Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein Signal des Himmels?
  2. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  3. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  4. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  5. Die Liturgie: das Gebet der Kirche und Atem des Geistes
  6. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  9. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  10. BILD-Kommentatorin Ruhs fordert „Festung Europa“: „Es geht nicht mehr anders“
  11. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  12. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  13. Kardinal Burke ruft zu Einsatz für Ehe und Familie auf – bis zum Martyrium
  14. IRRE! - Moskauer Patriarch Kyrill legitimiert nun auch Atombombe
  15. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“

Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"

30. Juli 2026 in Weltkirche, 31 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Problem mit der Piusbruderschaft bestehe nicht in der Feier der tridentinischen Messe, sondern in der Ablehnung der Lehren des II. Vatikanischen Konzils und im Ungehorsam gegenüber dem Papst.


Springfield (kath.net/jg)
Thomas Paprocki, der Bischof von Springfield im US-Bundesstaat Illinois, hat die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) nach den am 1. Juli vollzogenen Bischofsweihen ohne päpstliche Erlaubnis kritisiert. Die FSSPX sei nun „im Grunde eine weitere protestantische Sekte“, schreibt Paprocki in einer Stellungnahme vom 13. Juli.

Der Bischof von Springfield gilt als Verteidiger der überlieferten katholischen Morallehre. Er hat sich wiederholt deutlich zu Themen wie Abtreibung, Gender-Ideologie und der Corona-Impfpflicht positioniert. In diesen Positionen stimme er mit der FSSPX überein. Dennoch sieht er in der Haltung der Bruderschaft gegenüber dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der päpstlichen Autorität ein grundlegendes Problem, schreibt Michael Haynes, der Vatikankorrespondent des Catholic Herald.

In seiner Stellungnahme betont Paprocki: „Das Hauptproblem der SSPX ist ihre Ablehnung der Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihr Ungehorsam gegenüber der päpstlichen Autorität.“


Der Bischof warnt die Gläubigen seiner Diözese eindringlich davor, an Gottesdiensten der SSPX teilzunehmen. Er erklärte, dass Beichten und Eheschließungen dort „ungültig“ seien. Diese Aussage geht teilweise über die bisherigen Dokumente des Heiligen Stuhls hinaus und hat unter Kanonisten eine Debatte ausgelöst. Viele verweisen darauf, dass Papst Franziskus der FSSPX ausdrücklich die Vollmacht für Beichte und Trauung erteilt hat – eine Vollmacht, die Papst Leo XIV. bisher nicht widerrufen hat.

Paprocki räumt ein, dass das Problem nicht die Feier der tridentinischen Messe sei. Es liege vielmehr in der grundsätzlichen Haltung der Priesterbruderschaft. „Das Problem mit der FSSPX ist nicht, dass sie die Traditionelle Lateinische Messe feiern, sondern ihre Ablehnung der lehramtlichen Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils und ihr Ungehorsam gegenüber dem Papst“, schreibt Paprocki wörtlich.

Er verweist dabei auf das Glaubensbekenntnis der FSSPX sowie auf Äußerungen während der Bischofsweihe am 1. Juli als Belege für diese Ablehnung. „Indem sie dem Papst ungehorsam ist und die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils ablehnt, ist die Gesellschaft St. Pius X. nun im Grunde eine weitere protestantische Sekte, die glaubt, sie habe recht und der Papst liege falsch“, schreibt er wörtlich.

Der Protestantismus sei „ein erschöpftes Projekt“. Die ständige Vermehrung protestantischer Denominationen führe nicht zu einer Reform der Kirche, sondern zu ihrer Spaltung, schreibt Paprocki.

Die Priesterbruderschaft weist alle Vorwürfe entschieden zurück, in denen behauptet wird, sie sei nicht katholisch. In einem theologischen Essay vom 9. Juli betont sie, dass die FSSPX „vollständig ein Werk der Kirche“ bleibe. Ihre Kleriker und Gläubigen seien „vollständig katholisch und keineswegs exkommuniziert“. Die Sakramente würden gültig und erlaubt gespendet.

Gleichzeitig hat die FSSPX ein formales kanonisches Verfahren eingeleitet, um gegen die Exkommunikationsdekrete der sechs neu geweihten Bischöfe Einspruch zu erheben. Sie beruft sich dabei auf einen „Notstand“ in der Kirche, der die Weihen rechtfertige. Bemerkenswert ist, dass die FSSPX diesmal den kanonischen Weg beschreitet – im Gegensatz zu den Bischofsweihen von 1988 durch Erzbischof Marcel Lefebvre. Dieser berief sich auf die in den Canones 1323 und 1324 des Kirchenrechts geregelte Notlage.


© Foto Bischof Paprocki: Diözese Springfield

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 8994 vor 10 Stunden 
 

@Versusdeum

In den letzten Wochen wurde jedes einzelne dessen, was Sie als Argument bezeichnen, systematisch im Forrum von @discipulus und @parcival widerlegt, eine andere gute Widerlegung kommt von Kardinal Müller oder wie verlinkt von Prof. Dr. Wollbolld.

Tatsächlich sind es Sie und @lesa, die systematisch jedwede Widerlegung der eigenen Argumente ignorieren (!) und unter jedem Thread die Lügen der Sakramentensimulanten aus dem Alpental wiederholen; @lesa beleidigt dabei noch geschwind Behinderte.


0
 
 Hardenberg vor 2 Tagen 
 

Glauben und Gehorsam

Jetzt spielen also die Piussektenverteidiger/angehörige Glauben gegen Gehorsam aus. Aber das funktioniert nicht. Denn nur innerhalb der katholischen Kirche ist Glaubensgehorsam ein Wort. Die Piussektenangehörigen haben sich durch einen willentlichen und zutiefst bösartigen Akt von der Kirche getrennt. Nur in ihr ist Gehorsam gegenüber den überlieferten Dogmen möglich, und Glauben kann man schon gleich gar nicht GEGEN sie, vor allem nicht gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes.


0
 
 Versusdeum vor 2 Tagen 
 

@lesa

Es ist interessant, wie aktiv hier Neulinge sein können. Und wie notorisch sie keine Argumente Anderer gelten lassen.
Am Besten aber ist das permanent wiederholte (und fast alleinige) Argument des "(Un)Gehorsams", der in den letzten 55 Jahren kaum noch jemanden interessiert hatte - aber offensichtlich nur, so lange es progressistischer Ungehorsam war. Dabei war es fast egal, wie gravierend dieser war. Die praktisch aus dem Nichts gekommene (und sicher auch bei Progressisten gegen Pius gerne willkommene) Argumentation könnte man sogar so interpretieren, als dass der Gehorsam wichtiger wäre, als der Glaube, vielleicht sogar wichtiger als Jesu und der Apostel Auftrag oder die Dogmen. Aber natürlich wissen wir, dass dem nicht so ist.


0
 
 Hardenberg vor 3 Tagen 
 

@Lesa: Bodenlos

"Dialog von Gehörlosen"
Niemand muss Bischof Paprocki "mögen". Aber als Katholik hat man die Gehorsamspflicht erst einmal einem Bischof zu trauen, dass er die institutionelle Kompetenz hat genau die angesprochenen Fragen besser beantworten zu können als Sie und ich. Überdies ist Bischof Paprocki lehramtstreu im Gegensatz zu Ihnen.

Was ich aber wirklich bodenlos finde: Es gibt Seelsorger, die sich um Gehörlose mit viel Liebe und in großer Glaubenstreue mühen. Mit Ihrem Vergleich, den ich für eine schwere Sünde halte, ziehen Sie die gläubigen Gehörlosen, die SEHR WOHL DIALOGFÄHIG sind, genauso in den Dreck wie deren Seelsorger. Pfui Teufel.


0
 
 silvana vor 4 Tagen 
 

@lesa

Ich finde schon, dass die Diskussion gerade hier im Forum vielfach niveauvoll geführt wurde. Hinweisen möchte ich zum Beispiel auf die sehr fundierten Anmerkungen des Forenschreibers "Parcival". Sehr gerne verlinke ich hier auch nochmals eine kenntnisreiche Stellungnahme eines Münchner Theologieprofessors der man bestimmt keine Oberflächlichkeit vorwerfen kann. Zu einer niveauvollen Diskussion gehört ja auch, dass man auf die Argumente des Gegenübers eingeht und diese ggf. widerlegt. Sie schreiben nur "...es wurde längst alles dargelegt" , ohne auf einzelne Punkte solcher Argumentationen einzugehen. Machen Sie es sich da nicht ein bisschen zu leicht?

www.awollbold.de/mit-vollgas-ins-schisma-zu-den-angekuendigten-bischofsweihen-der-piusbruderschaft


3
 
 lesa vor 4 Tagen 

Dialog von Gehörlosen?

Diesem Bischof fehlt es an Kenntnis. Aber es wurde längst alles dargelegt. Wie Bischof Athansius Schneider sagte: "Die Diskussion wurde und wird häufig von Personen geführt, die sich nicht direkt mit den relevanten Dokumenten oder persönlichen Erfahrungen der SSPX vertraut machen. In vielen Fällen ist ihr Wissen oberflächlich und von vorgefassten Urteilen geprägt. Infolgedessen ähnelt die Debatte oft einem Dialog der Gehörlosen, in dem die gleichen Argumente endlos ohne sinnvollen Fortschritt wiederholt werden.


0
 
 Christine vor 7 Tagen 

Analyse des Exkommunikationsdekrets und deren Berufung:

Es steht im Dekret selbst, dass sich die Kleriker und Laien die Strafe der Exkommunikation *latae sententiae* zuziehen, wenn sie sich dem Schisma der Priesterbruderschaft St. Pius X anschließen.

Es gibt keine Grundlage für eine Berufung,
die Bestimmungen zur Aussetzung gelten NICHT.

Durch die Berufung wird die Exkommunikation selbst NICHT aufgehoben.

Die Priester sind exkommuniziert und deshalb können sie nicht gültig lossprechen.
Ob sie die Fakultäten haben oder nicht, spielt keine Rolle.

Eine Exkommunikation untersagt generell den Empfang der Sakramente.

Teil 2 https://www.youtube.com/watch?v=VvAbwfsPYO4

www.youtube.com/watch?v=UxmA257b_BQ


1
 
 lamwool vor 7 Tagen 
 

Doppelbödig

@Hardenberg, empfinde ich Ihren Kommentar gegenüber mir. Ist nicht mein Stil.
Aber darüber, dass die Protestanten keinen Papst haben... "Dann sollte das Weiterdenken beim Quasipapst ja nicht schwerfallen." kommen Sie wahrscheinlich nicht hinweg.
Noch ein kleiner Denkanstoss: mit Quasipapst meinen Sie die Bibel (sola scriptura). Ja, das stimmt so. Diese wird jedoch nicht alle paar Jahre neu gewählt...
Gruss


2
 
 Hardenberg 1. August 2026 
 

@Iamwool

Respekt, Sie haben die Metaphorizität des Begriffes "papierener Papst" erkannt. Dann sollte das Weiterdenken beim Quasipapst ja nicht schwerfallen.

@Versusdeum: Einen toten Traditionsbegriff, der 1962 offenbar endet. Dabei lebt Tradition in den lauteren Katholiken, in den Gemeinden, in den Kirchen, in den Bischöfen, im Papst. Und letztlich ist damit auch klar: Die Piussekte hält sich in einem luziferischen Akt selbst für ihren eigenen Papst. Da helfen alle verbalen Beteuerungen nicht. Es gibt ein tiefes discidium linguae et mentis bei diesen Schismatikern.


0
 
 Versusdeum 31. Juli 2026 
 

Ja, wir haben Deo gratias die Petrusbruderschaft, aber

@Wirt1929
- nur dort, wo es sie überhaupt gibt und nicht nur Pius
- nur dort, wo der jeweilige Ortsbischof nicht unter berufung auf TC alle Hl. Messen im überlieferten Ritus der Kirche verboten hat (trifft Petrus, aber nicht Pius!)
- insofern die Priester der Petrusbruderschaft faktisch überhaupt zelebrieren können / dürfen (kenne einen Petrus-Priester quasi ohne Funktion)
- insofern die meist wohl eher kleinen Kirchen (jedenfalls München) nicht sowieso schon überquellen (künstliche Verkleinerung / Alibiveranstaltung der Diözese?)


3
 
 Versusdeum 31. Juli 2026 
 

@Hardenberg

Welchen "Quasi-Papst" hat denn Pius Ihrer Ansicht nach?


2
 
 lamwool 31. Juli 2026 
 

Gelesen

@Hardenberg, habe ich einiges. Sie wissen schon, dass der Begriff 'Papierener Papst' eine Metapher ist.
Siehe hier:
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&channel=entpr&q=papierenen+Papst

Die Evangelische Kirche kennt keinen Papst als Oberhaupt. Auch keinen QuasiPapst.
Nun das soll es sein.


2
 
 chorbisch 31. Juli 2026 
 

@ Bilbo B.

Sie können vermutlich davon ausgehen, dass Erzbischöfin Murray die katholische Auffassung zur Gültigkeit anglikanischer Weihen kennt. Aber das dürfte sie nicht stören, denn aus der Sicht ihrer Kirche gilt das nicht. Ebenso, dass sie "eigentlich" gar keiner Kirche angehört, sondern nur einer "Glaubensgemeinschaft", oder "Denomination".

Es mag der Wunsch mancher Katholiken sein, dass diese Gemeinschaften keinen sehnlicheren Wunsch haben, als die Anerkennung ihrer "Mutterkirche". Aber das dürfte in vielen Fällen ein Irrtum sein.

Was Sie oder andere mit dieser manchmal ins Kleinliche gehenden Betonung der Unterschiede erreichen wollen, ist mir nicht klar.

Den Standpunkt der Kirche zum Lebensschutz nochmal klar und deutlich zu machen, wäre sicher sinnvoll. Aber da käme man meiner Meinung nach in einer Privataudienz eher weiter, als durch demonstratives Zuschlagen von Kirchentüren.


2
 
 Hardenberg 31. Juli 2026 
 

Bischof Paprocki

Dass die Diskussion hier von einigen gezielt von den theologisch profunden Aussagen von Bischof Paprocki über die Piussekte weggelenkt wird zu einer inakzeptablen Kritik am Papst und dessen außergewöhnlichen Höflichkeit sagt wenig über Leo XIV. und Erzbischöfin Mullally, aber viel über Whatsabboutismus.

@Iamwool: Zur Information. Es ist sehr wohl so, dass Protestanten einen Quasipapst haben. Die Kontroverstheologie des 17. Jahrhunderts sprach vom sola scriptura-Prinzip der Protestanten zurecht vom "Papiernen Papst". Ich bitte also höflich, aber nachdrücklich, dass Sie sich informieren, ehe Sie mir zu Unrecht sachlich Falsches vorwerfen und dabei selber sachlich Unrichtiges verbreiten.


4
 
 Bilbo B. 31. Juli 2026 
 

Wie christlich ist Sarah Mullally?

Sarah Mullally ist - wie die Kirche zu den anglikanischen Ordinationen feststellen musste - keine gültig geweihte Amtsperson. M. E. ist sie nicht einaml eine „Lady“, gehört also nicht rechtmässig dem Ritterstand an. „Ritter“ und „Ladys“ beschützen gerade die Schwächsten der Schwachen, also die ungeborenen Kinder. Sie treten unbedingt für deren Lebensrecht ein, sind also konsequent gegen die Abtreibung, was bei Mullaly bekanntlich gerade nicht der Fall ist. Man hätte ein klares Zeichen setzen und Mullally nicht in diesem Rahmen als christliches „Kirchenoberhaupt“ empfangen sollen. Übrigens ist die anglikanische „Staatskirche“ auch nach katholischen Massstäben keine „Kirche“, sondern einfach eine „christliche Gemeinschaft“. Aber wie christlich ist sie noch?


2
 
 Amt X 31. Juli 2026 
 

@Richelius

"Ich verstehe nicht, warum die Audienz von Dame Sarah Mullally für einige hier so ein Problem ist. Diese Audienz entsprach dem ökumenischen Usus, ihre Kleidung entsprach dem Protokoll, also wo ist das Problem?"

Das Problem könnte sein, dass in der päpstlichen Ansprache/Botschaft an Sarah Mullally Formulierungen verwendet wurden, die ihren religiösen Dienst wertschätzen.

Verstoß gegen u.a :

Gregor XVI., Mirari vos (1832)

und

Pius IX., Quanta cura (1864)


3
 
 Richelius 31. Juli 2026 
 

Ich verstehe nicht, warum die Audienz von Dame Sarah Mullally für einige hier so ein Problem ist. Diese Audienz entsprach dem ökumenischen Usus, ihre Kleidung entsprach dem Protokoll, also wo ist das Problem?


3
 
 Wuna 31. Juli 2026 
 

zum Empfang von Sarah Mullally

Die Dame reist nicht zum Papst als Mrs Sarah Mullally, sondern als Erzbischöfin von Canterbury - ohne Anführungszeichen. Daher trug sie auch ihren Ornat, ebenso wie ihr Vorgänger Welby bei seinem Antrittsbesuch. Da ist nichts entgleist. Der Hinweis auf nette Damenkleider ist extrem respektlos. Sich über die Oberhäupter anderer Glaubensgemeinschaften lustig zu machen sollte eigentlich tabu sein.


3
 
 Bilbo B. 30. Juli 2026 
 

Zum Empfang von Sarah Mullaly

Zu Kostadinov: Da gebe ich Ihnen grundsätzlich recht. Seit 1966 gehört es jedoch im Vatikan zur fest geplanten Agenda, jeweils bei seinem Amtsbeginn das anglikanische „Kirchenoberhaupt“ zu empfangen. Der folgerichtige Empfang von Sarah Mullaly ergab sich daraus. Dieser Empfang lief dann allerdings aus dem Ruder, weil sich die protestantische Dame ohne Sensibilität mit Kleidung und Insignien der katholischen Kirche als „Erzbischöfin“ präsentierte und Verantwortliche peinlicherweise auch darauf eingingen. Da sich unterdessen auch der Kontext in der anglikanischen Gemeinschaft völlig geändert hat, wäre man wohl gut beraten, solche Empfänge auf die Ebene von üblichen Audienzen zu verlagern. Es gibt bestimmt auch nette Damenkleider, die sich Frau Mullaly ohne Kostümierung leisten kann.


3
 
 Wirt1929 30. Juli 2026 
 

@SalvatoreMio

Welcher Schatz geht verloren? Wir haben die Petrusbruderschaft.


5
 
 Cosmas 30. Juli 2026 
 

Diese Aussagen sind zu allgemein und helfen nicht weiter!

Nochmals: es fehlt eine authentische Auslegung des Konzils. Wenn man konkret studiert, wie die Beschlüsse zustande kamen, bemerkt man den Teufel der im Detail steckt. Von den widersprüchlichen Texten wurde immer die progressive Variante vollkommen intolerant durch gepeitscht, und zwar immer mit diesen allgemeinen Worten: "DAS Konzil hat gesagt"....
Buchempfehlung: Ralph M. Wiltgen, Der Rhein fließt in den Tiber ".


3
 
 SalvatoreMio 30. Juli 2026 
 

Gegenwärtige Ungereimtheiten bzw. Halbheiten in unserer Kirchenführung sind belastend!

@Kostadinov: ... und bleiben Nährboden für Unglaubwürdigkeit, und das besonders bei denen, die die Kirche von Herzen lieben! So erwacht auch in mir mehr und mehr der geheime Wunsch, dass doch ein
rechtmäßiger Weg gefunden wird, damit der reiche Schatz, der sich bei den Piusbrüdern findet, nicht einfach verlorengeht. Man kann sie mit dem Protestantismus im Grunde gar nicht vergleichen!


7
 
 lamwool 30. Juli 2026 
 

Neblig

@Kostadinov:Ist Ihre Behauptung, ohne konkrete Namen. Für Sie ist offenbar alles protestantische eine Sekte. Sei's drum.
Zur Erinnerung: Aus der Schweiz pilgerten Nonnen und andere Katholikinnen nach Rom um Papst Franziskus einen Brief über 'Frauen in der Kirche' zu übergeben. Pilgerten zu Fuss!!!
Sie wurden nicht einmal vom Papst empfangen.
Ja, was es nicht alles gibt.
Und in der Zwischenzeit gehen Kriege und Unfrieden und das Leiden zahlloser Menschen weiter...
Furchtbar und auch bedenkenswert!!


0
 
 Kostadinov 30. Juli 2026 

Zweifel sind vorerst angebracht

Wenn man sieht wie die FührerInnen bestimmter protestantischer Sekten in Rom empfangen und geehrt werden, dann kann die Piusbruderschaft (noch) keine protestantische Sekte sein...


4
 
 lamwool 30. Juli 2026 
 

Falsche Behauptung

@Hardenberg,Zitat:
" Und wenn es ein Merkmal des Protestantismus ist, jemand anderen oder etwas anderes zum Quasipapst zu machen".
Die Protestantische Kirche hat kein Oberhaupt, analog einem 'allmächtigen' Papst. Sondern 'Räte', aus vom Kirchenvolk gewählten Vertretern. Kann nachgelesen werden, wenn gewollt.
Wobei Quasipapst eine etwas despektierliche Bezeichnung ist....


0
 
 Hardenberg 30. Juli 2026 
 

Die Piussekte

ist Sekte. Und wenn es ein Merkmal des Protestantismus ist, jemand anderen oder etwas anderes zum Quasipapst zu machen, ja, dann ist die Piussekte eben auch protestantisch.


5
 
 Versusdeum 30. Juli 2026 
 

Pius als "protestantische Sekte"

zu bezeichnen, ist durchaus originell.
Und welches sind dann die anderen "Sekten"? Die willige "N"GO namens EKD? Die "Anglikanische Kirche" (die Dank "Bischöfinnen" und Schwulen am Altar 2/3 ihrer Mitglieder verloren haben und deren "Oberhaupt", die "Erzbischöfin [sic!] von Canterbury" Papst Leo erst im Frühjahr noch empfangen hatte) oder doch die vielen kleinen Freikirchen, die sich immerhin noch einigermaßen an der Bibel orientieren?


4
 
 Wynfried 30. Juli 2026 

Wenn es darum geht,

sich von der Piusbruderschaft klar abzugrenzen, bieten „protestantische Sekten“ einen willkommenen Vergleichspunkt. Über die Verhältnisse in den USA kann ich nichts sagen, aber hierzulande hat man sich gegenüber dem Protestantismus fast schon bis zur Selbstaufgabe „geöffnet“ und pflegt wie selbstverständlich den ökumenischen Dialog im gemeinsamen Handeln und gelebten Partnerschaften zwischen den Konfessionen. Ökumenische Gottesdienste, Kirchenfeste und soziale Projekte sind aus dem Alltag der deutschen Bistümer und Pfarreien nicht mehr wegzudenken. Lehrfragen, die Sakramententheologie oder die Haltung zum Papst spielen dabei keine Rolle mehr. Hier scheint alles gut zu sein, bei den Piusbrüdern aber alles schlecht.


3
 
 Ulrich Motte 30. Juli 2026 
 

Nach welchem Maßstab ist "der" Protestantismus erschöpft ?

Zumindest der eigentliche, nämlich an die "Alleins" der Reformation gebundene. Protestantismus entwickelt sich weitgehend prozentual zahlenmäßig besser als der Katholizismus. Immer neue Gründunhgen, die der Herr Bischof beklagt, indizieren das öfter auch, etwa die Neugründungen in der BRD von konservativen Bekennenden Evgl. Gemeinden und Bekennen Evgl. Reformierten Gemeinden. Inhaltlich sind diese Konfessionen untereinander eher weniger gepalten als "Rom" (siehe ständig kathnet!) , gerade - auch- in den USA und der BRD. Äußerliche Trennungen sieht man als geboten an nach Römer 16: 17 und Galater 1; 6-10, 1. Korinther, 11-18-19. Konservative Protestanten sehen recht oft eine einheitliche Kirchenorganisation nicht als biblisch gebotenh oder gar als biblisch verboten an...


0
 
 Parcival 30. Juli 2026 
 

Dogmatische Konstitution ≠ neues Dogma

Hier wird oft ein wichtiger Unterschied übersehen. Ja, das II. Vatikanum hat mit „Lumen gentium“ und „Dei Verbum“ zwei Dogmatische Konstitutionen beschlossen. Daraus folgt aber nicht, dass ihr gesamter Inhalt neue Dogmen definiert. Papst Paul VI. erklärte ausdrücklich, dass das Konzil keine neuen Glaubensdogmen mit außerordentlichem Lehrentscheid definieren wollte. Das Konzil lehrt jedoch authentisch und übt damit das ordentliche Lehramt aus. Deshalb muss innerhalb der Dokumente unterschieden werden: Was bereits definierte Glaubenslehre wiederholt, ist mit derselben Verbindlichkeit zu glauben. Andere Aussagen verlangen den „religiösen Gehorsam des Verstandes und Willens“ (LG 25). Wieder andere haben pastoralen oder disziplinären Charakter. Pauschale Aussagen wie „alles ist Dogma“ oder „nichts ist verbindlich“ werden dem II. Vatikanum daher nicht gerecht.


7
 
 lamwool 30. Juli 2026 
 

Beschlüsse oder Lehren?

Kann mir jemand erklären, was der Unterschied ist von 'Beschlüssen' oder 'Lehren' in obigem Text. Bis dato hörte ich in den Diskussionen über 'Ungehorsam gegenüber den Beschlüssen des II. Vatikanums. Oder anders gefragt, wer ist befugt, Lehren aufzustellen (zu beschliessen) ausser dem Papst?
Nach was soll der 'einfache' Katholik sich jetzt richten...
Gruss und Dank


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Ein Signal des Himmels?
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  5. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  6. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  7. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  8. Fulda: Werbung für Christopher Street Day mit dem heiligen Bonifatius
  9. Heute, nicht morgen! Der heilige Expeditus – Patron gegen das Aufschieben
  10. „Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelebung des Glaubens“
  11. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin
  12. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  13. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  14. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  15. Medjugorje: Mladifest startet mit Papstappell zur Rückkehr zu Christus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz