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Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung

31. März 2026 in Prolife, 5 Lesermeinungen
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Wahres Christentum sei vor allem Nächstenliebe, Gerechtigkeit für Arme und Schutz vor staatlichen Übergriffen. Abtreibungsverbote bewirken das Gegenteil, meint James Talarico.


Austin (kath.net/LifeNews/jg)
Der texanische Politiker James Talarico, der kürzlich die Vorwahl der Demokratischen Partei für die US-Senatswahl gewonnen hat, sorgt mit einer ungewöhnlichen Argumentation für Aufsehen: Er vertritt die Ansicht, dass die Bibel ein „Recht auf Abtreibung“ stützt.

Talarico, der in einer presbyterianischen Gemeinde aufgewachsen ist und sich als gläubiger Christ bezeichnet, hat in Predigten, Interviews und öffentlichen Auftritten wiederholt versucht, seine progressive Haltung zu Abtreibung mit biblischen Bezügen zu untermauern. Besonders bekannt wurde ein Ausschnitt aus einem Gespräch im Joe-Rogan-Podcast, in dem er die Geschichte der Verkündigung an Maria durch den Erzengel Gabriel als Beleg für die Notwendigkeit von Einwilligung interpretiert.

Die zentrale These Talaricos: Die Bibel erwähne Abtreibung nirgends explizit und Jesus habe sich nie direkt dazu geäußert.


Die Erzählung von Maria zeige, dass selbst die göttliche Schöpfung auf Zustimmung beruhe: Der Engel habe Maria gefragt, ob sie bereit sei, Jesus zu gebären. Talarico sieht darin eine Bestätigung, dass jede Schwangerschaft und Schöpfung „mit Einwilligung“ erfolgen müsse – eine Interpretation, die er auf das Recht von Frauen auf Abtreibung überträgt.

Nach der Aufhebung des Urteils „Roe v. Wade“ durch den Obersten Gerichtshof der USA im Sommer 2022 predigte er, dass Frauen durch restriktive Gesetze zu „Bürgern zweiter Klasse“ gemacht würden: „Jede unserer Nachbarinnen mit einer Gebärmutter wurde zum Eigentum des Staates. Und nichts, nichts ist unchristlicher als das.“

Er zitiert außerdem ein Wort seiner Mutter: „Frauen werden nie frei sein, bis sie sich selbst gehören.“ Diese Aussage stellt er bewusst gegen biblische Passagen wie 1. Korinther 6,19–20 („Euer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes … ihr gehört nicht euch selbst“), die er jedoch anders gewichtet.

Talarico nutzt seine theologische Bildung (er hat unter anderem ein presbyterianisches Seminar besucht) bewusst, um sich von der in den USA weit verbreiteten Verbindung von Christentum und Lebensschutz abzugrenzen. Er kritisiert „christlichen Nationalismus“ und konservative Kräfte, die Religion seiner Ansicht nach missbrauchen, um Frauenrechte einzuschränken.

Wahres Christentum sei vor allem Nächstenliebe, Gerechtigkeit für Arme und Schutz vor staatlichen Übergriffen. Abtreibungsverbote bewirken nach seiner Ansicht das Gegenteil.

Ashlynn Lemos von der Lebensschutzorganisation Texas Right to Life stellt in ihrem Artikel auf LifeNews.com vom 4. März 2026 diese Position scharf infrage und kontrastiert sie mit klassischen Bibelstellen, die den Beginn des Lebens eines von Gott geschaffenen Menschen im Mutterleib betonen (z. B. Psalm 139, Jeremia 1,5). Marias Antwort an den Engel sei ein Ausdruck von Vertrauen und Gehorsam gegenüber dem Plan Gottes gewesen und keine Diskussion über „persönliche Autonomie“, schreibt sie. Talaricos Auslegung der Bibel sei selektiv und im Widerspruch zur traditionellen christlichen Lebensethik, schreibt Lemos. Viele konservative und evangelikale Stimmen in den USA sehen in seinen Aussagen eine Verzerrung der Schrift.

 


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Lesermeinungen

 Dornenbusch 31. März 2026 
 

Was nicht passt wurd passend gemacht. Nachdenksmiley


0
 
 Versusdeum 31. März 2026 
 

Die Argumentation ist absurd,

denn das "Ja" Mariens kam ja vor (!) der Empfängnis. Wie kann man das nur so verdrehen. Erinnert mich an die "Theologin", der die Moderatorin sagte, Jesus habe doch Frauen unter seinen Jüngern gehabt. Anstatt klarzustellen, dass die Auswahl der Apostel durch Jesus das Priestertum begründet hat, pflichtete sie ihr bei. So etwa ist nicht mehr mit einem Versehen erklärbar.


3
 
 Jothekieker 31. März 2026 
 

Eine andere Welt

In der Welt solcher Politiker spielt die Wahrheit keine Rolle.


3
 
 Rolando 31. März 2026 
 

Eigenmächtige Bibelauslegung

Das kommt alles von der eigenmächtigen Bibelauslegung, des Ignorierens von der Lehre der kath. Kirche, 2Petr 1,20, 2Petr 3,16,
1Tim 4,16, Spr 29,18.


2
 
 girsberg74 31. März 2026 
 

Interessante Argumentation,

sie wird aber höheren Ansprüchen an Unterscheidung und Logik nicht gerecht.


2
 

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