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| ![]() Bischof Varden in Predigt: „Christliche Bekehrung ist der Weg von der Verwirrung zur Klarheit“vor 14 Stunden in Spirituelles, 1 Lesermeinung „Gott weist uns den Weg, indem er uns einlädt, seinen Geboten zu folgen. Er stellt uns Feuer und Wasser, Leben und Tod vor Augen. Er bittet uns, zu wählen, was uns segnen wird. Doch er zwingt uns nicht.“ Tromsø (kath.net/pl) „Das Evangelium, das wir gehört haben, ist reichhaltig. Es handelt von Beziehungen, Versöhnung, Liturgie, Ehe, Sehnsucht und Versprechen. Wir fühlen uns nach dem Hören vielleicht etwas verunsichert. Wir betrachten den Glauben als Quelle des Trostes und des Friedens. Uns wird hier eine Liste von Verpflichtungen vorgelegt. Sie sind ziemlich streng. Wir werden daran erinnert, dass Worte und Taten Konsequenzen haben. Es gibt Dinge, die wir sagen und tun könnten, für die wir uns in der Hölle verantworten müssten. Der sanfte Christus ist nicht immer sanft.“ Das stellte Bischof Erik Varden, der Prälat der Territorialprälatur Trondheim/Norwegen und der Apostolische Administrator von Tromsø, am vergangenen Sonntag in seiner Predigt fest. Er predigt in der Liebfrauen-Kathedrale in Tromsø über das Evangelium Matthäus 5,17–37: „Eure Rede sei: Ja ja, nein nein“. Varden ist Trappistenmönch, Konvertit aus dem lutherischen Christentum und Vorsitzender der Nordischen Bischofskonferenz. Von Papst Leo XIV. wurde Varden zum Leiter der Fastenexerzitien für den Papst und die Kurie des Vatikans berufen, die vom 22. bis 27. Februar 2026 stattfinden werden. Die Predigt findet sich auf der Website der Personalprälatur Tromsø. Bischof Varden weist darauf hin: „Wir sehen, wie manche, die ihn persönlich hörten, sagten: ‚Das ist eine harte Rede; wer kann sie ertragen?‘ Wir sehen, wie manche, die in ihren Ansichten Bestätigung suchten, ‚sich zurückzogen und nicht mehr mit ihm gingen‘, als sie erkannten, was es wirklich bedeutet, ein Jünger Jesu zu sein (vgl. Joh 6,60–66).“ Daher müsste man sich fragen: „Wie steht es mit mir? Werde ich Christ nach den Maßstäben des Evangeliums sein, oder habe ich meine eigenen festgelegt und reagiere verärgert, wenn diese infrage gestellt werden und ich mich an einem höheren Maßstab messen lassen muss?“ Mit Bezug auf das, „was unser Herr über die Opfergaben am Altar sagt“, stellt der norwegische Bischof fest, dass dies „eine Bemerkung zur liturgischen Praxis“ sei, die viele interessiere. „Es ist wichtig, die Liturgie würdig und gut zu feiern. Wenn wir glauben, dass Gott Gott ist, müssen wir ihn mit Verstand und Schönheit anbeten, konzentriert auf das Wesentliche. Wir dürfen nicht herumexperimentieren und improvisieren. Gleichzeitig können wir, wenn wir an Gott glauben, nicht so tun, als würde ihn eine makellose Choreografie beeindrucken, wenn die Absichten unseres Herzens finster sind. Er ist, wie wir im Buch Sirach lesen, ‚allsehend‘. Deshalb: Wenn ich vor dem Altar stehe, auf dem Weg zur Versöhnung mit Gott, und merke, dass ich mit einem anderen Menschen unversöhnt bin, kann ich die eine Beziehung nicht von der anderen trennen. Wie kann ich beten: ‚Herr, vergib mir!‘, wenn ich in meinem Herzen über andere denke: ‚Zur Hölle mit ihnen!‘?“ Unser Herr wisse, wie schwer Vergebung sein könne, erläutert Varden. „Er weiß, dass es manchmal schmerzt, Mensch zu sein. Wir können einander schrecklich verletzen. Eine Wunde kann tief sitzen; sie kann uns lähmen; sie kann uns wie tot fühlen lassen. Aber das Evangelium verkündet gerade die Möglichkeit, dass die Toten auferstehen, die Lahmen wieder gehen können und Wunden heilen.“ Doch „Gott kann unser Leben erneuern. Er kann unsere Wirklichkeit neu erschaffen. Er kann Licht in die Dunkelheit bringen. Damit dies geschehen kann, müssen wir ihn frei wirken lassen. Unser ‚Amen‘ zu Gottes Sühnewerk, das uns im Leib und Blut Christi zuteilwurde, muss ein aufrichtiges ‚Amen‘ sein, ein ‚Ja‘ von ganzem Herzen“, erinnert Varden eindrücklich. Dies führe „uns zum Kern des heutigen Evangeliums, das alle wichtigen Punkte zusammenfasst: ‚Sagt Ja, wenn ihr Ja meint, Nein, wenn ihr Nein meint. Alles darüber hinaus‘ – bedenkt, ‚es ist der Herr, der spricht‘, ‚kommt vom Bösen‘.“ Varden verweist auf das Vaterunser, dort „beten wir: ‚Erlöse uns von dem Bösen‘. Das Gebet bezieht sich auf das metaphysische und auch auf das persönliche Böse. Es bezieht sich auch auf das Böse, das in meinem Herzen verborgen ist. Auf Grundlage dessen, was uns heute gelehrt wird, lautet eine Dimension des Gebets: ‚Befreie uns von der Zweideutigkeit‘. Diese Auslegung deckt sich mit dem Gebet des Priesters nach dem Vaterunser in der Messe, wenn er Gott anfleht, uns von der Sünde und aller Verwirrung zu befreien, ‚a peccato et ab omni perturbatione‘. Christliche Bekehrung ist der Weg von der Verwirrung zur Klarheit, von der Illusion zur Wahrheit, vom Eintauchen in Nebel zu einem strahlenden Leben unter blauem Himmel, erleuchtet von der Sonne der Gerechtigkeit.“ Gott weise „uns den Weg, indem er uns einlädt, seinen Geboten zu folgen“, so Varden. Gott stelle „uns Feuer und Wasser, Leben und Tod vor Augen. Er bittet uns, zu wählen, was uns segnen wird. Doch er zwingt uns nicht. Mit mütterlicher Weisheit lässt die Kirche das heutige Evangelium mit einer Passage aus dem Buch Jesus Sirach, einem späten Buch des Alten Testaments, einleiten. Es fasst die Lehren der Patriarchen und Propheten in prägnanten Aphorismen zusammen. Wir lesen: ‚Wenn ihr wollt, könnt ihr seine Gebote halten.‘ Treue liegt innerhalb deiner Kräfte.“ „Zu allen Zeiten neigten die Menschen dazu, sich für vorbestimmt zu halten. In der Antike glaubten viele, vom Schicksal oder den Sternen bestimmt zu sein. Totalitäre Regime lassen uns glauben, wir seien vom Staat oder vom Großen Bruder bestimmt. Heutzutage denken viele, sie seien durch ihre Erfahrungen – oder deren Fehlen – oder durch ihre psychische Verfassung bestimmt.“ Doch stelle die Heilige Schrift „solche Annahmen infrage. Sie sagt uns: ‚Nein, du bist niemandes Gefangener. Du bist frei. Nutze deine Freiheit!‘“ Denn Umstände mögen zwar „prägen. Jeder von uns trägt schwere Lasten mit sich herum. Doch was uns prägt, bestimmt nicht unser Leben. Wenn wir wollen, können wir den Herrn in unserem Leben wirken lassen, denn sein gnädiger Wille geht unserem voraus. Wenn wir wollen, können wir aus der Gefangenschaft befreit, von Krankheit und Sünde geheilt und von den Toten auferweckt werden.“ Diese Perspektive eröffne „uns die Kirche an diesem letzten Sonntag vor Aschermittwoch. Lasst uns Freiheit und Leben wählen. Lasst uns das Richtige und Gute tun. Im Namen Christi!“
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