Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  4. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  5. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  8. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  9. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  10. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  11. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  12. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  13. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"
  14. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  15. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“

Nicaragua: Priester müssen ihre Predigten von der Polizei kontrollieren lassen

30. April 2025 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach der Ausschaltung der Opposition, der Schließung privater Universitäten und Medien ist die katholische Kirche die einzige landesweit tätige Institution, die vom Regime Ortega unabhängig ist.


Managua (kath.net/jg)
Katholische Priester in etlichen Diözesen von Nicaragua müssen sich ab nun jede Woche auf der nächstgelegenen Polizeistation melden und dort über ihre Aktivitäten Auskunft geben. Sie müssen Kopien ihrer Predigten vorlegen, damit die Polizei überprüfen kann, ob sie kritische Aussagen über das Regime von Staatspräsident Daniel Ortega enthalten. Dies berichtet die katholische Nachrichtenseite The Pillar unter Berufung auf einen Bericht von Christian Solidarity Worldwide (CSW).

Erst im Februar hat die Regierung von Nicaragua eine Stellungnahme veröffentlicht, in welcher angedeutet wurde, dass das Regime von Ortega die Ernennung neuer Bischöfe durch den Vatikan nicht anerkennen könnte.

Einige Priester berichten, dass ihnen ein Beamter zugeteilt wurde, der sie überwacht. Sie dürfen darüber hinaus ihre Gemeinde nicht ohne besondere Erlaubnis verlassen. Die letztgenannte Bestimmung trifft Diözesen hart, in denen viele Priester im Exil sind und deren Gemeinden von Priestern aus anderen Diözesen betreut werden.


In anderen Diözesen kommen die Polizisten in die Pfarren und verlangen von den Priestern eine Aufstellung der Aktivitäten der Pfarre. Die Messen, Missionsaktivitäten und Besprechungen mit pastoralen Mitarbeitern müssen angegeben werden, berichtet La Prensa.

Vor wenigen Wochen hat Rolando Alvarez, der Bischof von Matagalpa, EWTN ein Interview gegeben, in dem er bekräftigt hat, Bischof seiner Diözese und Administrator der Nachbardiözese Esteli bleiben zu wollen. Das nicaraguanische Regime bezeichnete das Interview als „Angriff“ auf die Souveränität des mittelamerikanischen Landes durch die Internetseiten und Plattformen des Vatikan. Die Regierung nannte den Vatikan eine „verdorbene und pädophile“ Institution. Die katholische Kirche in Nicaragua sei voller „Lügner und Pharisäer“, welche die Innenpolitik des Landes beeinflussen wollten.

Nichts berechtige den Vatikan-Staat, der den Regeln des internationalen Rechts folgen und nationale Regierungen und Institutionen respektieren müsse, irgendeine Art von Ernennung auf dem souveränen Territorium Nicaraguas vorzunehmen, heißt es in der Stellungnahme.

Die letzte Formulierung hat Anlass zu Spekulationen gegeben, dass die Regierung die Ernennung von Bischöfen in Zukunft nicht anerkennen könnte und Bischof Alvarez und andere im Exil lebende Bischöfe möglicherweise nicht mehr als legitime Bischöfe ihrer Diözesen betrachtet. Derzeit sind vier der neun Bischöfe Nicaraguas im Exil.

Zwei Bischöfe haben letztes Jahr das Rücktrittsalter von 75 Jahren erreicht: Kardinal Leopoldo Brenes, der Erzbischof von Managua, und Carlos Herrera, Bischof von Jinotega, der auch Präsident der Bischofskonferenz ist und sich seit kurzem ebenfalls im Exil befindet.

Nach der Ausschaltung der Opposition, der Schließung privater Universitäten und Medien ist die katholische Kirche die einzige landesweit tätige Institution, die vom Regime Ortega unabhängig ist. Die religiöse Praxis im Land ist nach wie vor stark. Die Kirchen sind an den Sonntagen gefüllt, ebenso die Priesterseminare, obwohl die Regierung seit mehr als einem Jahr fast keine Priesterweihen mehr zulässt.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 30. April 2025 
 

@UlmerSpatz

Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund. Wobei zu Beginn von rot-"grün"-gelb ja laut über eine Abschaffung der Kirchensteuer nachgedacht wurde. Das Thema war dann aber erstaunlich schnell wieder vom Tisch. Spätestens seit der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe vor einem Jahr wissen wir auch, warum.


0
 
 UlmerSpatz 30. April 2025 
 

freiwillig

In Nicaragua wird die Kirchw mit Gewalt dem Staat unterworfen. In Deutschland hat sie sich freiwillig unterworfen: Corona-Maßnahmen, Kampf gegen rechts, politisch korrekte Predigten.


1
 
 gebsy 30. April 2025 

Die Angst vor der Freiheit

Andersdenkender ist ein sicheres Merkmal von Unfreiheit des Unterdrückers. Unzählige Beispiele belegen die Unbeständigkeit solcher Zustände und sollen Betroffene zum vertrauenden Duchhalten ermutigen ...


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Nicaragua

  1. Nicaragua: Rektor des Priesterseminars in Haft
  2. Nicaragua: Ortegas Regime schließt Radio Maria
  3. Nicaraguas Diktator Ortega verbietet öffentliche Kreuzwegprozessionen
  4. Nicaragua: Regierungskritischer Bischof von Polizei festgenommen
  5. Brandanschlag in Kathedrale: Vatikan fordert von Nicaragua Klärung
  6. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale
  7. Managua: Mütter politischer Gefangener aus Kathedrale evakuiert
  8. Nicaragua: Eine Kirche an der Seite des Volkes
  9. Papst schreibt an Nicaraguas Präsident Ortega
  10. Kardinal: Kirche in Nicaragua "offen unterdrückt"






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  8. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  9. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  10. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  11. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  12. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  13. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  14. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  15. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz