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Keine Einladung? Oder eher Schwierigkeiten mit Reiseerlaubnissen vom Staat?

14. Jänner 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Nicaragua: Kardinal Leopoldo Brenes behauptete, er sei nicht zum Konsistorium eingeladen worden – Quellen aus seinem Umfeld sagen allerdings: „Wahrscheinlicher ist, dass er eingeladen wurde, ihm aber vom Regime die Ausreise verweigert wurde.“


Managua (kath.net) Kardinal Leopoldo Brenes, Erzbischof von Managua, hatte nach einer Messe in der nicaraguanischen Hauptstadt in einem Fernsehinterview erklärt, er werde nicht am Konsistorium am 7. und 8. Januar in Rom teilnehmen, da er keine Einladung erhalten habe. „Ich habe meine E-Mails, WhatsApp und die Mitteilungen des Kardinalskollegiums regelmäßig überprüft“, behauptete er, wie die US-amerikanische Website „The Pillar“ berichtete. 

Allerdings regen sich Zweifel an dieser Darstellung. Quellen aus dem Umfeld der nicaraguanischen Bischofskonferenz teilten „The Pillar“ jedoch mit, es sei unwahrscheinlich, dass Brenes nicht zum Konsistorium eingeladen worden sei. Ein nicaraguanischer Priester sagte: „Wahrscheinlicher ist, dass er eingeladen wurde, ihm aber vom Regime die Ausreise verweigert wurde. Er wird dies jedoch nicht in den staatlich kontrollierten Medien erwähnen.“ Eine weitere Quelle aus dem Umfeld der Bischofskonferenz gab an, Brenes sei aus Angst vor dem Ortega-Regime in seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt, insbesondere nachdem vier andere nicaraguanische Bischöfe – darunter sein Weihbischof Silvio Báez – bereits ins Exil gezwungen worden sind. Deshalb habe er auch bereits die Treffen von länderübergreifenden Bischofskonferenzentreffen versäumt. 


Das Ortega-Regime habe bereits über 20 % der Geistlichen ins Exil getrieben. Im März 2023 hatte drei aktuelle und ehemalige Seminaristen aus Managua einen Brief veröffentlicht, in dem sie Brenes dafür kritisierten, dem Regime angeblich ermöglicht zu haben, das Priesterseminar und die Diözese zu infiltrieren, um die politisch aktivsten Priester und Seminaristen der Regierung zu melden. Die Verfasser warfen dem Priesterseminar vor, dass es trotz einer Kultur des Schweigens im Seminar „Seminaristen mit Sympathien für die Sandinistische Front“ gebe, die „unsere Aktivitäten“ den politischen Behörden meldeten – was den Anschein erweckte, als würden die Seminarleiter die Anwesenheit von Regierungsspitzeln nicht thematisieren.

Nachdem dieser Brief veröffentlicht worden war, hatte ein ausländischer Priester und langjähriger Missionar in Nicaragua gegenüber „The Pillar“ erläutert: „Die Kirche hat in Nicaragua zwei Gesichter: das von Bischof Álvarez [siehe Link], der die Katholiken prophetisch mobilisieren kann, und das der nicaraguanischen Bischofskonferenz, insbesondere des Kardinals [Brenes].“
Archivfoto Kardinal Brenes (c) Erzdiözese Managua/YouTube


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Lesermeinungen

 elmar69 15. Jänner 2026 
 

@H.v.KK

Vielleicht hatte er Besuch von jemandem, der Ihn überzeugte, dass er nicht hinreisen wird und dass es seiner Gesundheit abträglich sei die wahren Gründe zu offenbaren.


0
 
 H.v.KK 14. Jänner 2026 
 

H.v.KK

Ich kann mir einfach nicht vorstellen,daß der Kardinal lügt! Es kann auch absolut kein Problem sein,zu eruieren,ob eine Einladung ergangen ist oder nicht!


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