Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Weltkirchenrat in Sorge um christliches Erbe von Berg-Karabach

29. November 2020 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


ÖRK-Generalsekretär Sauca befürchtet Umwandlung von Kirchen in Moscheen.


Genf (kath.net/ KAP)

Der Weltkirchenrat (ÖRK) ist in Sorge um die historischen Kirchen und christlichen Kulturdenkmäler in jenen Teilen von Berg-Karabach (Artsach), die nach dem Waffenstillstand unter aserbaidschanische Kontrolle geraten sind. Der interimistische Generalsekretär des Weltkirchenrats, Ioan Sauca, hat sich diesbezüglich an Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay gewandt. In einem vom Weltkirchenrat veröffentlichten aktuellen Schreiben macht er darauf aufmerksam, dass diese Sorge durch die Beschießung der Erlöser-Kathedrale in Shusha und die auf den Einmarsch der azerbaidschanischen Truppen folgenden Vandalenakte an der Kathedrale "sowie zahlreiche Berichte über andere Schändungen christlicher Kirchen" vertieft worden sei.


In den jetzt aserbaidschanisch kontrollierten Gebieten von Berg-Karabach gebe es rund 4.000 historische, religiöse und kulturelle Monumente, von denen jedes "eine starke geistliche und kulturelle Botschaft" verkünde, betonte Sauca. Eine Zerstörung dieses kostbaren Erbes wäre ein "unersetzlicher Verlust" für die ganze Menschheit, so der rumänisch-orthodoxe Theologe. Wörtlich stellte der Generalsekretär fest: "Wir fordern die Unesco auf, alle entsprechenden Maßnahmen zum Schutz dieser christlichen Stätten zu treffen."

Es sei zu begrüßen, dass eine Fact-finding-mission in das Territorium entsandt werden soll, um ein Verzeichnis der wichtigsten kirchlichen und kulturellen Stätten zu erstellen. Ingesamt hoffe er, dass die Unesco und andere internationale Organisationen rasch und entschlossen handeln werden.

Es bestehe der Eindruck, dass Aserbaidschan bereits begonnen habe, die kulturelle Geschichte von Berg-Karabach "umzuschreiben" und dass im Rahmen dieses Vorhabens armenische Kirchen zu Moscheen umfunktioniert werden sollen, stellte Sauca fest. Es gebe entsprechende Tweets des amtierenden aserbaidschanischen Kulturminister Anar Karimow. Ein schlimmes Vorzeichen sei außerdem die 2005 erfolgte Zerstörung eines Großteils der berühmten Kreuzsteine (Khatschkare) des armenischen Friedhofs von Dschulfa in der aserbaidschanischen Exklave Nachitschewan. Die Zerstörungsaktion geschah damals unter aktiver Mittäterschaft aserbaidschanischer Beamter sowie von Angehörigen von Polizei- und Armee-Einheiten.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 30. November 2020 
 

Keine Sorge.

Deutschland saugt dank einer verantwortungslosen Multikulti-Politik Kriminelle und Islamisten aus aller Welt wie ein Schwamm auf. Vielleicht gibt es ja in Bergkarabach und anderswo in ein paar Jahren gar keine mehr, weil dann alle bei uns sind? Und die türkischen Kampfdrohnen mit Ihnen, die die vermeintlich gut gerüsteten Armenier fast ohne eigene Verluste bis ins Detail beobachteten, direkt attackierten und sogar vom Nachschub abschnitten und damit völlig demoralisierten. Aber keine Sorge: Wie die WELT schrieb, ist Europa auf diese Art der Kriegsführung absolut nicht vorbereitet. Agenda läuft. Mein Gott: Was für eine Zukunft werden wir unseren Kindern hinterlassen?


3
 
 Andrzej123 29. November 2020 
 

Das Verschwinden des Christentums

ist das Beunruhigende.
"Kultur Denkmäler" als "Erbe" werden schon mit oder ohne Weltkirchenrat erhalten bleiben, auch in Azerbaidschan, wo es übrigens sowieso zahlreiche Kirchen gibt, während es in Armenien nur eine einzige Moschee gibt.
Das ist aber nicht die Hauptsache.


0
 
 girsberg74 29. November 2020 
 

Was kann jeder hier tun? - Die Rute schwingen oder die Raute?

Ich habe mir vorgenommen, mindestens ein Sekratariat einer Partei auf der Kreisebene anzusprechen - und zwar gleich morgen.

Vielleicht spreche ich sogar die AFD an, die will nicht nach allen Seiten lieb tun.

Die Leute, die auf Raute setzen, sind aber auf alle Fälle dran.


3
 
 Adamo 29. November 2020 
 

Wer in der Welt bietet diesem fanatischen Treiben des Islam endlich wirksam Einhalt?

Alles Christliche wird auf der ganzen Welt von islamischen Fanatikern zerstört.

Deswegen sollten vernünftigen Politiker wirksame Maßnahmen gegen diese Zerstörungen lautstark von ihren Regierungen fordern!


3
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Armenien

  1. Kirchenverfolgung in Armenien - CSI prüft Lage vor Ort
  2. Armenien: Katholikos kritisiert "barbarische Akte" Aserbaidschans
  3. Armenien: Mehr als 30.000 Kinder unter den Karabach-Vertriebenen
  4. Salzburger Armenologin Dum-Tragut: Dramatische Situation in Armenien
  5. Vatikan erinnert an Armenier-Verfolgung
  6. Berg-Karabach: Kirchen fordern Neuverhandlung des Waffenstillstands
  7. Karabach: Armenischer Patriarch fordert internationales Eingreifen
  8. Wieder Festmesse in historischer armenischer Kathedrale
  9. Papst und Katholikos fordern mehr Einsatz für Minderheiten
  10. Papst besucht Völkermord-Denkmal in Armenien







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz