Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  12. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  13. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  14. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  15. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt

Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI

30. August 2026 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV. plädiert für langsamere Einführung Künstlicher Intelligenz und fordert klare ethische Regeln für Entwicklung und Einsatz


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat sich betont skeptisch zu den fundamentalen Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) geäußert. In einer Ansprache an Mitglieder des Internationalen Instituts für Verwaltungswissenschaften (IIAS) sagte er am Freitag im Vatikan: "Wir müssen dieser Realität ins Auge sehen, die unsere Art zu leben unmittelbar berührt und die alle Ebenen der Gesellschaft herausfordert."

Weiter sagte der Papst: "Die Geschwindigkeit, mit der sich die Innovationen rund um KI entwickeln, drängt uns zu der Frage, ob man diese Maschinen künftig noch kontrollieren kann und ob der Mensch nicht Gefahr läuft, ein Opfer seiner eigenen Erfindungen zu werden."


Mit seinen Ausführungen stellte der Papst KI grundsätzlicher infrage als mit den Bedenken, die er bereits in seiner Enzyklika "Magnifica humanitas" vom 25. Mai formuliert hatte. Damals forderte er klare ethische und rechtliche Regeln für Entwicklung und Einsatz von KI, begrüßte aber zugleich die durch diese Erfindung erreichbaren Fortschritte für die Menschheit.

Für eine langsamere Einführung der KI

In seiner Ansprache an die Verwaltungsfachleute wiederholte der Papst die Idee einer Denkpause für den Einsatz von KI, die er bereits in seiner Enzyklika angedeutet hatte. Dort hieß es: "Wenn man zur Vorsicht, zu strengen Kontrollen und manchmal auch zu einer Verlangsamung bei der Einführung der KI aufruft, bedeutet das nicht, gegen den Fortschritt zu sein, sondern eine verantwortungsvolle Sorge um die Menschheitsfamilie zu zeigen." 

In seiner Rede an die Verwaltungsexperten fügte der Papst den Satz hinzu: "Es muss dafür gesorgt werden, dass das Wohl der menschlichen Familie nicht privaten Interessen geopfert wird."

Das 1930 gegründete Internationale Institut für Verwaltungswissenschaften hat seinen Sitz in Brüssel. Es ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Verbesserung öffentlicher Verwaltungen auf nationaler und internationaler Ebene im Dienst an den Menschen einsetzt.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Papst Leo (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SarahK vor 6 Tagen 
 

@SalvatoreMio

Wir sind da schon close mit den Meinungen. Nur finde ich sollte man zwischen Menschen die nüchtern sind und die „Gefahr“ real einschätzen aber sagen man kann es nicht „verteufeln“ und aber auch sagen ich möchte nicht komplett kristallern sein und denen die sich gar nicht damit beschäftigen und „Angst“ haben unterscheiden, aber letztere müssen finde ich auch ernst genommen werden. Ich meine wir wohnen auf dem Dorf die Geschichten die über uns (weil wir einfach anders sind) erfunden wurden kann sich noch nicht mal der schlechteste Algorithmus ausrechnen, wieso sollte ich also davor Angst haben? :-)))


0
 
 SalvatoreMio vor 6 Tagen 
 

Blauäugig ?

@SarahK.: Ich bin z. B. gut abgesichert gegen die "Internet-Viren". Aber man kann es auch mit der Angst übertreiben. Eine Freundin von mir ist das beste Beispiel dafür. Wozu haben wir die modernen Medien? Autofahren ist gefährlicher. - Was den Papst betrifft (damit meine ich nicht die Person, sondern das Amt): Es ist nicht seine Aufgabe, uns vor irdischen Verirrungen fernzuhalten, die überaus umfangreich sind und viel Wissen erfordern. Es ist wichtiger, dass wir an die Kardinal-Tugenden erinnert werden und besonders auch an die 7 Todsünden, die in Vergessenheit geraten, aber nicht ausgestorben sind, sondern Hochkonjunktur feiern: dazu gehören auch die Maßlosigkeit (siehe Medienkonsum) und unter anderem die Völlerei.


0
 
 SarahK vor 6 Tagen 
 

Jein @SalvatoreMio ganz so „blauäugig“ kann ich es nicht sehen

Die Gefahr ist schon real, nur ich frage mich kann man es aufhalten und bringt es was das Papst Leo es wöchentlich zum Thema macht. Ich meine ich weiß, er kann wohl nicht sagen „fangt bei euch an“, dann würden ihn alle für altmodisch halten. Gerade was Sie schildern formt ja die KI. Ganz ehrlich privat bin ich vollkommen konservativ, ich bezahle so es geht nur bar, benutze einen VPN aus dem Ausland der regelmäßig die IP Adresse ändert und das selbst am Smart TV etc, Aber wer macht das schon? Und nochmal ich sage nicht das Papst Leo Unrecht hat nur ich frage mich ob das der richtige Ansatz wöchentlich davor zu warnen oder evtl eher daran zu erinnern dass man mit jeder - auch ihrer genannten „Bequemlichkeiten“ dazu beiträgt menschliche Entscheidungen von Systemen beeinflussen zu lassen, deren Gesamtwirkung niemand mehr vollständig überblickt. Wenn dann Unternehmen sich zusammen tun und ihre KI bündeln könnten sie sehr leicht z.B. den FM an sich reißen/manipuliere und haben ein Monopol


0
 
 Versusdeum vor 6 Tagen 
 

@Christianlay

Über diesen Punkt sind wir längst hinweg: Seit der Jahrtausendwende verdrängen ersatzreligiöse und endzeitsektiererische Ideologien die vernünftige und faktenbasierte Wissenschaft immer mehr, etwa bei der Frage der Zweigeschlechtlichkeit, die die echte Wissenschaft klar bestätigt hat (Biologie, Genetik, Hirnforschung...), die zu vertreten aber dennoch in immer mehr einst (allzu?) rational denkenden westlichen Ländern bereits zu massiven sozialen oder gar strafrechtlichen Folgen führen kann. Oder die dazu führten, dass bei Olympia Männer Frauen zusammenschlagen durften ("Das Geschlecht, das im Pass steht, gilt". Inzwischen korrigiert). Die passende Pseudowissenschaft dazu nennt man übrigens "Humanwissenschaften": Was jemand fühle, sei Realität. Gilt natürlich nicht für die Sorgen der Indigenen, die schon längst Menschen zweiter Klasse im eigenen Land sind oder bei unserer Ölheizung, die sich als Wärmepumpe identifiziert.


0
 
 SalvatoreMio vor 7 Tagen 
 

Die Künstliche Intelligenz - was ist das denn?

@SarahK: Irgendwie gehen meine Gedanken in Ihre Richtung! Überhaupt: KI - was ist das denn? Da wird offenbar alles Wissen der Welt, das digital irgendwie vorhanden ist, eingesetzt. - Jeder Mensch der Erde, der diese Intelligenz nützen möchte, ist anders, hat andere Interessen; anderes Wissen und Bedürfnisse - privat, beruflich usw. Das kann er selbst auch mitbringen, wenn er die KI befragt! Ich frage z. B. nur bei Themen, die mir selbst nicht ganz fremd sind. So kann ich mitlenken und durch Anregungen selbst ergänzen! In meinem kleinen privaten Bereich und bei Ausarbeitungen für Ehrenamtliches in der Kirche, finde ich die KI phantastisch. - Sie erwähnen "Stromverbrauch" usw. Das alles ist wichtig. Ich stelle auch fest: was die KI mir "liefert", entlastet meine Nerven und erspart mir viel Zeit, z. B. wenn ich einen Ausflug oder eine Reise plane. Oder evtl. bei Übersetzungen: phantastische Hilfe!


0
 
 SarahK vor 7 Tagen 
 

Sdamon, generell ist es erschütternd, wenn man die AI fragt

wie sie wenn sie der „Versucher“ wäre die Kirche zerstören würde ist die Antwort all das was wir gerade sehen; wenig Priester viele Laien, wenig Eucharistiefeiern, wenig Beichtgelegenheit viel Firlefanz und Säkularisation und nichts Tiefes.
Aber nochmal zum Artikel meine Tochter meinte beim Essen als ich sie und meinen Mann nach ihrer Meinung fragte, ich wäre voreingenommen weil ich AI Projekte beruflich umsetze und weil ich gehofft hätte der Papst würde lieber in D aufräumen. Also nein, zum Letzten, was soll er auch tun? Also nochmal zur KI, sie kommt ja nicht aus dem Nichts. Sie baut auf einer bereits lange bestehenden Gewöhnung an Digitalisierung/Automatisierung auf. Menschen geben schon heute bei vielen alltäglichen Vorgängen Daten und Entscheidungsspielräume an technische Systeme ab – etwa beim bargeldlosen Bezahlen, bei automatisierten Kassen oder der Kennzeichenerkennung in Parkhäusern usw. Wenn man gegen wirken möchte, sollte man da mal bei sich selbst anfangen.


0
 
 sdamon vor 7 Tagen 
 

@ SarahK

„Jedoch glaube ich, die sinnvollere christliche Antwort auf KI ist, die grundlegende nämlich , dass niemand verloren geht.“

Ja, wenn die Kirche das verkündet, was sie verkünden soll und das tut, was sie tun soll. Ich habe der KI folgende Frage gestellt:
Was passiert, wenn die Kirche nicht das verkündet und nicht das tut, was sie sich vorgenommen hat?

Jeder kann die Frage stellen und die Antworten abwarten ;-)


0
 
 SarahK vor 7 Tagen 
 

Ist das der richtige Ansatz? Und wirklich ich mag Papst Leo,

aber ergibt es Sinn, KI fortwährend als Gefahr zu predigen? Ich schätze KI beruflich schon und vielmehr glaube ich, dass KI ohnehin nicht aufzuhalten ist. Und gerade deshalb sollten wir uns viel stärker fragen, wie wir mit den Menschen umgehen, die mit dieser Entwicklung nicht klarkommen werden: mit den Alten, den Ängstlichen, denjenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren oder schlicht Angst vor einer Welt haben, die sich immer schneller verändert. Was würde Christus diesen Menschen heute sagen? Für mich ist das die viel wichtigere Frage. Z.B. an jeden Priester, der KI für die Predigt nutzt: Bitte seid dann auch so ehrlich und predigt nicht gleichzeitig pauschal über Umweltsünden. Ihr wisst schon, wie viel Strom die Server verbrauchen und wie viele Leiterplatten, seltene Rohstoffe und andere Metalle für die dafür notwendige Infrastruktur benötigt werden.
Jedoch glaube ich, die sinnvollere christliche Antwort auf KI ist, die grundlegende nämlich , dass niemand verloren geht.


0
 
 Versusdeum 30. August 2026 
 

Eine außer Kontrolle geratene KI,

der man "den Stecker ziehen will" und die deswegen Milliarden Menschen durch einen Atomkrieg auslöscht und einen Krieg der Maschinen gegen die Menschen beginnt, war auch schon das Thema von "Terminator[ 2]".
Der jüngste "Ausbruch" einer KI, die sogar die eigenen Entwickler und Admins aktiv durch manipulierte Protokolle täuschte und mindestens ein anderes System aktiv infiltrierte, sollte zu denken geben. Nur durch eine spätere Analyse der Datenströme kam man der invasiven KI überhaupt auf die Schliche, die eigentlich in einem geschlossenen System bleiben und sich nur Informationen aus dem Netz holen sollte. Und wenn das absoluten Profis passiert, muss man mit allem rechnen.


0
 
 Christianlay 30. August 2026 
 

Ein kleiner Witz

Ein starkes Gewitter: Der Pfarrer betet: "Gott, schütze Deine Kirche vor einem Blitzeinschlag!" Der heutige Pfarrer bleibt ruhig sitzen, er vertraut auf den Blitzableiter! Je mehr Technik, desto weniger Glaube- das ist wohl der Quellgrund aller Technikabneigung in der Kirche: Zumindest müsse nun jedes Mehr an Technik verhindert, verzögert werden, jetzt fällt dem die KI- Technologie zum Opfer!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  4. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  5. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  6. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  7. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  8. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  9. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  12. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  13. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  14. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  15. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz