uns vor knapp 50 Jahren die "Klima-Experten" und Medien eine neue Eiszeit prophezeiten
  9. Die Gretchenfrage: Wie hoch ist der natürliche Anteil an der modernen Klimaerwärmung?
  10. Das Klimamärchen von Greta Thunberg: Auslöschung in fünf Jahren, wenn...







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  4. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  5. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  6. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  7. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  12. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  13. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  14. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz