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Die Stunde der Heuchler

vor 10 Stunden in Kommentar, 5 Lesermeinungen
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Ein Toter in den USA ist für deutschsprachige Medien und nicht wenige Menschen offensichtlich spannender als tausende Tote im Iran oder in der Ukraine - Ein Kommentar von Roland Noé


Washington D.C. (kath.net/rn) Es ist die Stunde der Heuchler. Während im Iran täglich Menschen exekutiert werden und noch immer die Leichenberge nicht weggeräumt sind und in der Ukraine fast Tag und Nacht Menschen durch Bomben ermordet werden oder den Erfrierungstod sterben, weil tagelang bei -20 Grad keine Heizungen mehr vorhanden sind, möchte uns eine Medienwelt wieder einmal ein scheinbares Verbrechen von Trump als „größtes Verbrechen“ der Menschheit vorführen. So tragisch der Fall ist: So etwas gab es in den USA – und nicht nur dort – immer wieder. Man sollte sich hier an Barack Obama erinnern. Unter seiner Zeit gab es mit über drei Millionen Abschiebungen eine wahre Rekord-Abschiebungswelle. Doch der „Friedensnobelpreisträger“, der für den Frieden keinen Finger rührte, galt als sakrosankt.

Und es gab auch dutzende Tote bei den Abschiebungen: in den Lagern und dann auch in den Ländern, in denen die Abgeschobenen landeten. Diese interessierten damals niemanden bei uns. Denn "Santo Obama" durfte das. Genauso wenig wie die Toten in den USA – nicht wenige junge Mädchen, die von illegalen Migranten umgebracht wurden –, die niemanden bei uns je groß interessierten. Und ausgerechnet Obama, der Kinder sogar in Käfige einsperren ließ, will jetzt zum Widerstand gegen Trump aufrufen. Was für ein Heuchler vor dem Herrn! Übrigens: Tom Homan, der von Obama einen Orden für die Abschiebungen bekam, leitet nun unter Trump die Abschiebungen. Diese "Personalkontinuität" wäre fast schon amüsant, wenn sie nicht so tragisch wäre.

Auch wenn es unsere Medien nicht berichten werden: Die Mehrheit der US-Bürger ist für Abschiebungen von Illegalen. Ob hier immer alles geordnet abläuft und es nicht auch Übergriffe gab und gibt, ist eine berechtigte Frage. Ich weiß es nicht, es kann natürlich sein. Aber wenn etwas falsch gelaufen ist, dann werden sich in den USA die Gerichte damit beschäftigen und dann wird es Konsequenzen geben. Auch Trump selber kündigte eine Untersuchung an und sprach, dass er traurig über den Tod des Mannes sei. Grundsätzlich sollte man sich hier nicht von einer linken Medienhysterie treiben lassen, die gerade die nächste Sau durchs Dorf jagt. Vor ein paar Tagen war noch "Grönland" das Thema, wo alle hyperventilierten. Diese Woche spricht kein Mensch mehr darüber.  Ein Tipp: Lesen Sie (nicht nur) bei all diesen Zusammenhängen gute und seriöse Zeitung z. B. das „Wall Street Journal“, eine konservative Zeitung, die wirklich fundierte Infos bietet und auch dann Kritik übt, wenn es wirklich angebracht ist – auch gegenüber Trump.


Die USA sind nach wie vor ein Rechtsstaat, auch wenn es unsere hysterischen Medienblätter anders darstellen möchten. Um das Grundproblem zu verstehen: In den USA gibt es einige sehr linke Städte, in denen die Demokraten regelrecht dazu aufrufen, diese Abschiebungen von Illegalen zu verhindern und sich den Beamten entgegenzustellen. Das ist ein Unterschied zu einer normalen Demonstration. Linke Stadtverwaltungen ignorieren im Prinzip das Gewaltmonopol des Staates. Dass daraus ein Konfliktpotenzial entsteht, versteht sich von selbst. Doch schuld ist natürlich nur Trump. Eh klar. Wer so einfach denken will, der denkt leider gar nicht. Einen guten Hintergrund-Bericht zur Thematik gibt es übrigens bei https://apollo-news.net/ein-jahr-ice-unter-trump-eine-bilanz/

Wunderbar klar ist die Antwort des deutsch-israelischen Politologen und Schriftstellers Arye (ARO) Sharuz Shalicar auf X auf eine Entgleisung von Georg Restle von der ARD, der Trump in dem Zusammenhang in plumper Weise „Faschismus“ vorwarf. 

Georg Restle tut täglich einen auf Völkerrechts-Superman. ABER NUR, wenn er gegen die verhassten USA und den verhassten ‚Judenstaat‘ Israel austeilen kann. Dabei hat er in den vergangenen Wochen gerade einmal zweimal kurz etwas Halbherziges zum Massenmord im Iran und NULL zu den Kurden in Syrien gepostet. In beiden Fällen sind es radikale Islamofaschisten, die auf dem Vormarsch sind und alles niedermetzeln, was ihnen im Wege steht. Doch dazu schweigt Restle. NULL Einsatz für Menschen in Not. NULL Verständnis für Minderheiten im Nahen Osten, die um ihr Überleben kämpfen. Massengräber auf den Straßen des Iran, die ihn NULL jucken. Kurdische Frauen, die erniedrigt und versklavt werden, die ihn ganz offensichtlich auch NULL jucken. Was für ein mieser Heuchler.“

„Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt“, sagte Henryk M. Broder bei „WELT TV“ zum Massaker an den Ukrainern durch die Russen. Doch das und auch das Januar-2026-Iran-Massaker interessiert bei uns kaum noch Jemanden. Was interessieren schon zehntausende Tote in einem fernen Land, wenn man sich schön über einen "Trump-Toten" aufregen kann. Weder Barack Obama noch Hillary Clinton noch Greta Thunberg haben im Januar nur ein einziges Mal kraftvoll ihre Stimme für die Opfer des Irans erhoben. Schweigen auch beim deutschen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Sie wissen, das ist der, der 2019 "Herzliche Glückwünsche" an das Mullah-Regime zum Revolutions-Jubiläum übermittelt hatte.

Wie sagte vor ein paar Tagen Johannes Hartl auf X: „Ob Iran, Ukraine oder Gaza: Aus Europa kommen nette Worte, bestenfalls halbherzige Hilfe. Die reale Politik wird von den USA gemacht, wir spielen keine Rolle. Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend.“

P.S.: Ich widme diese Zeilen Mollie Tibbetts (siehe Foto), einer 20-jährigen Studentin der Universität von Iowa. Sie wurde beim Joggen 2018 von einem illegalen Einwanderer brutal erstochen. Und ich widme diese Zeilen auch Kimiya Kamyab (siehe unten). Die 17-jährige wurde im Iran von den Mullahs ermordet. In die Medien bei uns schafften es weder Mollie noch Kimiya.

 

 

 

 


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer vor 3 Stunden 

Ich frage mich immer mehr,

sollten wir nicht immer und überall besser unterscheiden zwischen dem Tatbestand und dem Täter? Ja, wir können und dürfen den Tatbestand nach bestem Wissen und Gewissen beurteilen, gute Taten loben und schlechte verurteilen. Im Urteil über den Täter sollten wir vorsichtig sein, nicht gleich die Hörner auf seinem Kopf wachsen sehen, aber auch nicht gleich jedem einen Heiligenschein aufsetzen. Wir erleben es ja bei uns selbst, wie unstet wir zwischen Heiligkeit und Bosheit hin und her pendeln, wie gut wir oft zu sein vermögen und wie rasch dann der innere Schweinehund wieder durchbricht. Mit einer solchen Haltung würden dann auch unsere Urteile über die Taten Anderer ausgewogener und gerechter. Bitten wir Gott um jene Furcht des Herrn, welche der Anfang aller Weisheit ist.


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 CusanusG vor 7 Stunden 
 

Zweierlei Maß

Als letztes Jahr eine ukrainische Krankenschwester in Chicago in der U-BAhn von einem Gewaltverbrecher bestalisch vor Augen der Webcam mit dem Messer hingemetzelt wurde und kein einziger der Anwesenden im Zug auch nur einen Finger rührte, gab es keinen medialen Aufschrei.

Der Mann war zig-fach vorbestraft, hätte im Gefängnis sitzen müssen, wurde von demokratischen Richtern immer wieder auf freien Fuß gesetzt und war schwarz.

Es war einer der GRünde, warum TRump die Verbrechensbekämpfung in Großstädten forciert hat. Reaktion der demokratischen Politiker: Wir brauchen keine militärische Gewalt.

Seit Trumps Interventionen sind die Mordzahlen um 20% gesunken. Aber das zählt medial nicht.

In Minnesota sind zugtausende Betrugsfälle (Sozialbetrug im Bereich von Mrd $) aufgedeckt worden bzw. werden ermittelt. Der Aufstand gegen ICE ist organisert von linken Netzwerkern, die davon ablenken wollen.

Dennoch ist Perrys Tod nicht zu entschuldigen. Das war unverhältnismäßige ICE-Gewalt.


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 modernchrist vor 8 Stunden 
 

Bei uns gibt es Millionen von Bundestrainern in Pantoffeln auf

dem Sofa; ebenso Abermillionen von Sofort-Moralisten, Superpolitikern und USA-Besserwissern, aber auch Wegsehern und Heuchlern in warmen Pantoffeln vor dem Fernseher. Das ist die Seitenlinie, auf der sich die meisten Leute je nach Gusto aufhalten. Sich selber ja nicht dreckig machen, Nickmännchen spielen beim Augenaufschlag der TV-Damen und der obligaten - "hab ich doch gleich gesagt" - USA-Hetze. Gute Politik fordern, sich selber aber nicht politisch engagieren. Der deutsche Michel liebt seine Zipfelmütze und meint, darunter ist er helle.....


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 Gandalf vor 9 Stunden 

@Bilbo B

So ist es. Aber unabhängig davon: Möglicherweise war der Mann trotzdem auch ein unschuldiges Opfer, ich kann das nicht beurteilen. Das mögen die Leute vor Ort beurteilen. Und wenn der Einsatzbeamte hier einen Fehler gemacht hat, dann wird er sich dafür auch rechtfertigen müssen.


2
 
 Bilbo B. vor 9 Stunden 
 

Prettys Bewaffnung

Charlie Kirk wurde wehrlos bei einer Rede niedergeschossen; Alex Pretty war bewaffnet und gab seine Waffe beim Gerangel mit den Beamten auch nicht ab.


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