Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. Maria, die Mutter des Friedens

Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan

22. August 2026 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Pater Federico Highton: Mehr als 250 Menschen aus sklavenähnlichen Verhältnissen befreit - Schulden und Wucherzinsen als zentrale Ursache.


Madrid (kath.net/ KAP) 
Mehr als 250 Christen hat der argentinische Priester Federico Highton nach eigenen Angaben in Pakistan aus sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen befreit. Allein bei seinem jüngsten Einsatz seien 44 Menschen freigekommen, berichtete der 46-Jährige in einem aktuellen Interview dem spanischen Radiosender COPE. Die Befreiung erfolgt seinen Angaben zufolge durch finanzielle Unterstützung der christlichen Gemeinschaft. Für eine ganze Familie mit Kindern, älteren Menschen und Schwangeren seien demnach zwischen 500 und 1.500 Euro erforderlich.
Zu den Zuständen komme es laut dem Geistlichen infolge massiver Verschuldung, in welche Familien in extremer Armut immer wieder schlittern würden, wenn sie etwa für den Kauf von Lebensmitteln Kredite aufnehmen. Die Darlehen seien mit "schrecklichen" Zinsen verbunden. Zur Rückzahlung müssten die Betroffenen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Die Schulden würden dabei teilweise über Generationen weitergegeben, sodass ganze Familien dauerhaft in Abhängigkeit gerieten.


Die von Hightons Gemeinschaft betreuten Fälle betreffen nach seinen Angaben drei Formen der Ausbeutung: sogenannte Ziegelsklaven, Landarbeiter in sklavenähnlichen Verhältnissen sowie Opfer sexueller Ausbeutung. Besonders schwerwiegend sei der Fall von sechs Familien gewesen, die zehn Jahre lang Misshandlungen ausgesetzt gewesen seien. Highton berichtete, Männer seien unter Drogen gesetzt worden, um ihre Frauen zu vergewaltigen. Die Opfer seien zudem gezwungen worden, Videos über eine Konversion zum Islam aufzunehmen. Nach ihrer Befreiung hätten sie wieder die Sakramente empfangen.
Die Befreiung erfolgt laut Highton in Anlehnung an die historische Praxis von Ordensgemeinschaften wie die Trinitarier und Mercedarier, die sich insbesondere dem Freikauf von Gefangenen widmeten. Seine Gemeinschaft sammelt dafür Geld unter Christen und löst damit die Schulden der Betroffenen ab.
Nach der Freilassung gehe es um die wirtschaftliche und soziale Stabilisierung der Familien. Dazu werden laut dem Priester Mietwohnungen, Kleintaxis und Nähmaschinen bereitgestellt sowie die Ausbildung der Kinder unterstützt. In der pakistanischen Provinz Punjab wurde zudem ein Grundstück erworben, auf dem eine geschützte Siedlung mit einem Frauenkloster, einer Priesterunterkunft und Sportplätzen entstehen soll. Das Siedlungsprojekt "PaX" soll den befreiten Familien Schutz, wirtschaftliche Eigenständigkeit und die freie Ausübung ihres Glaubens ermöglichen.

Highton und der Priester Javier Olivera Ravasi gründeten den Orden San Elias (OSE), der 2016 kirchlich als Gesellschaft apostolischen Lebens diözesanen Rechts anerkannt wurde. Zu den Schwerpunkten gehören die Mission "ad gentes" in Regionen ohne christliche Gemeinschaften sowie die Vermittlung katholischer Kultur durch Bildungsarbeit, Vorträge und Publikationen. Zudem gibt es zeitlich begrenzte Missionsexpeditionen in entlegene Gebiete.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Postfrau 24. August 2026 
 

Bravo!

Das ist doch mal eine gute Nachricht!


0
 
 Versusdeum 23. August 2026 
 

Sind solche Zustände Teil der dortigen "Kultur",

denn sie ähneln dem ebenfalls von Pakistanis begangenen Missbrauchsskandal von Rotherham an weißen (bzw. als christlich betrachteten) Mädchen mit über 10.000 Opfern (und es gab dutzende Rotherhams in GB!) oder ist es schlicht die islam(ismus)bedingte Verachtung von Christen?


1
 
 Paddel 22. August 2026 

Großartig und Heldenhaft


1
 
 LionardoLoredan 22. August 2026 
 

Großartig,

dass Sie über diese ganz besondere Hilfe berichten!

Ich schlage ihnen daher vor, den Link zu der Internetseite der Priester zu veröffentlichen:
https://pax2.org/de/wer-wir-sind/; abgerufen am 22.08.2026.
Sie verfügt auch über eine deutschsprachige Funktion.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Debatte um (politischen) Islam: Österreichische Ministerin für Verbot von Muslimbruderschaft
  4. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  5. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  6. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  7. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  8. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  9. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  10. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  11. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  12. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. COMECE veröffentlicht Positionspapier zur Frage der Löschung von Taufregistereinträgen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz