Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  2. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  5. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  6. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  7. Vom Benehmen mit Majestäten
  8. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  10. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  11. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  12. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  13. "Wir haben Maria neue Hände gegeben"
  14. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  15. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben

Ex-Vatikanbank-Chef: Inkompetenz kostet die Kirche Millionensummen

vor 2 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Langjähriger IOR-Aufsichtsratsvorsitzender de Franssu Ende April aus Amt ausgeschieden - Bankier: "Phase der Intransparenz" bei der Vatikanbank endgültig vorbei


Rom (kath.net/KAP) Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende der Vatikanbank IOR, Jean-Baptiste de Franssu, sieht Inkompetenz als Hauptursache für finanzielle Millionenverluste der katholischen Kirche und des Vatikans. Dem französischen Wochenmagazin "Le Point" sagte er: "Die Kirche verliert jedes Jahr Hunderte Millionen durch Inkompetenz, schlechtes Management und Machtstreben." Der französische Banker äußerte sich Ende April anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amt.

De Franssu leitete die Vatikanbank IOR von 2014 bis Ende April 2026. Unter der Führung des Franzosen konnte die Vatikanbank ihre Gewinne laut der am Montag veröffentlichten Bilanz auf 51 Millionen Euro steigern.


Schwächen der Kirche werden ausgenutzt

De Franssu sagte, Finanzvermittler profitierten von der Schwäche religiöser Orden und Diözesen und zögen sie in komplexe und verlustreiche Immobiliendeals hinein. Die Vatikanbank sei vor allem deshalb jetzt erfolgreich, weil sie "Experten an Stellen einsetzte, wo bis dahin Inkompetenz herrschte".

Die Verluste, die das vatikanische Staatssekretariat vor einigen Jahren unter Kardinal Angelo Becciu mit einem Immobilien-Investment in London erlitten hatte, bezifferte de Franssu auf 100 bis 150 Millionen Euro. Der Skandal sei vor allem deshalb aufgedeckt worden, weil die Vatikanbank sich geweigert habe, die überteuerte Finanzierung durch einen Kredit abzudecken.

"Ein absoluter Skandal"

Die Verluste entstünden durch "schlechtes Management, undurchsichtige Investitionen und finanzielle Manipulationen". Das Urteil des Bankiers: "Das ist das Geld der Gläubigen, es ist ein absoluter Skandal".

Über die Vatikanbank berichtete de Franssu, das IOR habe noch im Pontifikat von Johannes Paul II. (1978-2005) mit Diplomatenkoffern voller Bargeld erst die Kirche in Polen und später in Kuba in ihrem Kampf gegen die kommunistischen Herrschaftssysteme unterstützt. Das seien legale, aber geheime Operationen gewesen. Diese "Phase der Intransparenz" sei endgültig vorbei.

Nur die Deutsche Bank hielt noch zum Vatikan

Auch sei das IOR inzwischen kein Steuerparadies und kein Ort für Geldwäsche mehr. Noch 2012, am Ende des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. (2005-2013), sei das Institut wegen seines angeschlagenen Rufs "de facto aus dem globalen Finanzsystem ausgeschlossen" gewesen. Einzig die Deutsche Bank habe den Heiligen Stuhl noch unterstützt. Heute arbeite die Vatikanbank mit mehr als 40 Banken zusammen und habe beste Ratings im internationalen Überwachungssystem Moneyval.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  7. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  8. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  9. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  10. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  11. Vom Benehmen mit Majestäten
  12. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  13. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  14. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  15. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz