Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  4. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  10. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  11. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  12. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  13. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  14. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  15. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“

Pakistan: Menschenrechtler kritisieren Urteil zu entführtem 13-jährigem Christenmädchen

vor 4 Stunden in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mädchen mutmaßlich entführt, zwangskonvertiert, zwangsverheiratet - Auch EU-Parlament forderte Pakistan neulich auf, Entführungen, Zwangskonversionen und Kinderehen von Minderjährigen zu verfolgen, Opfer besser zu schützen


Islamabad (kath.net/KAP) Menschenrechtsorganisationen haben ein Gerichtsurteil in Pakistan scharf kritisiert, das einer mutmaßlich entführten und zwangsverheirateten 13-jährigen Christin die Rückkehr zu ihrem mutmaßlichen Entführer zuspricht. Der Fall werfe erneut ein Schlaglicht auf das Problem von Entführungen, Zwangskonversionen zum Islam und Kinderehen, von denen insbesondere religiöse Minderheiten betroffen seien, berichtete der katholische Nachrichtendienst AsiaNews.

Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurde das Mädchen am 12. Juni in Faisalabad entführt. Zwei Wochen später befreite die Polizei die Minderjährige und brachte sie in eine staatliche Schutzeinrichtung. Vor Gericht erklärte sie, von der Familie des Beschuldigten unter Druck gesetzt worden zu sein, sich fälschlich als volljährig auszugeben. Der mutmaßliche Entführer legte eine Konversions- und Heiratsurkunde mit einem manipulierten Geburtsdatum vor. Trotz widersprüchlicher Angaben und eines angeordneten Altersgutachtens sprach ein Gericht dem Mann am 25. Juli das Sorgerecht zu und gewährte ihm zugleich Kaution.


Kritik an Rechtsstaat

Der Präsident der Organisation Voice for Justice, Joseph Janssen, sprach von einem schweren Versagen des Rechtsstaats. Anwälte hätten das Mädchen im Gerichtssaal mit dem Vorwurf des Glaubensabfalls bedroht, sollte sie dem Islam abschwören. Menschenrechtsaktivisten fordern die Behörden auf, amtliche Geburtsdokumente stärker zu berücksichtigen und gefälschte Unterlagen nicht als Beweis anzuerkennen. Der Fall sei ein wichtiger Test für den Schutz von Kindern und religiösen Minderheiten in Pakistan.

Kritik kommt auch mit Blick auf das 2026 verschärfte Gesetz gegen Kinderehen in der Provinz Punjab. Dessen Schutzbestimmungen würden durch mangelhafte Ermittlungen und Gerichtsverfahren unterlaufen. Zuletzt hatte auch das Europäische Parlament Pakistan aufgefordert, Entführungen, Zwangskonversionen und Kinderehen von Minderjährigen konsequent zu verfolgen und die Opfer wirksam zu schützen.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mensch#17 vor 1 Stunden 
 

Islamisches Recht ist sehr oft ein Unrecht!

Vermutlich läßt sich dieses Problem des entführten Mädchens nicht durch Beschreiten des Rechtsweges lösen.
Wenn es nur um die Eltern gehen würde, die einen Verlust und ein Unrecht ertragen müssen, könnte man darüber nachsinnen, dass sie das erlittene Unrecht tragen und aufopfern sollen. Aber auch dieser Rat schmeckt schal. Viel schlimmer ist aber das Unrecht, das diesem Mädchen angetan wird.
Wir müssen beten, dass Gott seine Engel aussendet und sie dieser Situation und der Verleugnung ihrer Taufe wieder entreißt und sie in die Sicherheit bringen um als Christin aufwachsen und leben zu können.

Hl. Schutzengel dieses Mädchens, bitte für sie!
Hl. Gottesmutter Maria, du Patronin vom Loskauf der Gefangenen, bitte für sie!


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  8. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  9. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  10. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  11. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  12. Irrtümer über den Jakobsweg
  13. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  14. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  15. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz