Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein Signal des Himmels?
  2. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  5. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  6. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  9. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  10. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  11. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  12. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  13. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  14. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Jesus als Quelle des Geistes

31. März 2018 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Unser Land ist ein zutiefst christlich geprägtes Land – Einsatz für schwache Menschen gemäß der Hingabe Christi.


Regensburg (kath.net/BR)
Am Freitagnachmittag, in der Sterbestunde Christi am Kreuz, hat Bischof Rudolf Voderholzer der Karfreitagsliturgie im Hohen Dom St. Peter Regensburg vorgestanden. Es ist eine strenge Liturgie, in der des Todes Christi gedacht wird. Gottes Heilswerk wird auf beinahe beklemmende, aber durchaus nicht hoffnungslose Weise deutlich. Das aufgestellte Kreuz wird als Zeichen des Heils verehrt. Zuvor tragen Domspatzen die Leidensgeschichte nach dem Evangelisten Johannes vor. Streng ist die Liturgie, insofern keine Orgel ertönt und auch die Glocken verstummt sind – während des Gottesdienstes am Abend zuvor, am Gründonnerstag, haben sie zum letzten Mal geläutet. Passend zur großen Stille am Karfreitag, der auch staatlicherseits ein stiller Feiertag ist, verharren auch die Glocken regungslos.


Nur menschliche Stimme in Lesung, Gebet, Gesang und Predigt ist im Gottesdienst zu vernehmen. Ganz zu Beginn der Feier verharren Bischof und Diakon ebenerdig ausgestreckt zum Gebet – als Demutsgeste angesichts des Heilsgeschehens, in dem Gott seinen einzigen Sohn dahingegeben hat. Wort und Gesang bestimmen auch die Großen Fürbitten, in denen für die großen Anliegen gebetet wird: für Papst, Bischof, Priester, Diakone, das Volk Gottes, Menschen auf dem Weg zur Taufe, Juden, Gottesgläubige, Suchende, Regierende, Reisende und Sterbende.

Die Lanzenstichszene im Johannesevangelium deutete der Regensburger Bischof in seiner Predigt. Danach beschreibt Johannes in der Leidensgeschichte, dass ein Soldat Jesus am Kreuz mit der Lanze die Seite durchstieß. Es flossen Blut und Wasser hervor. Voderholzer sagte dazu, der Vorgang sei kein Kuriosum. Bereits früh in der Christenheit wurde Jesus als Quelle des Geistes gedeutet, wobei Wasser und Blut für Geist und Leben stehen. Jesus stillt den Lebensdurst und die Sehnsucht der Menschen, lautet die klare Botschaft. Durch die Sakramente ist Jesus Christus für alle Zeiten gegenwärtig. Das Wasser steht für das Sakrament der Taufe, das Blut für das Sakrament der Eucharistie.

Arnaud Beltrame, erinnerte Bischof Voderholzer aktuell, wurde umgebracht; die Geisel aber lebt. Beltrame war der Polizist, der sich bei der Geiselnahme vor einer Woche in Südfrankreich dem Attentäter auslieferte und von diesem eigenhändig hingerichtet wurde. Die Antwort des Menschen auf Gottes Hingabe am Kreuz kann bis zum eigenen Lebensopfer gehen, erklärte Bischof Dr. Voderholzer diesen Vorgang. Beltrame hatte vor nicht langer Zeit durch eine Ordensgemeinschaft neu zu seinem katholischen Glauben gefunden. Außerdem sagte der Regensburger Bischof, dass es nirgends eine solche Wertschätzung schwachen und behinderten Lebens geben würde als dort, wo der Geist Christi herrscht. „Unser Land ist gerade in dieser Hinsicht ein zutiefst christlich geprägtes Land.“ Das gelte es nicht triumphalistisch, sondern demütig und selbstbewusst vorzutragen.

Foto: Beginn des Karfreitag-Gottesdienstes in Regensburg © Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Karfreitag

  1. „Auferstanden bin ich und bin nun immer bei Dir“
  2. Am Karfreitag 2026 fasten und beten für das Heilige Land: „Frieden ist möglich“
  3. „Karfreitag. Das Kreuz steht da“
  4. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  5. US-Vizepräsident Vance bei Karfreitagsliturgie im Petersdom
  6. Karfreitag: Zusätzliche "große Fürbitte" für Ukraine-Kriegsopfer
  7. Ukraine erlebt nicht enden wollenden Karfreitag
  8. „Das Gesicht dieser Erde entscheidend verändern“
  9. Feier vom Leiden und Sterben Christi
  10. Papst betet Kreuzweg mit Texten von Strafgefangenen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  6. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  7. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  10. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  11. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin
  12. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  13. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  14. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  15. Medjugorje: Mladifest startet mit Papstappell zur Rückkehr zu Christus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz