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| ![]() Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert einvor 3 Stunden in Weltkirche, 5 Lesermeinungen Weihe bei den sedisvakantistischen "Transalpinen Redemptoristen" auf der Insel Papa Stronsay erfolgte ohne päpstliches Mandat - Diese Sedisvakantisten behaupten, seit dem II. Vaticanum gebe es keine rechtmäßigen Päpste mehr London (kath.net/KAP/red) Die sedisvakantistische Gemeinschaft der "Sons of the Most Holy Redeemer" (Transalpine Redemptoristen) auf der schottischen Insel Papa Stronsay hat trotz kirchlicher Warnungen eine unerlaubte Bischofsweihe vorgenommen und damit nach Einschätzung der katholischen Kirche einen Akt des Schismas vollzogen. Die Zeremonie fand am Samstag im Kloster der Gemeinschaft statt und wurde über das Internet verbreitet. Zum Bischof geweiht wurde der Ordenspriester und Klostervorsteher Father Michael Mary. Die Weihe erfolgte ohne das erforderliche päpstliche Mandat durch drei Bischöfe aus Amerika, die von der Diözese Aberdeen als nicht autorisierte Amtsträger bezeichnet wurden. Der zuständige Bischof von Aberdeen, Hugh Gilbert, hatte bereits zuvor gewarnt, eine solche Handlung stelle einen Bruch mit der kirchlichen Gemeinschaft dar. Nach Abschluss eines kirchenrechtlichen Verfahrens erklärte Bischof Gilbert Father Michael Mary am Sonntag wegen Schismas für exkommuniziert. Er wurde zudem seines kirchlichen Amtes enthoben und darf keine Messe oder Sakramente feiern. Die Strafen könnten aufgehoben werden, falls es zu einer aufrichtigen Umkehr und Wiedergutmachung komme. Gläubige der Diözese wurden aufgefordert, keinen Kontakt zu der Gemeinschaft und ihrem Leiter aufzunehmen. Hintergrund des Konflikts ist die sedevakantistische Haltung der Gemeinschaft. Die "Sons of the Most Holy Redeemer" hatten Anfang Mai erklärt, Papst Leo XIV. und seine Vorgänger seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht als rechtmäßige Päpste anzuerkennen. Auch die drei an der Weihe beteiligten Bischöfe stehen nach Angaben kirchlicher Stellen dieser Position nahe. Die Gemeinschaft auf Papa Stronsay war bereits zuvor mit der Kirche in Konflikt geraten. 2025 untersagte der Vatikan Mitgliedern der Gruppe auf Empfehlung kirchlicher Behörden öffentliche Tätigkeit in der Diözese Christchurch in Neuseeland, unter anderem wegen Vorwürfen unerlaubter Exorzismen. Der Vorgang erinnert an die jüngsten unerlaubten Bischofsweihen im Umfeld der Priesterbruderschaft St. Pius X. Auch dort führten Weihen ohne päpstliches Mandat zu schweren kirchenrechtlichen Konflikten. In beiden Fällen steht die Frage der kirchlichen Einheit und der Anerkennung päpstlicher Autorität im Mittelpunkt. Keine Verbindung zum Redemptoristenorden Der weltweit tätige Redemptoristenorden (Kongregation vom Heiligsten Erlöser) hatte sich bereits im Vorfeld ausdrücklich von der Gruppierung distanziert und auf mögliche Namensverwechslungen hingewiesen. Generaloberer Pater Rogério Gomes erklärte, die "Transalpinen Redemptoristen" stünden in keinerlei Verbindung zum eigentlichen Redemptoristenorden. Der Name habe ursprünglich eine historische Bedeutung: Der heilige Clemens Maria Hofbauer, Wiens Stadtpatron, habe den von Alfons Maria de Liguori gegründeten Orden Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts über die Alpen nach Mitteleuropa verbreitet. Die heutige Gemeinschaft der "Transalpinen Redemptoristen" entstand hingegen erst 1988 als Abspaltung, zunächst im Umfeld der traditionalistischen Piusbruderschaft. 2008 kam es zu einer Versöhnung mit Rom; 2012 wurde die Gemeinschaft als klerikales Ordensinstitut diözesanen Rechts in der Diözese Aberdeen errichtet. Sie sei jedoch nie Teil der Kongregation vom Heiligsten Erlöser gewesen und habe nie einer rechtlichen Bindung an deren Generalleitung unterstanden, heißt es seitens der kirchlich anerkannten Ordensgemeinschaft. Die Redemptoristen betonten zugleich, dass es auch in Schottland reguläre Redemptoristen-Gemeinschaften gibt. Diese gehörten zur Provinz London, stehen in voller Gemeinschaft mit dem Papst und der Weltkirche und anerkennen das Zweite Vatikanische Konzil sowie das kirchliche Lehramt. Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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