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Vatikan bestätigt: Kliniken des belgischen Ordens sind nicht mehr katholisch!

1. Juli 2020 in Prolife, 3 Lesermeinungen
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Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ladaria: "Pervers", wenn Ärzte und Verwandte aus falschem Mitleid heraus aktive Sterbehilfe praktizieren - Keine katholische Identität für psychiatrische Kliniken des Ordens "Broeders van Liefde


Vatikanstadt/Genf (kath.net/KAP) Der Vatikan hat die Aberkennung der katholischen Identität für psychiatrische Kliniken des belgischen Ordens "Broeders van Liefde" (Brüder der Nächstenliebe) bestätigt. Wie bereits vor Wochen bekannt geworden war, dürfen sie sich seit Ende März nicht mehr als "katholisch" bezeichnen. In einem am Dienstag veröffentlichten Brief begründete die römische Glaubenskongregation nun diesen Schritt.

 

Nach zahlreichen Kontakten und Treffen müsse man leider zur Kenntnis nehmen, dass in den mit den Orden verbundenen Kliniken keine Bereitschaft vorhanden sei, die katholische Lehre zu akzeptieren. Aktive Sterbehilfe bleibe auch in extremen Fällen unzulässig, heißt es in dem von Kardinal Luis Ladaria unterzeichneten Schreiben. Das menschliche Leben behalte unter allen Umständen seine Würde. Umso "perverser" sei es, wenn Ärzte und Verwandte aus falschem Mitleid heraus aktive Sterbehilfe praktizierten. Daher habe man sich "nach einem langen und schmerzhaften Weg" entschlossen, die betroffenen Kliniken nicht länger als katholisch zu betrachten.


 

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins der Brüder der Nächstenliebe, Raf de Rycke, hatte bereits im Mai gelassen auf die Aberkennung reagiert. Sie habe keine "zivilrechtlichen Folgen", sagte er damals der flämischen Zeitung "De Standaard".

 

Belgien erlaubt aktive Sterbehilfe seit 2002

 

Der Streit, ob eine psychiatrische Klinik, die die Anwendung aktiver Sterbehilfe nicht ausschließt, sich noch als katholisch bezeichnen dürfe, geht auf das Jahr 2017 zurück. Damals hatte die belgische Organisation "Broeders van Liefde" mitgeteilt, dass sie aktive Sterbehilfe für psychisch Kranke in ihren Kliniken künftig nicht mehr ausschließe. In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit 2002 unter bestimmten Bedingungen legal, auch für psychisch Kranke.

 

Die "Broeders van Liefde" führen in Belgien zwölf psychiatrische Kliniken sowie Dutzende Schulen, Krippen und Orthopädiezentren. Insgesamt hat die Organisation eigenen Angaben zufolge landesweit 14.000 Beschäftigte. Rechtlich ist die Ordensgemeinschaft eng mit der Organisation verknüpft.

 

Das Spezialgebiet des 1807 in Gent gegründeten Ordens Brüder der Nächstenliebe ist die Pflege von psychisch Kranken. Die Gemeinschaft, die in Belgien unter dem Namen "Broeders van Liefde" bekannt ist, hat weltweit etwa 600 Mitglieder und ist in rund 30 Ländern aktiv.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Chris2 1. Juli 2020 
 

@Hilfslegionär

Kleine Korrektur: Zumindest in Deutschland wird kaum noch nach "markt- und betriebswirtschaftlichen Erwägungen" entschieden, sondern nur noch nach Quote, Kriterien des eigenen Fortkommens und Machterhalts, linken Ideologien, subjektivem Wohl- und überheblich-aggressivem Gutmenschengefühl. Freiheit, Sicherheit, Wohlstand und Verlässlichkeit - einst Kernthemen der Union - wurden spätestens im Herbst 2015 auf dem Altar der Macht geopfert, als frau eine klammheimliche Allparteienkoalition mit allen linken Parteien dieser Republik einging (die damals fassungslose und inzwischen längst gebrochene CSU mal ausgenommen)


0
 
 Hilfslegionär 1. Juli 2020 
 

In Belgien möchte ich nicht psychisch krank sein - das käme einem Todesurteil gleich.

Der soziale Druck niemanden zur Last fallen zu wollen ist sicherlich enorm. Hier von freier Entscheidungsmöglichkeit zu sprechen ist ein Hohn. In einer Gesellschaft in der sogut wie alle Entscheidungen nach markt- und betriebswirtschaftlichen Erwägungen gezogen werden, kommt der Mensch wenn er alt bzw. krank und schwach ist unter die Räder.

Noch sind die Dämme in Österreich diesbezüglich nicht gebrochen, das Verfassungsgerichtsurteil in Deutschland öffent jedoch Schritt für Schritt die Tore für eine unheilvolle Entwicklung. Und Österreich macht ja bekanntlich alles nach was Deutschland macht, wie die Lemminge.

Es gibt jedoch noch Rufer in der Wüste;

www.kathtube.com/player.php?id=27564


2
 
 Chris2 1. Juli 2020 
 

Sehr gut und konsequent.

Leider gibt es diese Konsequenz in Rom nicht gegenüber notorisch Häresien verbreitenden Theologen, Laienfunktionären, Priestern und Bischöfen. Es ist ein Skandal, wenn Bistumsvorsteher offen und wiederholt ein "Frauenpriestertum" fordern können, das allem widerspricht, was der Sohn Gottes höchstpersönlich verfügt hat - und das daher noch nicht einmal ein Papst einführen könnte. Stattdessen zerschlägt man blühende Gemeinschaften, die dem 400-jährigen Ritus der Kirche wieder mehr Raum geben wollen (der in Teilen weitaus älter ist, wie jeder Besuch einer Ausstellung mit frühmittelalterlicher Buchmalerei eindrucksvoll belegt).


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