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„Terror in Südostasien frisst sich immer weiter vorwärts“

31. März 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Anschlag auf Kathedrale in Indonesien. Die Karwoche hat für die Katholiken Indonesiens blutig begonnen.


Wien-München (kath.net/KIN)

„Die Karwoche hat für die Katholiken Indonesiens blutig begonnen. Das Selbstmordattentat am Palmsonntag unterstreicht: Nach den militärischen Niederlagen des ,Islamischen Staates’ (IS) in Syrien und im Irak frisst sich der dschihadistische Terror weiter vorwärts in den asiatischen Raum. Südostasien ist ein häufig vergessener Brennpunkt der Christenverfolgung. Die Angst in der Region wächst.“ Dies erklärte der Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, Florian Ripka, nach dem gestrigen Anschlag auf die katholische Herz-Jesu-Kathedrale in Makassar, der Hauptstadt der indonesischen Provinz „Sulawesi Selatan“ (Südsulawesi).

Mindestens 20 Verletzte

Angaben lokaler Kirchenvertreter zufolge versuchten zwei Personen kurz vor 10:30 Uhr über einen bewachten Seiteneingang in die Kirche einzudringen, als die Palmsonntagmesse gerade zu Ende gegangen war. Noch vor der Kathedrale lösten die mutmaßlichen Attentäter eine Explosion aus. Die beiden Personen starben, mindestens 20 Menschen wurden verletzt.


Die indonesische Polizei teilte wenige Stunden nach dem Anschlag mit, es gäbe eine Verbindung der beiden mutmaßlichen Täter zur indonesischen Terrorgruppe „Jamaah Ansharut Daulah“ (JAD). Diese Gruppe soll neben anderen hinter Bombenanschlägen auf drei Kirchen und das Polizeipräsidium in Indonesiens zweigrößter Stadt Surabaya im Mai 2018 und dem Anschlag auf die Kathedrale im südphilippinischen Jolo im Januar 2019 stehen. Die JAD gilt als regionaler Ableger der Terrormiliz „Islamischer Staat“.

Sorge um Zusammenhalt der Religionen

Die Indonesische Bischofskonferenz äußerte sich durch Bischof Yohanes Harun Yuwono aus Tanjunkarang zu dem Anschlag. Harun Yuwono ist Vorsitzender der Kommission für Ökumene und interreligiöse Angelegenheiten. „Der Selbstmordanschlag ist nicht nur eine tiefe Sorge für die Katholiken, sondern eine tiefe Sorge für ganz Indonesien“, schreibt der Bischof in einer Erklärung, die „Kirche in Not“ vorliegt. Die Bevölkerung solle wachsam bleiben und sich nicht zu Gewalt hinreißen lassen. Man habe Vertrauen in die Sicherheitsbehörden. „Wir hoffen, dass der Anschlag die Beziehungen zwischen den religiösen Gruppen, die wir aufgebaut haben, nicht beschädigen oder schwächen wird“, erklärte Harun Yuwono.

Nach Angaben des Berichts „Religionsfreiheit weltweit“ von „Kirche in Not“, der Ende April in einer Neuauflage erscheint, sind rund 80 Prozent der 262 Millionen Indonesier Muslime, rund 12 Prozent sind Christen. Indonesien ist das größte muslimische Land der Erde, dennoch ist der Islam nicht Staatsreligion. Das Zusammenleben der Religionen galt weitgehend als friedlich, viele Muslime folgen moderaten sunnitischen Strömungen.

Radikale islamische Strömungen breiten sich aus

Zunehmend breiten sich jedoch konservative und teilweise gewaltbereite islamistische Strömungen aus. Religiöse Minderheiten leiden unter verschiedenen Formen von Diskriminierung, zum Beispiel beim Bau von Gotteshäusern. International bekannt wurde der Fall des ehemaligen Gouverneurs der Hauptstadt Jakarta, des chinesisch-stämmigen Christen Basuki Tjahaja Purnama, genannt Ahok. Er wurde im Jahr 2017 wegen angebliches blasphemischer Äußerungen im Wahlkampf zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Auch gab es Anschläge auf christliche Kirchen und buddhistische Tempel.

Foto: Seminaristen in Indonesien. © Magdalena Wolnik/Kirche in Not


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Lesermeinungen

 Chris2 1. April 2021 
 

@AveMaria1917

Uns in Deutschland traf es schon lange vor Wien, allein im Jahr nach der Grenzoffenlassung mindestens 4x: Würzburg (Axtanschlag im Zug), Ansbach (Bombenanschlag auf Musikfestival), Essen (Bombenanschlag auf Sikh-Tempel) und schließlich der LKW-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin. Andere Anschläge wurden erfolgreich unter dem Radar gehalten, etwa der Mordanschlag eines Konvertiven in Grafing Bahnhof oder der spektakuläre Stahlkabelanschlag auf einen ICE bei Nürnberg. Den manche Medien Rechtsradikalen unterjubeln wollten, aber für den (und weitere Anschläge auf Züge) später ein in Österreich lebender Syrer verurteilt wurde. Reaktion in Medien und Politik darauf: Gleich null. Wie immer, wenn Täter und Opfer die Falschen sind. Die Berliner Opfer und Hinterbliebenen können ein Lied davon singen. Das alles grenzt an Hochverrat am Souverän...


1
 
 Chris2 1. April 2021 
 

Wissen diese Islamisten etwa noch nicht,

dass es ein Land gibt, wo sie keine Strafe befürchten müssen, wenn sie mit falschen Namen einreisen, wo sie sich jünger machen können, um Jugendstrafrecht zu genießen und man selbst nach schweren Verbrechen tagelang debattiert, ob man ihre Handwurzel röntgen darf, um ihr Alter zu schätzen? Geld und Kuscheljustiz gibt es obendrauf. Einziger Wehrmutstropfen: Wenn sie "Ungläubige" töten, werden sie häufig als "Verrückte" bezeichnet und ihre Tat den Eingeborenen untergeschoben. Aber in der Hölle ist es ja auch egal, was man im Diesseits über sie denkt...


1
 
 AveMaria1917 31. März 2021 
 

Kyrie eleison ✝️Ave Maria???

Beten wir viel für unsere Brüder !
Wer weiss wann es uns trifft ?
Gegrüsst seist du Maria ....???


3
 
 Stock 31. März 2021 
 

Anregung

Dass die römisch katholische Weltkirche ist, könnte man erlebbar machen, wenn in unseren Hl. Messen - z. B. bei den obligaten Fürbitten - unserer weltweit verfolgten Mitschwestern und Mitbrüder gedacht würde. Oder den Todestagen jüngst um ihres Glaubens willen Ermordeten, gleich, ob kanonisiert oder nicht. Z. B. Jaques Hamel, die Märtyrer von Nizza. Morgen könnte in Indien, Afrika, Arabien vielleicht auch unser gedacht werden. Eine exotische Idee? Wir sind uns unseres christlichen Weltbürgertums nicht bewusst.


3
 

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