
Regenbogenparaden: Harsche Kirchenkritik in Sofia und Bukarestvor 5 Stunden in Aktuelles, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Orthodoxe Kirchenleitungen von Bulgarien und Rumänien sehen durch Pride-Bewegung sozialen Frieden und traditionelle Werte bedroht.
Bukarest/Sofia (kath.net/ KAP)
Eine Regenbogenparade gab es am Samstag nicht nur in Wien, sondern etwa auch in Sofia und Bukarest. In der bulgarischen und rumänischen Hauptstadt setzte es aber harsche Kritik von Seiten der Orthodoxen Kirche an den Veranstaltungen und den damit verbundenen Botschaften für mehr Akzeptanz und gleiche Rechte für die LGBTQIA+-Community.
Der Synod des Patriarchats von Bulgarien veröffentlichte eine Erklärung, in der die Kirchenleitung die Durchführung der Parade heftig kritisierte. Der Synod bekräftigte die Lehre der Kirche, dass die Menschheit von Gott "als Mann und Frau" geschaffen wurde und dass die Familie, gegründet auf der sakramentalen Vereinigung von Mann und Frau, das natürliche Umfeld für die Erziehung von Kindern darstelle. Den Akteuren der Regenbogenparade warf die Kirchenleitung vor, Ansichten und Verhaltensmuster zu propagieren, die "mit der christlichen Morallehre unvereinbar" seien. Solche Botschaften seien zudem dann besonders beunruhigend, wenn sie sich an Kinder und Jugendliche richteten. 
Gleichzeitig betonte der Synod, dass "die Kirche niemanden ablehnt und unaufhörlich für jeden Menschen betet", und dass sie ihrer Verantwortung nachkommt, Zeugnis vom Evangelium abzulegen und die Gläubigen vor geistlicher Verwirrung zu bewahren. In der Erklärung hieß es weiter: "Wahre Freiheit besteht nicht darin, jedem Wunsch oder jeder Sehnsucht nachzugeben, sondern darin, der Wahrheit zu folgen, die den Menschen zur Fülle des Lebens in Gott führt."
Der Synod rief außerdem die staatlichen Institutionen auf, die Institutionen von Ehe und Familie zu unterstützen und darüber hinaus jene spirituellen und kulturellen Werte zu schützen, auf denen die bulgarische Gesellschaft aufgebaut sei.
Sozialer Friede in Gefahr
In gleicher Weise äußerte sich auch der Synod der Rumänisch-orthodoxen Kirche. Neben Kritik an den Inhalten der Pride-Bewegung hielt der Synod fest, dass mit diesen Aktivitäten der soziale Frieden und gegenseitiger Respekt gefährdet seien, die aber für das Gemeinwohl unerlässlich seien. Veranstaltungen wie die Bukarest Pride könnten die Verwirrung über spirituelle Werte in einer Gesellschaft verstärken, die bereits mit Herausforderungen wie demografischem Rückgang und sozialer Instabilität konfrontiert sei.
Gleichzeitig hob die Kirchenleitung hervor, dass sich orthodoxe Christen durch Frieden, Gebet und Achtung der Würde jedes Menschen auszeichnen sollten. Das Patriarchat unterstrich zudem, dass es keinerlei Form von beleidigender Rede, Verleumdung oder Gewalt unterstütze oder fördere, da dies dem Evangelium der Liebe Christi widerspreche.
Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | girsberg74 vor 37 Minuten | | | | Bin beruhigt, dass ich nach einigem Lesen die Überschrift betreffend „Kirchenkritik“ richtig verstanden habe:
Es geht also nicht – wie üblich – um Kritik an der Kirche - an Kirchen -, sondern darum, dass die Kirche, die Kirchen, an anderen etwas kritisiert / kritisieren. |  0
| | | | | nekonata vor 4 Stunden | | | | Unantastbar Sir 15,11: „Sag nicht: Meine Sünde kommt von Gott. Denn was er hasst, das tut er nicht.“
Nichts auf dieser Welt genießt einen solchen Unantastbarkeit-Status wie die LGBTQIA+ Homosexualität.
Wie kam es dazu? |  0
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. |