
Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Povor 54 Minuten in Chronik, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Traditionelle Flussprozession mit der Muttergottes von Brancere abgesagt.
Rom (kath.net/ KAP)
Die Flusskönigin muss an Land bleiben: Die Diözese Cremona hat die traditionelle Prozession zu Mariä Himmelfahrt auf dem Po abgesagt. Der längste Fluss Italiens führt bei Cremona kaum noch Wasser, der Pegel liegt derzeit etwa achteinhalb Meter unter dem Nullpunkt. Sand- und Kiesbänke sind freigelegt. Die bekannte Bootsprozession ist deshalb nicht möglich.
Der feierliche Umzug findet bei ausreichendem Wasserstand jährlich am 15. August statt. Nach einer Messe in der Kathedrale von Cremona wird eine Statue der Madonna von Brancere zum Fluss gebracht. Sie gilt als Königin und Schutzpatronin des Po. Von dort fährt sie auf einem Schiff, begleitet von zahlreichen Booten, nach Brancere. Unterwegs finden Gebete und Segnungen statt. Am Ziel wird der Menschen gedacht, die im Fluss oder bei Überschwemmungen ums Leben gekommen sind. 
Über Land statt über Wasser
Die Prozession gilt als Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten rund um Mariä Himmelfahrt, die wie geplant stattfinden sollen. Die Statue der Muttergottes wird in diesem Jahr jedoch auf dem Landweg nach Brancere gebracht.
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Foto: Fritz-tha-cat/Pixabay
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