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Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere

13. April 2026 in Prolife, 1 Lesermeinung
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"Marsch für das Leben" weist auf Schwangerschaftsabbrüche infolge wirtschaftlicher Notlagen - Messfeier im Veitsdom war ausdrücklich "den schwangeren Frauen in schwierigen Lebenssituationen" gewidmet - Auch in Tschechien sinken die Geburtenzahlen


Prag (kath.net/KAP) In Prag haben sich am Samstag Tausende Menschen zum "Marsch für das Leben" versammelt. Die von der Organisation "Hnuti Pro zivot CR" (Bewegung fürs Leben) ausgerichtete Demonstration stellte die Unterstützung von Frauen in ungewollten Schwangerschaften in den Mittelpunkt. Der Marsch begann traditionell mit einem Gottesdienst im Veitsdom auf der Prager Burg, bevor sich mehrere separate Demonstrationszüge Richtung Wenzelsplatz bewegten. Zugleich gab es mehrere Gegenveranstaltungen, die gegen Vermischung von Religion, Politik und Gesetzgebung protestierten. Trotz Zwischenfällen blieb die Lage laut Behördenangaben insgesamt unter Kontrolle und endete ohne größere Ausschreitungen.

Die liturgische Feier für schwangere Frauen, ihre Familien und ungeborene Kinder wurde von der Prager Erzdiözese gemeinsam mit dem Metropolitankapitel St. Veit organisiert. Die Messe im Geist der katholischen Lebensschutzbewegung war ausdrücklich "den schwangeren Frauen in schwierigen Lebenssituationen" gewidmet. Der Vorsitzende der Organisation "Bewegung fürs Leben", Radim Uchac, erklärte dazu, Ziel sei kein ideologischer Streit über Rechte, sondern der "Hinweis auf die Notwendigkeit konkreter Hilfe".


Soziale Forderungen und Hilfeangebote

Im Zentrum des Marsches standen der Schutz ungeborenen Lebens sowie auch soziale und wirtschaftliche Forderungen. Nach Angaben der Veranstalter werden in Tschechien jährlich Tausende Frauen in Krisenschwangerschaften unzureichend unterstützt. Viele Schwangerschaftsabbrüche seien nicht primär freie Entscheidungen, sondern Folge wirtschaftlicher Notlagen und fehlender sozialer Unterstützung, hieß es. Besonders wirtschaftliche Unsicherheit sei in den vergangenen Jahren ein wachsender Faktor geworden.

Gefordert wurden daher Reformen in den Bereichen Wohnen, Steuern und soziale Absicherung, um zu verhindern, dass eine Geburt zu sozialem Abstieg führt. Uchac wies zudem auf die praktische Arbeit der "Bewegung fürs Leben", die über ihre Schwangerschafts-Hotline konkrete Unterstützung bietet. Mehr als 7.000 Frauen seien seit 2006 betreut worden.

Die Kundgebung fand vor dem Hintergrund sinkender Geburtenzahlen statt. Laut offiziellen Daten wurden im Jahr 2025 in Tschechien rund 77.600 Kinder geboren, während etwa 15.000 Schwangerschaftsabbrüche registriert wurden. Die Initiatoren sehen darin ein gesellschaftliches Warnsignal und fordern stärkere politische Maßnahmen zur Unterstützung von Familien.

Gegendemonstrationen: "Mein Körper, meine Wahl"

Aufgrund behördlicher Vorgaben war der diesjährige Marsch in mehrere parallele Demonstrationszüge aufgeteilt worden. Gruppen starteten unter anderem am Hradschiner Platz und bewegten sich in Richtung Innenstadt. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot präsent. Nach Angaben der Einsatzkräfte blieb die Lage insgesamt weitgehend ruhig, es kam jedoch zu vereinzelten Zwischenfällen.

Denn parallel zum Marsch hatte sich auch eine Gegenveranstaltung formiert. Deren Beteiligte blockierten unter dem Motto "Prag ist feministisch" zeitweise Straßen und kritisierten den Einfluss religiöser Gruppen auf politische Debatten. Zu den Slogans der Gegendemonstrationen gehörten: "Mein Körper, meine Wahl!" und "Unsere Waffe ist Solidarität!" Religiöse Überzeugungen dürften nicht in Gesetze über den Körper von Frauen übersetzt werden, so eine der geäußerten Forderungen.

Besonders im Zentrum Prags kam es zu wiederholten Blockaden. Berichten zufolge wurden mehrere Kreuzungen durch Gegendemonstranten versperrt, wodurch der Marsch zeitweise gestoppt wurde. In der Straße Na Prikope eskalierte die Lage, als hunderte Demonstrierende den Weg versperrten und Polizeikräfte eingriffen. Die Polizei setzte Bereitschaftseinheiten und Antikonfliktteams ein und bildete einen Korridor für die Beteiligten des Marsches.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten 
Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 modernchrist 21. April 2026 
 

Wunderbar!

Weiter so, vor allem Ihr Bischöfe! Unterstützt die Märsche, dann werden immer mehr Leute kommen. Nur so geht es. Siehe den march for life mit Zehntausenden von Teilnehmern bei eisiger Kälte im Januar in Washington! Hunderte Priester konzelebrieren dort. Begeistert die Priester! Ermutigt sie zum Flaggezeigen! Der Einsatz für Mütter und Kinder muss Chefsache werden. Und: Mutter ist bereits die Schwangere. Warum? In ihrem Leib ist ein Kind! Und ein Kind hat eine Mutter. Ebenso gibt es ja den Vater dieses Kindes.


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