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Streit um Notre-Dame eskaliert: Macron forciert moderne Glasfenster gegen massiven Widerstand

27. April 2026 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Trotz einer Petition mit mehr als 300.000 Unterschriften hält Präsident Emmanuel Macron an seinem Plan fest, sechs historische Glasfenster der Kathedrale durch zeitgenössische Kunstwerke zu ersetzen.


Paris (kath.net) Rund um die Kathedrale Notre-Dame de Paris gibt es jetzt einen juristischen und kulturpolitischen Streit. Trotz einer Petition mit mehr als 300.000 Unterschriften hält Präsident Emmanuel Macron an seinem Plan fest, sechs historische Glasfenster der Kathedrale durch zeitgenössische Kunstwerke zu ersetzen.

Der Austausch betrifft sechs Kapellen des südlichen Seitenschiffs. Die ursprünglichen Fenster, die den verheerenden Brand von 2019 unbeschadet überstanden hatten, sollen nach dem Willen des Präsidenten weichen, um dem 21. Jahrhundert ein bleibendes Denkmal in der Kathedrale zu setzen. Die Kosten für die Neugestaltung werden auf rund 4 Millionen Euro geschätzt. Kritiker werfen der Regierung vor, das historische Gesamtbild des Weltkulturerbes ohne Not zu verändern und den Denkmalschutz politischen Ambitionen unterzuordnen.


Der Widerstand gegen das Vorhaben formiert sich nun auf rechtlicher Ebene neu. Der renommierte Verein Sites et Monuments, eine der ältesten Denkmalschutzorganisationen Frankreichs, hat angekündigt, einen erneuten Einspruch gegen die bereits erteilte Baugenehmigung einzureichen. Die Argumente der Denkmalschützer sind klar: Erhalt des Originalzustands: Da die Fenster den Brand überlebt haben, gebe es keinen restauratorischen Grund für einen Austausch. Die Fenster gehören zum ursprünglichen Entwurf von Eugène Viollet-le-Duc aus dem 19. Jahrhundert. Ein Austausch würde die künstlerische Integrität seines Werks zerstören.

 


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Lesermeinungen

 Mensch#17 27. April 2026 
 

Dem 21. Jahrhundert ein "Denkmal" setzen ...

... ja, wenn das so sein soll, dann wäre als richtiges Motiv wohl die Abtreibung und ihre Verankerung als sog. "Recht" in der französischen Verfasung das richtige Motiv.
Und wenn man noch etwas wartet, vielleicht auch der notwendige Untergang der fünften Republik mit ihrer besudelten Verfassung ....

Aber vielleicht ist das in der verbleibenden Amtszeit des Herrn Präsidenten eh nicht mehr zu verwirklichen ... und dann werden die Karten neu gemischt.


0
 
 SalvatoreMio 27. April 2026 
 

Herr Macron und sein Wille

Seltsam! Erstens hat Frankreich mit Sicherheit riesige finanzielle Probleme. Und außerdem: gerade Kirchenfenster geben dem Gebäude ein besonderes Flair - und das sind oftmals solch ältere Fenster in ihren warmen Farben, die gleichzeitig Glaubenszeugnisse sind. - Es ist offenbar seit einigen Jahrzehnten auch bei uns Mode, dass nach einer Kirchenrenovierung der Architekt mit Gewalt darauf besteht, dass keine "Harmonie" entsteht, sondern der Kontrast "alt" und "neu" soll deutlich sichtbar sein.


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