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Papst sieht seelische Gesundheit der Jugend im Netz bedroht

vor 14 Stunden in Jugend, keine Lesermeinung
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Leo XIV. bei Konferenz über Pädagogik und digitale Technologien: Verlust innerer Orientierung "eine der größten Formen der Armut unserer Zeit".


Vatikanstadt (kath.net/ KAP) 
Papst Leo XIV. hat vor den negativen Folgen einer überzogenen Nutzung digitaler Technologie durch Jugendliche gewarnt. Bei einer Audienz für Teilnehmer eines Treffens über Bildung, psychische Gesundheit und digitale Technologien sagte er am Samstag im Vatikan, viele Jugendliche hätten die innere Orientierung verloren. Dies sei "eine der größten Formen der Armut unserer Zeit".
Weiter sagte er: "Viele junge Menschen verfügen über immer ausgefeiltere technologische Werkzeuge, haben jedoch Schwierigkeiten, einen Sinn zu finden, für den es sich zu leben, zu hoffen, zu lieben und sogar zu leiden lohnt. Hinter so vielen Schwierigkeiten, Einsamkeiten und psychischen Verletzlichkeiten verbirgt sich oft eine stille Frage: 'Hat mein Leben einen Sinn? Gibt es eine verlässliche Hoffnung für die Zukunft?'"


Leistungsdruck, Konkurrenzdenken und die Reduzierung des Menschen auf Daten, Konsum oder Erfolg führten häufig zu Angst, Einsamkeit und psychischen Belastungen, so die Analyse des Papstes. Psychische Gesundheit dürfe deshalb nicht nur als medizinisches oder technisches Thema betrachtet werden. Wissenschaft und Medizin seien wichtig, doch ebenso brauche der Mensch einen Sinnhorizont. Wer sich geliebt, wertvoll und zu einer Aufgabe berufen fühle, finde Hoffnung.
Deshalb müsse Bildung auch die innere Entwicklung fördern. Junge Menschen sollten nicht nur digital vernetzt, sondern auch mit sich selbst, anderen Menschen und ihrer eigenen Innerlichkeit verbunden sein. Dazu gehören Stille, Reflexion, die Fähigkeit, Fragen zu stellen, tiefe Beziehungen und Offenheit für Transzendenz.

"Psychische Gesundheit und Bildung im Zeitalter des digitalen Wandels" lautete das Thema der Konferenz, die am Freitag und Samstag im Vatikan stattfand. Organisatoren waren das Dikasterium für Kultur und Bildung, die Päpstliche Kommission für Lateinamerika und die auf Bildungsfragen spezialisierte Organisation Iberoamerikanischer Staaten (OEI). Die Teilnehmer wurden am Samstag von Leo XIV. in Audienz empfangen.

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