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Fasten mit Frodo

25. März 2024 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
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Warum der „Ring der Macht“ genau am 25. März zerstört wurde, dem Fest der Verkündigung des Herrn, verrät Tolkien-Biograph Joseph Pearce.


New York (kath.net / pk) Ein Synonym für die Sünde selbst: Das ist der Ring der Macht aus J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“ nach Ansicht von Joseph Pearce, Autor und Tolkien-Biograph. Das weltberühmte Fantasy-Epos habe zahlreiche Bezüge zum Christentum, schreibt er in einem Beitrag auf „Aleteia“ zur Fastenzeit.

Tolkien war praktizierender Katholik und notierte einmal, „Der Herr der Ringe“ sei selbstverständlich „ein zutiefst religiöses und katholisches Werk“. Viele Details weisen darauf hin, meint Pearce, etwa der Zeitpunkt, an dem der Ring der Macht zerstört wurde.

In „Der Herr der Ringe“ erfahren wir, dass der Ring am 25. März in die Schicksalskluft des Sammath Naur geworfen und vernichtet wurde. Es ist das katholische Fest der Verkündigung des Herrn, an dem die Kirche jenen Moment feiert, wo Gott Mensch wurde.


„Das ist an sich schon faszinierend“, schreibt Pearce. „Aber es ist nach der Tradition auch das historische Datum der Kreuzigung. Zusammen mit der Auferstehung zerstören die Menschwerdung und die Kreuzigung die Macht der Sünde und befreien uns von ihrer Herrschaft. Als Katholik, der mit der Geschichte des Mittelalters vertraut war, wusste Tolkien dies.“

Pearce stellte auch eine Verbindung her zwischen der Inkarnation, der Kreuzigung und der Zerstörung des Rings. „Der Ring ist der eine Ring, der über alle herrscht und sie in der Dunkelheit bindet. Die Erbsünde ist die eine Sünde, die sie alle beherrscht und in der Finsternis bindet. Die Macht des einen Rings und die Macht der einen Sünde werden beide am selben Tag vernichtet.“

Was wiederum bedeute, „dass der Ring in gewisser Weise ein Synonym für die Sünde selbst ist“, folgert Pearce. „Das Anlegen des Rings ist der Akt der Sünde. Wenn wir den Ring gewohnheitsmäßig tragen, werden wir süchtig nach seiner Macht. Wir werden seine Sklaven. Wir verkümmern und werden zu einem geschrumpften Wrack. Wir gollumisieren uns.”

Pearce: „Wenn wir jedoch den Ring nehmen, ohne ihn überzustreifen, tragen wir die Last der Sünde, ohne zu sündigen. Wer den Ring trägt, ist ein Kreuzträger!“ Frodo Beutlin sei demmach als „Christusfigur, als Kreuzträger“ zu sehen.

Und auch hier ist das von Tolkien gewählte Datum kein Zufall, sagt der Autor. „Es ist kein Wunder, dass Frodo Bruchtal am 25. Dezember verlässt und am 25. März am Schicksalsberg (Golgatha) ankommt. Seine Reise ist das Leben Christi von der Geburt bis zum Tod! Samwise Gamgee ist der treue Jünger, der seinen Meister begleitet. Seine Reise ist die Reise, zu der wir alle aufgerufen sind, vor allem in dieser Zeit des Fastens.“

 

Foto: (c) pixabay


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 25. März 2024 
 

Ellipse mit zwei Schwerpunkten

Kompliment,@naiverkatholik, das haben Sie glasklar kommentiert! Eher unbewusst habe ich deshalb wohl überlegt: "Wer hat sich diese Anordnung nur ausgedacht"!


1
 
 Aquilinus 25. März 2024 
 

@Karlmaria

Wenn meiner Meinung nach, Jesus der einzige Erlöser ist, wie kann ich als Sühne diese Meinung loslassen, ohne Jesus dabei zu verraten?


1
 
 Karlmaria 25. März 2024 

Wir tragen die Last der Sünde ohne selbst besonders viel zu sündigen

Das ist ja die Sühne. Gott braucht die Sühne ganz dringend um möglichst Viele retten zu können. Allerlei Unbill im Geist der Sühne zu ertragen ist natürlich wertvolle Sühne. Seelen werden gerettet weil andere bereit sind ein Opfer zu bringen. Die größte Sühne ist seine eigene Meinung los zu lassen!


0
 
 naiverkatholik 25. März 2024 
 

Ellipse Menschwerdung + Kreuz/Auferstehung

@SalvatoreMio
Dass die Kirche das hochfreudige Fest der Verkündigung des Herrn dann auf nach Ostern verlegt, wenn es in die Karwoche fällt, ist zunächst nachvollziehbar. Aber es war nicht die schlaueste Idee.Christentum und Glaubensbekenntnis sind eine Ellipse mit zwei Schwerpunkten: Menschwerdung Gottes und Kreuz und Auferstehung. Das gehört zusammen.Ich feiere heute den "25.März".


2
 
 SalvatoreMio 25. März 2024 
 

Das Fest "Verkündigung des Herrn" ist verschoben worden!

Zu meinem Schrecken las ich, dass es erst am Montag nach der Osteroktav stattfindet, am 8. April.
Das erinnert an die Datenveränderungen der vielen Namenstage, die mit dazu beitrugen, dass die Namenstage kaum noch Bedeutung haben.


1
 

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