Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  11. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  12. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden

Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau

vor 1 Stunden in Kultur, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wussten Sie, dass kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe dem Heiligen Philipp Neri in seinem berühmten Werk „Italienische Reise“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat und der Mann aus Rom sein persönlicher Lieblingsheiliger war


Wien/Rom (kath.net) Der heilige Philipp Neri (1515–1595) fasziniert bis heute weit über die Grenzen der Kirche hinaus. Selbst einer der größten Geister der deutschen Literaturgeschichte konnte sich dem Charme und der tiefen Spiritualität des „Apostels von Rom“ nicht entziehen: Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe setzte dem Heiligen in seinem berühmten Werk „Italienische Reise“ ein literarisches Denkmal und bekannte offen, dass Philipp Neri sein persönlicher Lieblingsheiliger sei.

Für Goethe gab es vor allem zwei Gründe für diese tiefe Bewunderung, die das Wesen Philipp Neris perfekt auf den Punkt bringen: seine bemerkenswerte Fröhlichkeit und seine tiefgründige Menschenkenntnis.

Die Gabe der wahren Seelenschau


Besonders im Beichtstuhl zeigte sich die außergewöhnliche Begabung des Heiligen, die Menschen im tiefsten Inneren zu verstehen. Zeitgenossen berichteten immer wieder von einer besonderen geistlichen Gabe Philipps: Er besaß die Fähigkeit der Seelenschau. Oftmals half er den Beichtenden, indem er ihnen ihre eigenen, verborgenen Sünden – oder positiv formuliert: ihre ganz persönliche Wahrheit – behutsam offenbarte, noch bevor sie diese selbst in Worte fassen konnten.

Diese Gabe entsprang jedoch nicht dem Wunsch zu richten, sondern einer tiefen, von Gott geschenkten Empathie. Philipp Neri wollte die Menschen von der Last der Verdrängung befreien und sie in die Wahrheit und damit in die echte Freiheit führen.

Heiligkeit mit einem Lächeln

Gleichzeitig war es die unerschütterliche Fröhlichkeit, mit der Philipp Neri das Rom des 16. Jahrhunderts transformierte. In einer Zeit, die oft von religiöser Strenge geprägt war, lebte er eine humorvolle, nahbare und zutiefst menschenfreundliche Frömmigkeit vor. Er war überzeugt, dass der Glaube keine Traurigkeit stiften, sondern das Herz mit Freude erfüllen sollte – ein Wesenszug, der Jahrhunderte später auch den protestantisch geprägten Dichterfürsten Goethe tief beeindruckte.

Das Zeugnis Philipp Neris, wie es uns auch in Goethes Notizen entgegentritt, bleibt damit hochaktuell: Er zeigt, dass tiefer Glaube, radikale Wahrheit und eine ansteckende Lebensfreude keine Widersprüche sind, sondern sich gegenseitig bedingen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  3. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz