Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. „Warum bin ich Christ“
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Was eine Messe wiegt

Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

vor 2 Stunden in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Still zu stehen und bestimmte Überzeugungen in einem öffentlichen Raum zu haben, sollte niemals ein Verbrechen sein‘, erklärte Vaughan-Spruce.


Birmigham (kath.net/jg)
Die britische Lebensschützerin Isabel Vaughan-Spruce hat bei einer Anhörung vor einem Gericht in Birmingham auf „nicht schuldig“ plädiert. Ihr wird vorgeworfen, durch ihre bloße Anwesenheit und stilles Gebet in der Nähe einer Abtreibungsklinik gegen die „Pufferzonen“-Regelung verstoßen zu haben. Der Strafprozess ist für den Zeitraum vom 25. bis 29. Januar 2027 angesetzt.

Vaughan-Spruce war bereits 2023 freigesprochen worden und hatte sppäter eine Entschädigung von der Polizei erhalten, nachdem sie zweimal unrechtmäßig wegen stillen Gebets festgenommen worden war. Dennoch wurde sie im Dezember 2025 erneut strafrechtlich belangt – diesmal als erste Person unter der nationalen Gesetzgebung zu Pufferzonen, die im Oktober 2024 in Kraft trat. Diese verbietet innerhalb eines Radius von 150 Metern um Abtreibungseinrichtungen Handlungen, die darauf abzielen, „die Entscheidung einer Person zu beeinflussen, Abtreibungsdienste in Anspruch zu nehmen, bereitzustellen oder zu erleichtern“.


Ihre Verteidigung, unterstützt von Alliance Defending Freedom (ADF), argumentiert, dass die Strafverfolgung einen Missbrauch des Verfahrens darstelle und ihre grundlegenden Menschenrechte verletze, insbesondere die Gedanken- und Religionsfreiheit gemäß Artikel 9 und 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention. 

Die Anwälte betonen, dass Vaughan-Spruce „herausgegriffen“ worden sei: Wäre sie nicht als Anhängerin der Lebensschutzbewegung bekannt, wäre ihre bloße Anwesenheit in der Pufferzone nicht als Straftat gewertet worden. Dies komme einer Diskriminierung gleich. Zudem fielen stilles Gebet und bloße Präsenz nicht unter den Anwendungsbereich des Gesetzes, das vom Parlament nicht dazu gedacht gewesen sei, solches Verhalten zu kriminalisieren. Es könne nicht in die absoluten Rechte auf Gedankenfreiheit und religiöse Überzeugung eingreifen.

Der Richter stellte am ersten Tag der dreitägigen Anhörung fest, dass das Gesetz eine „Handlung“ innerhalb der Pufferzone voraussetze. Die ursprüngliche Anklage sei „nicht korrekt formuliert“ gewesen, und die Staatsanwaltschaft trage die Beweislast, dies klarzumachen. Er betonte: „Dieser Fall handelt nicht von Abtreibungsrechten; er handelt von einer Straftat, die das Parlament definiert hat … Gerichte sind nicht dazu da, über die Ansichten von Menschen zu urteilen.“ 

Am zweiten Tag ließ der Richter fünf neue Anklagen zu – jeweils eine für jede Gelegenheit, an der Vaughan-Spruce still in der Zone gestanden und gebetet haben soll. Er merkte an: „Stehen ist kein Verbrechen … Es spielt keine Rolle, wie oft man es tut, bloße Anwesenheit reicht nicht aus.“ Der Fokus müsse darauf liegen, ob sie die Absicht gehabt habe, andere zu beeinflussen oder zu belästigen. Vaughan-Spruce plädierte auf alle neuen Anklagen „nicht schuldig“.

In einer Stellungnahme erklärte Vaughan-Spruce: „Still zu stehen und bestimmte Überzeugungen in einem öffentlichen Raum zu haben, sollte niemals ein Verbrechen sein. Doch trotz mehrfacher Rechtfertigung und einer finanziellen Einigung nach zwei unrechtmäßigen Festnahmen wurde ich im vergangenen Jahr erneut wegen meiner bloßen Anwesenheit in einer ‚Pufferzone‘ angeklagt und habe heute frische Anklagen erhalten. Ich bin zutiefst beunruhigt über diese Verletzung des grundlegenden Rechts auf meine eigenen Gedanken und meine tief empfundenen christlichen Überzeugungen betreffend den Lebensschutz. Ich bete, dass gesunder Menschenverstand und Freiheit obsiegen, damit niemand sonst wegen dessen, was er glaubt, strafrechtlich behandelt werden muss.“

Jeremiah Igunnubole, Rechtsberater von ADF in London, erklärte: „Jemanden allein deshalb strafrechtlich zu belangen, weil er eine bestimmte Überzeugung an einem bestimmten Ort hegt, kommt einer Gedankenpolizei gleich, die in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz hat.“

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  2. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  3. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  4. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  5. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  6. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei
  7. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken

Großbritannien

  1. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  2. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  3. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  4. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  5. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  6. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  7. Pastor in London wegen Straßenpredigt verhaftet: Vorwurf der „Hassrede“ nach Kritik am Islam







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  3. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  4. Die Wintersonne der Vernunft
  5. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  6. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  7. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  8. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  9. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  10. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  11. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  12. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  13. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  14. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  15. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz