Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Chanukka & Weihnachten: Christen und Juden betonen Gemeinsamkeiten

14. Dezember 2025 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Feiertagsbotschaft des Koordinierungsausschusses: Orientierung und Hoffnung sowie gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung inmitten wachsender Unsicherheiten stärken


Wien (kath.net/KAP) Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit hat am Dienstag seine gemeinsame Feiertagsbotschaft zu Chanukka 5786 und Weihnachten 2025 veröffentlicht. Die Erklärung hebt die gemeinsame Verantwortung beider religiöser Traditionen in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen hervor und betont die Bedeutung eines verlässlichen jüdisch-christlichen Dialogs.

Im Mittelpunkt des Grußworts steht der Aufruf, angesichts wachsender Unsicherheiten Orientierung und Hoffnung zu stärken. Die Feiertage erinnerten an grundlegende Werte, die beide Traditionen miteinander teilten. "Chanukka erinnert an die Wiederweihe des Tempels und an den Einsatz für religiöse Freiheit", heißt es in der Erklärung. Die Lichter der Chanukkia stünden für "Beharrlichkeit, Hoffnung und die Erfahrung, dass selbst kleine Mittel eine große Wirkung entfalten können".


Weihnachten verweise darauf, "dass Licht in die Welt kommt, Orientierung schenkt und den Blick auf das richtet, was Menschen miteinander verbindet". Beide Feste brächten eigenständige Botschaften ein, stünden aber "gleichwertig nebeneinander" und verwiesen auf die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung von Christinnen, Christen, Jüdinnen und Juden.

Gegen Antisemitismus und Ausgrenzung

Die Erklärung nennt gesellschaftlichen Zusammenhalt, den Einsatz für Frieden sowie den klaren Widerspruch gegen Antisemitismus und jede Form von Ausgrenzung als zentrale Aufgaben der Gegenwart. 2025 fordere dazu auf, dieser Verantwortung "bewusst und entschlossen zu begegnen". Das bestehende soziale und politische Klima mache diese Anliegen "dringlicher denn je".

Besonderen Stellenwert misst der Koordinierungsausschuss dem jüdisch-christlichen Dialog bei. Dieser sei ein langfristiger Prozess, der nicht von selbst entstehe, sondern "Begegnung, verlässliche Zusammenarbeit und gegenseitige Achtung" voraussetze. Die Pflege dieser Beziehungen bleibe "auch in Zukunft zentral". Der Ausschuss verweist darauf, dass Dialog ein wesentliches Instrument sei, um Spannungen abzubauen und Respekt in einer vielfältigen Gesellschaft zu sichern.

Abschließend unterstreicht das Grußwort die symbolische Kraft der beiden Feste. "Mögen die Lichter von Chanukka Orientierung schenken und die weihnachtliche Botschaft Zuversicht stärken", heißt es. Beide Feste erinnerten daran, "Wege des Friedens offenzuhalten". Der Koordinierungsausschuss schließt die Botschaft mit den Worten: "Chanukka sameach und gesegnete Weihnachten."

Gedenken an Tempel-Wiederweihe

Chanukka, das achttägige jüdische Lichterfest, beginnt heuer am Abend des 15. Dezember und endet am 22. Dezember. Gefeiert wird es zum Gedenken an die Wiederweihe des Jerusalemer Tempels im 2. Jahrhundert v. Chr. sowie an das Wunder, dass ein winziger Rest geweihten Öls acht Tage lang brannte. Zentral ist das tägliche Entzünden der Chanukkia, eines achtarmigen Leuchters mit zusätzlicher Dienerkerze. (Infos: https://christenundjuden.org)

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ut_unum_sint 14. Dezember 2025 
 

Sydney

…umso trauriger und bestürzender, was heute in Sydney geschehen ist.

Benedikt XVI. nannte die Juden unsere „Brüder im Glauben“.

Solidarität ist gefragt. Daher ganz besonderen Dank für diesen wichtigen Beitrag!


5
 
 Fink 14. Dezember 2025 
 

Es gibt Gemeinsamkeiten, es gibt (entscheidende ) Unterschiede

"Niemand kommt zum Vater außer durch mich" - Jesus, der Messias, der Christus, der Sohn des Vaters, an diesem Bekenntnis kommen wir Christen nicht vorbei.
Trotzdem, wir müssen uns für ein geschwisterliches Verhältnis zu den Juden, und gegen jegliche Judenfeindschaft einsetzten !

de.wikipedia.org/wiki/Makkab%C3%A4erb%C3%BCcher


2
 
 naiverkatholik 14. Dezember 2025 
 

Bekenntnisscheu

Gemeinsame Botschaft ist gute Sache, zumal Solidarität mit Juden und mit Israel schwach ist. Was mir nicht gefällt ist, dass auch im Nizäajahr das christliche Weihnachts-Bekenntnis von Christus als "Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott" wie fast immer in interreligiösen Texten öffentlich nicht ausgesprochen wird. Es bleibt beim allgemeinen symbolischen Licht. Christen sind höflich und etwas bekenntnisscheu.


3
 
 Wirt1929 14. Dezember 2025 
 

Gesegnetes Chanukka-Fest

wünsche ich unseren älteren Brüdern und Schwestern im Glauben an unseren gemeinsamen Gott. Wünsche auch Ihnen und allen einen besinnlichen 3. Advent. Shalom und Gaudete, der Herr ist nah.


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Judentum

  1. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  2. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  3. 'Am Vorabend der Reichspogromnacht...'
  4. Kritische Anfrage des israelischen Oberrabbinats an Papst Franziskus
  5. Israelischer Botschafter in Polen äußert sich sehr wertschätzend über Papst Johannes Paul II.
  6. Schönborn: Christen dürfen nie das den Juden angetane Leid vergessen
  7. 'Wir sagen euch Deutschen: Seid gesegnet! Kommt zum Leben'
  8. „Heute habe ich erlebt, was es bedeutet, Jude zu sein im Jahr 2019“
  9. Papst besorgt über ‘barbarische’ Zunahme von Angriffen auf Juden
  10. Das europäische Abendland steht auf jüdisch-christlichem Boden







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz