Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  8. Menschenrecht auf Abtreibung?
  9. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. So fühlt sich Nachhausekommen an
  12. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  13. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

Kardinal Duka gestorben - Requiem am 15. November im Veitsdom

5. November 2025 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Amtierender Prager Erzbischof Graubner: Der Kardinal habe den Charakter eines Kämpfers gehabt und manchmal auch für Aufruhr gesorgt. "Ich denke, es ist gut, wenn wir für Dinge einstehen können..." - VIDEO


Prag (kath.net/KAP/red) Der emeritierte Prager Erzbischof Kardinal Dominik Duka ist am Dienstag mt 82 Jahren verstorben. Das teilte die Erzdiözese Prag mitteilte, der er von 2010 bis 2022 vorgestanden war. Der Kardinal kämpfte bereits in den vergangenen Wochen mit schweren gesundheitlichen Problemen. 

Bereits seit Dienstagmittag liegt im Erzbischöflichen Palais auf dem Hradschin in Prag ein Kondolenzbuch aus. Als erster trug sich der amtierende Erzbischof Jan Graubner ein. Er habe noch am Samstag mit dem kurz zuvor aus dem Spital entlassenen Kardinal telefoniert, berichtete Graubner vor Medienvertretern. "Er war zu Hause und fast wieder in voller Kraft, mit neuer Lebenslust. Wir besprachen, was als Nächstes vorbereitet werden sollte." Bald darauf habe sich der gesundheitliche Zustand Dukas rasch wieder verschlechtert. Bei seinem Besuch im Krankenhaus am Montag habe sich Duka bereits im künstlichen Tiefschlaf befunden.

Das Requiem und die Beisetzung von Kardinal Duka werden am 15. November um 11 Uhr im Veitsdom stattfinden, gab die Erzdiözese Prag am Dienstag bekannt. Zuvor wird der verstorbene Kardinal von 13. bis 14. November in der Allerheiligenkapelle auf dem Areal der Prager Burg aufgebahrt, damit die Gläubigen von ihm Abschied nehmen können.


Erzbischof Graubner würdigte die jahrelangen Bemühungen seines Vorgängers auf dem Prager Bischofsstuhl um den Wiederaufbau der Staat-Kirche-Beziehungen in Tschechien nach der kommunistischen Zeit und sagte, er sei Gott dankbar für das, was er im Land durch Kardinal Duka getan habe. Der Kardinal habe den Charakter eines Kämpfers gehabt und manchmal auch für Aufruhr gesorgt, bemerkte der Erzbischof laut Nachrichtenagentur CTK. "Ich denke, es ist gut, wenn wir für Dinge einstehen können, auch auf die Gefahr hin, dass wir manchmal Fehler machen, dass es nicht klappt und wir danebenliegen", sagte er.

Kirche und Gesellschaft in Tschechien verlören mit dem Tod von Kardinal Duka eine wichtige Persönlichkeit, erklärte der Bischofskonferenz-Vorsitzende Josef Nuzik und würdigte den "außerordentlich weiten Blick" des verstorbenen emeritierten Erzbischofs von Prag. "Während der kommunistischen Diktatur erfuhr er Verfolgung und Haft wegen seines Glaubens, und diese Erfahrung prägte ihn als einen eifrigen und sogar kämpferischen Geistlichen, der mutig für die Wahrheit einstand, aber gleichzeitig ein gutes und freundliches Herz besaß", sagte der Erzbischof von Olmütz (Olomouc).

Auch die tschechische Staatsspitze kondolierte. Kardinal Duka habe Kirche und Gesellschaft "nachhaltig geprägt", erklärte Staatspräsident Petr Pavel und verwies auf Dukas Ablehnung des Totalitarismus und seinen Beitrag zur Erneuerung der Kirche nach 1989. Der designierte Regierungschef Andrej Babis würdigte Duka als eine große Persönlichkeit und als "Mann mit festem Glauben, der lange Jahre das geistliche und gesellschaftliche Leben unseres Landes mitgestaltet hat". Er habe ihn sehr geschätzt und gerne seiner freundlichen Stimme zugehört, schrieb Babis, bereits 2017 bis 2021 Ministerpräsident, auf der Plattform X. Der scheidende Regierungschef Petr Fiala unterstrich, er schätze Dukas Mut in der Zeit der Diktatur und "seine wichtige Rolle bei der Wiederherstellung der Kirche in einer demokratischen Gesellschaft".

Als einen "Verfechter des Glaubens, des Dialogs und der Hoffnung" und "Brücke zwischen den Kirchen", würdigte der Ökumenische Rat der Kirchen in Tschechien den verstorbenen Kardinal. Duka habe an zahlreichen ökumenischen Gottesdiensten teilgenommen und die gemeinsame Seelsorge der christlichen Kirchen in der tschechischen Armee, in Gefängnissen und im Gesundheitswesen unterstützt. Auch der Verband der Jüdischen Gemeinden sprach "tief empfundenes" Beileid aus. Duka werde als "herausragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens und Zeuge des Glaubens in Zeiten des Totalitarismus in Erinnerung bleiben".

Weitere kath.net-Artikel zu Kardinal Duka: siehe Link.

Kurzbeitrag von "Rome Reports" aus dem Jahr 2023 anlässlich des 80. Geburtstages von Kardinal Duka:

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tschechien

  1. Zehntausende bei tschechischer Nationalwallfahrt in Velehrad
  2. Prager Ordensfrauen verwandeln verfallenes Bauernhaus in Kloster
  3. Kirche will bekannten Heinrichsturm im Zentrum Prags verkaufen
  4. Jan Graubner wird neuer Erzbischof von Prag
  5. Unwetter in Tschechien: Bischof von Brünn besuchte Katastrophenregion
  6. Graubner neuer Vorsitzender der Tschechischen Bischofskonferenz
  7. Tschechien: Öffentliche Gottesdienste ab Ende April!

Kardinäle

  1. Papst Leo eröffnet das Konsistorium: „Einheit zieht an, Spaltung zerstreut“
  2. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  3. Papst Leo empfängt chinakritischen Kardinal Zen aus Hongkong
  4. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  5. Wenn der Papst die Kardinäle ruft
  6. Papst Leo würdigt Duka: "im Glauben gestählter und unerschrockener Verkünder des Evangeliums"
  7. US-Kardinal Burke verurteilt gefälschte Videos mit angeblicher Papstkritik






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  9. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Ein Frühstück für den Verleugner
  14. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz