Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Jesus ist lebendige Gegenwart
  15. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland

Kiewer Weihbischof: Jede Gelegenheit für "gerechten Frieden" nutzen

16. Februar 2025 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Caritas-Spes-Präsident Jaslowezkyj sieht Ukraine angesichts der Trump-Putin-Kontakte an "Wendepunkt" - Verhandlungen sollten nicht an Interessen der Bevölkerung vorbeigeführt werden und auch mit den europäischen Verbündeten geführt werden.


Kiew (kath.net/ KAP)
Einen eindringlichen Aufruf, keine Gelegenheit zu versäumen, um einen gerechten Frieden für die Ukraine zu erreichen, hat inmitten anhaltender russischer Angriffe der Kiewer Weihbischof Oleksandr Jaslowezkyj an die Welt gerichtet. Im Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur SIR sprach der Präsident von Caritas-Spes Ukraine am Donnerstag über die schwierige Lage der Bevölkerung, die Auswirkungen der jüngsten diplomatischen Entwicklungen und die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges.
Mit hoher Aufmerksamkeit verfolge man in der Ukraine die diplomatischen Bemühungen der letzten Tage, sagte der Bischof, insbesondere die Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Man verbinde damit gleichzeitig Hoffnung auf baldigen Frieden wie auch Unsicherheit über den Ausgang der Verhandlungen.
Die Ukrainer seien "diejenigen, die sich am meisten nach einem Ende dieses Krieges sehnen", betonte Jaslowezkyj. Er habe noch keinen Ukrainer getroffen - weder Zivilisten noch Soldaten - der einen Weitergang des Krieges befürworte. "Doch wir wollen einen gerechten Frieden. Ein Frieden, der uns nicht ungeschützt zurücklässt", unterstrich der Bischof.
Sorge äußerte der Präsident der Caritas-Spes darüber, dass Trump nach seiner langen Telefonkonversation mit Putin keine klaren Aussagen über die Rolle der Ukraine in den Verhandlungen gemacht habe. "Es ist unsere Heimat, unser Land, unser Volk, das leidet - aber sind wir tatsächlich Teil der Gespräche? Werden unsere Interessen berücksichtigt?", hinterfragte der Bischof.


Europa sollte mitverhandeln
Neben den USA setzt Yazlovetskyi große Hoffnungen auf die europäischen Verbündeten der Ukraine und forderte sie auf, sich weiterhin aktiv für einen Frieden einzusetzen, der Sicherheit und Stabilität garantiert. "Die Länder, die uns bisher unterstützt haben, dürfen nicht aus diesem Prozess ausgeschlossen werden. Sie sind nicht nur unsere Partner, sie sind unsere Freunde. Sie haben uns geholfen, als wir es am meisten brauchten - und sie müssen auch jetzt mit am Tisch sitzen, wenn es um unsere Zukunft geht."
Zugleich richtete der Bischof einen dringenden Appell an alle politisch Verantwortlichen weltweit: "Wer immer Einfluss auf diese Prozesse hat, darf diese Chance nicht ungenutzt lassen. Gott gibt uns eine Gelegenheit, diesen Krieg zu beenden. Doch Möglichkeiten sind nicht ewig verfügbar - sie können vergehen, bevor sie ergriffen werden." Die Ukraine stehe derzeit an einem "Wendepunkt, und es liegt an uns allen, das Feuer des Krieges zu löschen, bevor es noch mehr Menschenleben kostet", so Jaslowezkyj.

Angriffe dauern an
Dringend sei der Einsatz für den Frieden aufgrund der weiter extrem schwierigen Lage für die Bevölkerung in dem bald schon drei Jahre andauernden Krieg und die weitergehenden russischen Luftangriffe. "Jede Nacht hören wir die Sirenen, manchmal ein-, zwei-, dreimal. Es ist, als ob die Angriffe nicht nur unsere Städte zerstören, sondern auch unsere Hoffnung, dass diese schrecklichen Zeiten bald vorbei sein könnten", sagte Jaslowezkyj. Zwar höre man, dass es Verhandlungen gebe und diplomatische Kanäle sich öffnen würden - "doch warum fallen dann weiter Raketen? Warum sterben noch immer unschuldige Menschen?" Das sei aus ukrainischer Sicht unverständlich.
Erst am Dienstag hatte es einen schweren russischen Angriff auf den Kiewer Stadtteil Obolonskyy gegeben, bei dem Trümmerteile von abgeschossenen Raketen Wohnhäuser trafen. Eine Person kam ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Jaslowezkyj sprach von "unglaublich starken" Explosionen. "Alle waren erschrocken, besonders die Kinder, die weinend in den Kellern saßen", so der Bischof.
Dennoch sei die Bevölkerung mittlerweile an die Angriffe gewöhnt. "Die Menschen haben sich daran gewöhnt, nicht zu reagieren. Sie hören die Explosionen, sie sehen die zerstörten Autos, die brennenden Gebäude - und sie gehen weiter ihrem Alltag nach. Doch das heißt nicht, dass es uns nicht schmerzt. Jede Rakete, jeder Drohnenangriff frisst sich tiefer in unsere Seelen und raubt uns ein Stück Zuversicht."

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 rosenstaedter 17. Februar 2025 
 

Bis jetzt sind nur viele Worte gefallen, aber "An den Taten werden Sie gemessen!"

@chriseeb74


0
 
 chriseeb74 16. Februar 2025 
 

Fakt ist...

das die amerikanische Administration mit einem der größten Kriegsverbrecher seit Hitler "verhandeln"
will...ein Winston Churchill würde sich im Grabe umdrehen!
Die Seherin von Sievenich hat in einer Botschaft (ich meine vom 25.11.2024) hierzu Interessantes gesagt!


1
 
 rosenstaedter 16. Februar 2025 
 

Leider fehlt mir der Glaube an einem aufrichtigem Frieden

und wünsche nicht, dass die Kyrill sich wieder zum Papst der orthodoxen Kirchen aufschwingt!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  2. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  3. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  4. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  5. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  6. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  7. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  8. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  9. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump
  10. Kiewer Erzbischof bei Osloer Friedensgebet: Ukraine durchlebt Kreuzweg







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  5. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  6. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  7. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  8. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  12. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  13. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  14. Streit um Notre-Dame eskaliert: Macron forciert moderne Glasfenster gegen massiven Widerstand
  15. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz