
US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus13. September 2026 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Bischof Menjivar-Ayala möchte damit den unterschiedlichen spirituellen Bedürfnissen der Gläubigen seiner Diözese entsprechen. Er hat einen bischöflichen Beauftragten für die Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Alten Ritus ernannt.
Wheeling (kath.net/jg)
Evelio Menjivar-Ayala, der Bischof der Diözese Wheeling-Charleston im US-Bundesstaat West Virginia, wird den Zugang zur tridentinischen Messe ausweiten und hat Priester dazu bestimmt, diese Initiative zu unterstützen. Er hat dies in einer Verlautbarung am 28. August bekanntgegeben, berichtet der National Catholic Register.
„Dies ist eine Initiative von Bischof Evelio, um sicherzustellen, dass die geistlichen Bedürfnisse aller Teile seiner Herde von den Priestern unserer Diözese berücksichtigt werden“, heißt es in der Verlautbarung. Der Bischof möchte damit auch der Einheit unter den Gläubigen in ihren verschiedenen spirituellen Bedürfnissen dienen. 
Ab 20. September wird jeden Sonntag eine Messe im Alten Ritus in einer Kirche in Triadelphia gefeiert. Bisher gab es dort nur eine tridentinische Messe pro Monat. In Charleston, der Hauptstadt von West Virginia und bevölkerungsreichsten Stadt des Bundesstaates, wird es in Zukunft ebenfalls eine Alte Messe geben. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Die tridentinischen Messen an der Universitätspfarre St. John in Morgantown bleibt bestehen.
Bischof Menjivar-Ayala ernannte Timothy Grassi, Pfarrer einer Gemeinde in Charles Town, zum bischöflichen Beauftragten für die Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem „usus antiquor“, also der tridentinischen Messe, in der Diözese.
Er soll darauf achten, dass alle Messen im Alten Ritus entsprechend den Vorgaben der Kirche einschließlich der Richtlinien, die im Motu proprio „Traditionis custodes“ von Papst Franziskus enthalten sind, gefeiert werden. Grassi übernimmt auch die Koordination zwischen der Diözese und den vier Gemeinschaften in West Virginia, welche den Alten Ritus pflegen.
Zur Unterstützung von Grassi hat Bischof Menjivar-Ayala drei regionale Delegierte für die Alte Messe ernannt.
Foto: Symbolbild Alte Messe
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Lesermeinungen| | Hardenberg 13. September 2026 | | | | @Cosmas Meine Vermutung wäre, dass es schlicht nicht genügend Nachfrage und v.a. nicht genügend des Lateinischen mächtige Priester gibt. |  1
| | | | | Versusdeum 13. September 2026 | | | | Sehr erfreulich Generelle Frage: Was ist mit den Priestern, die den überlieferten Ritus der Kirche kennenlernen und selbst zelebrieren wollen? Ist das verboten? Und falls es erlaubt ist: Was passiert, wenn dabei Gläubige anwesend sind? Und ab wie vielen wäre das eventuell ein Problem? Oder ist auch das alles durch TC, so wie auch ein generelles lokales Verbot, dem Belieben des jeweiligen Diözesanbischofs anheimgestellt? |  0
| | | | | Kamillo 13. September 2026 | | | | Eine verhängnisvolle Gleichsetzung Ich halte diese Entwicklung für ausgesprochen hoffnungsvoll. Der überlieferte Ritus wurde im öffentlichen Bewusstsein so stark mit der Piusbruderschaft verbunden, dass viele kaum noch zwischen einer liturgischen Form und einer kirchenpolitischen Haltung unterscheiden. Eine solche gedankliche Verschmelzung wirkt wie eine Vereinnahmung: Wer diesen Ritus liebt, gerät beinahe automatisch unter den Verdacht, auch Abgrenzung, Ungehorsam und eigene Machtstrukturen zu bejahen. Das verletzt gerade jene Gläubigen, die dort geistliche Heimat finden und zugleich fest in der Katholischen Kirche verwurzelt bleiben wollen. Diese Verbindung wird sich nicht rasch lösen, denn kollektive Bilder sind beharrlich. Umso wichtiger sind glaubwürdige Orte, an denen erfahrbar wird: Liebe zum überlieferten Ritus und volle kirchliche Einheit gehören selbstverständlich zusammen. |  2
| | | | | Cosmas 13. September 2026 | | | | Warum geht es in den USA, aber bei uns nicht? |  1
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