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| ![]() Die Kraft der Auferstehung, die Entscheidung zum Frieden und der Weg der Menschheitvor 8 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung Leo XIV. in seiner Botschaft ‚Urbi et Orbi’ Ostern 2026 an die Welt: Christus, unser ‚Sieger und König‘. Ostern als Sieg über Tod und Gleichgültigkeit. Der Ruf zur Umkehr angesichts von Gewalt und Krieg. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog! Nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen!“. Papst Leo XIV. stellte im Ostergruß vor dem Segen „Urbi et Orbi“ das Geschehen der Auferstehung in den Mittelpunkt und nahm den Lobgesang der Kirche auf: „Der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden“. Ostern sei der „Sieg des Lebens über den Tod, des Lichts über die Finsternis, der Liebe über den Hass“, ein Sieg, der durch das Kreuz hindurch errungen wurde, indem Christus als „Opferlamm“ die Sünde der Welt trug und die Schöpfung aus der Macht des Bösen herausführte. Die Auferstehung sei Werk der Liebe Gottes, die „erschafft und Leben schenkt“, treu bleibt, vergibt und erlöst. Christus habe diesen Weg in Hingabe an den Vater vollzogen: Mensch geworden, um die Verlorenen zu suchen, Knecht geworden, um zu befreien, und am Kreuz gestorben, um Leben zu schenken. Die Kraft der Auferstehung, so der Papst eindringlich, sei gewaltlos, vergleichbar dem Samenkorn, das stirbt und Frucht bringt, oder dem Herzen, das auf Rache verzichtet und Erbarmen übt. Diese Kraft eröffnete einen Weg des Friedens, der Beziehungen ordnet und auf das Gemeinwohl zielt. Die Auferstehung sei „Beginn der neuen Menschheit“, in der Menschen sich als Brüder erkennen. Zugleich trat die Freiheit des Menschen hervor: Vor dem leeren Grab stehe der Mensch vor der Wahl zwischen Hoffnung und Verweigerung der Wahrheit. Leo XIV. benannte eine „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ und griff damit einen Ausdruck seines Vorgängers auf. Die Gewöhnung an Gewalt und Tod erschien als Zeichen dieser Haltung. Dem stellte der Papst das Wort des Augustinus von Hippo entgegen: „Wenn du Angst vor dem Tod hast, liebe die Auferstehung“. Aus der Auferstehung ergebe sich der Ruf zum Frieden: „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder“. Wer Macht habe, entscheide sich für den Frieden durch Dialog. Der Ostergruß mündete in die Einladung zur Umkehr und zum Gebet für den Frieden, verbunden mit der Bitte, Streit und Machtstreben zu überwinden und das Leben dem Herrn anzuvertrauen, „der alles neu macht“. ***** kath.net veröffentlicht die Botschaft „Urbi et Orbi“ von Papst Leo XIV. am Ostersonntag 2026 Brüder und Schwestern, Cristus ist auferstanden! Frohe Ostern! Seit Jahrhunderten besingt die Kirche voller Freude das Ereignis, das der Ursprung und das Fundament ihres Glaubens ist: »Des Lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend. Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden. Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen!« (Ostersequenz). Ostern ist ein Sieg: der Sieg des Lebens über den Tod, des Lichts über die Finsternis, der Liebe über den Hass. Ein Sieg, der einen hohen Preis gekostet hat: Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (vgl. Mt 16,16), musste sterben, an einem Kreuz sterben, nachdem er zu Unrecht verurteilt, verspottet und gefoltert worden war und sein ganzes Blut vergossen hatte. Als wahres Opferlamm hat er die Sünde der Welt auf sich genommen (vgl. Joh 1,29; 1 Petr 1,18-19) und so uns alle, und mit uns auch die Schöpfung, von der Herrschaft des Bösen befreit. Aber wie hat Jesus gesiegt? Mit welcher Kraft hat er den alten Widersacher, den Herrscher dieser Welt (vgl. Joh 12,31), ein für alle Mal besiegt? Mit welcher Kraft ist er von den Toten auferstanden, wobei er nicht in sein früheres Leben zurückgekehrt, sondern in das ewige Leben eingetreten ist und so in seinem Leib den Übergang von dieser Welt zum Vater eröffnet hat? Diese Kraft, diese Macht ist Gott selbst, die Liebe, die erschafft und Leben schenkt, die Liebe, die bis zum Ende treu bleibt, die Liebe, die vergibt und erlöst. Christus, unser „Sieger und König“, hat mit vertrauensvoller Hingabe an den Willen des Vaters, an seinen Heilsplan, seinen Kampf geführt und gewonnen (vgl. Mt 26,42). So ist er bis zum Ende den Weg des Dialogs gegangen, nicht in Worten, sondern in Taten: Um uns Verlorene zu finden, ist er Mensch geworden; um uns Sklaven zu befreien, hat er sich zum Sklaven gemacht; um uns Sterblichen das Leben zu schenken, hat er sich am Kreuz töten lassen. Die Kraft, mit der Christus auferstanden ist, ist vollkommen gewaltfrei. Sie gleicht der Kraft eines Weizenkorns, das, nachdem es in die Erde fällt und stirbt, wächst, sich einen Weg durch die Schollen bahnt, keimt und zu einer goldenen Ähre wird. Noch mehr gleicht sie der Kraft eines menschlichen Herzens, das nach einer Kränkung seinem Racheinstinkt nicht folgt und voll Erbarmen für den betet, der es verletzt hat. Brüder und Schwestern, dies ist die wahre Kraft, die der Menschheit Frieden bringt, denn sie sorgt für respektvolle Beziehungen auf allen Ebenen: zwischen den Menschen, den Familien, den sozialen Gruppen und den Nationen. Sie zielt nicht auf Partikularinteressen ab, sondern auf das Gemeinwohl; sie will nicht ihren eigenen Plan aufzwingen, sondern dazu beitragen, ihn gemeinsam mit anderen zu entwerfen und zu verwirklichen. Ja, die Auferstehung Christi ist der Beginn der neuen Menschheit, sie ist das Tor zum wahren gelobten Land, wo Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden herrschen, wo alle sich als Brüder und Schwestern anerkennen, als Kinder desselben Vaters, der Liebe, Leben und Licht ist. Brüder und Schwestern, durch seine Auferstehung führt uns der Herr noch eindringlicher das Drama unserer Freiheit vor Augen. Vor dem leeren Grab können wir uns wie die Jünger von Hoffnung und Staunen erfüllen lassen oder wie die Wachen und die Pharisäer von Furcht, die gezwungen waren, zu Lügen und Täuschungen zu greifen, nur um nicht anerkennen zu müssen, dass derjenige, der verurteilt worden war, wirklich auferstanden ist (vgl. Mt 28,11-15)! Lassen wir uns im Licht des Osterereignisses von Christus überraschen! Lassen wir unser Herz von seiner unermesslichen Liebe zu uns verwandeln! Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog! Nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen! Wir sind gerade dabei, uns an die Gewalt zu gewöhnen, wir finden uns damit ab und werden gleichgültig. Gleichgültig gegenüber dem Tod Tausender Menschen. Gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, welche die Konflikte nach sich ziehen. Gleichgültig gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir doch alle spüren. Es gibt eine immer ausgeprägtere „Globalisierung der Gleichgültigkeit“, um einen Ausdruck zu verwenden, den Papst Franziskus gern verwendet hat, der vor einem Jahr von dieser Loggia aus seine letzten Worte an die Welt richtete und sagte: »Wie viel Todeswillen sehen wir jeden Tag in den vielen Konflikten in verschiedenen Teilen der Welt!« (Botschaft Urbi et orbi, 20. April 2025). Das Kreuz Christi erinnert uns stets an das Leid und den Schmerz, die mit dem Tod einhergehen, und an die Qualen, die er mit sich bringt. Wir alle fürchten uns vor dem Tod, und aus Angst wenden wir uns ab; wir ziehen es vor, nicht hinzuschauen. Wir dürfen nicht länger gleichgültig bleiben! Und wir dürfen uns nicht mit dem Bösen abfinden! Der heilige Augustinus lehrt: »Wenn du Angst vor dem Tod hast, liebe die Auferstehung!« (Sermo 124, 4). Lasst auch uns die Auferstehung lieben: Sie erinnert uns daran, dass das Böse nicht das letzte Wort hat, denn es wurde vom Auferstandenen besiegt. Er ist durch den Tod hindurchgegangen, um uns Leben und Frieden zu schenken: »Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch« (Joh 14,27). Der Friede, den Jesus uns schenkt, beschränkt sich nicht darauf, die Waffen zum Schweigen zu bringen, sondern berührt und verwandelt das Herz eines jeden von uns. Bekehren wir uns zum Frieden Christi! Lassen wir den Ruf nach Frieden erklingen, der aus dem Herzen kommt! Dazu lade ich alle ein, gemeinsam mit mir an der Gebetsvigil für den Frieden teilzunehmen, die wir am kommenden Samstag, dem 11. April, hier auf dem Petersplatz feiern werden. Lassen wir am heutigen Festtag alle Streitlust, jeden Wunsch nach Dominanz und Macht hinter uns und bitten wir den Herrn, er möge der Welt seinen Frieden schenken – einer Welt, die von Kriegen heimgesucht und von Hass und Gleichgültigkeit gezeichnet ist, die uns dem Bösen gegenüber machtlos erscheinen lassen. Dem Herrn empfehlen wir alle Herzen, die leiden und auf den wahren Frieden warten, den nur er geben kann. Vertrauen wir uns ihm an und öffnen wir ihm unser Herz! Nur er macht alles neu (vgl. Offb 21,5)! Frohe Ostern!
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