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Papst ermutigt zur Frage: „Herr, was willst Du, dass ich in der Kirche und in der Welt tue?“

27. Juli 2026 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Leo in Videobotschaft an Jugendliche in Portugal: Stellt dem Herrn die Frage, „was ist meine Berufung? Rufst Du mich dazu, durch die Ehe eine Familie zu gründen? Oder rufst Du mich zum Priestertum? Oder zum Ordensleben?“


Vatikan (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Videobotschaft von Papst Leo XIV. an Jugendliche beim Nationalen Jugendtag in Lamego (Portugal) in voller Länge in eigener Arbeitsübersetzung:

Liebe junge Menschen,
„Freut euch im Herrn allezeit!“ (Phil 4,4) – dort in Lamego und überall: in euren Familien, Schulen, Pfarreien, Bewegungen und den verschiedenen Jugendgruppen, denen ihr angehört. Freut euch im Herrn gemeinsam mit euren Bischöfen und den Verantwortlichen, die euch und so viele andere junge Menschen in Portugal begleiten. Freut euch mit ihnen, denn sie helfen euch, im Glauben zu wachsen und die Türen eurer Herzen für Christus zu öffnen – den Weg, die Wahrheit und das Leben.

Ich habe mich sehr gefreut zu erfahren, dass ihr die Flamme des Weltjugendtages 2023 lebendig erhalten wollt. Das waren wunderbare, freudige Tage, geprägt von der Einheit aller, von Harmonie über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg, aber vor allem von einer intensiven Begegnung mit dem Herrn Jesus und der Erfahrung der Wunder, die der lebendige Christus wirkt, wenn wir in seinem Namen versammelt sind. Er ist bei uns, und er ist der Grund unserer Freude! Er ist die Quelle unserer Einheit. „In Illo uno unum“: „Wir, die vielen, sind ein Leib in Christus“ (Röm 12,5).


Ich konnte die Erfahrung von Lissabon vor einem Jahr während des Jubiläumsjahres und kürzlich bei meiner Apostolischen Reise nach Spanien noch einmal nachempfinden. Es ist immer etwas Besonderes, bei jungen Menschen zu sein, denn die Begeisterung eures Glaubens ist ansteckend! Die Liebe, die ihr Christus entgegenbringt, spendet Trost! Es ist wunderbar, in unserer Zeit junge Menschen – wie euch! – zu sehen, die voller Glauben sind und keine Angst haben, ihn zu bekennen. Es ist schön zu sehen, dass ihr einen tiefen Durst nach der Wahrheit habt und sie mit aufrichtigem Herzen sucht. Es ist schön zu sehen, dass ihr nach Gerechtigkeit und Nächstenliebe hungert und euch nicht mit flüchtigen Werten zufriedengebt. Es ist schön zu beobachten, dass ihr das Schöne liebt – besonders jene Schönheit, die zugleich so alt und so neu ist: unseren Gott, der uns in der Tiefe unseres Wesens erwartet. Mit diesem Gruß möchte ich euch ermutigen, weiter voranzuschreiten. Ein Merkmal junger Menschen ist ein unruhiger Geist. Habt keine Angst vor der Unruhe in euch! Nutzt diesen Impuls, um Christus immer näher zu kommen und Zeugnis für die Werte des Evangeliums abzulegen. Fest im Wort Jesu verankert – indem ihr täglich im Evangelium lest –, hört niemals auf, von einem Land des Friedens und der Geschwisterlichkeit zu träumen, hört niemals auf, die Welt mit Staunen zu betrachten, und versäumt es nie, der Zukunft im Licht der Hoffnung zu begegnen. Liebe junge Menschen, lasst euch von nichts und niemandem eure Hoffnung rauben!

Ich ermutige euch auch, diese innere Unruhe zu nutzen – in Momenten des Gebets und der Stille, im Dialog mit Gott –, um Ihn zu fragen: „Herr, was willst Du, dass ich in der Kirche und in der Welt tue? Was ist meine Berufung? Rufst Du mich dazu, durch die Ehe eine Familie zu gründen? Oder rufst Du mich zum Priestertum? Oder zum Ordensleben?“ Dies sind wichtige Fragen, die man sich stellen sollte, ohne dabei die Gewissheit zu vergessen, die unserem Innenleben Einheit verleiht: Gott ruft uns immer dazu auf, Heilige zu sein, und Heilige sind zutiefst menschlich. Seid also menschlich – so wie Christus menschlich ist –, und ihr werdet diese Welt sicherlich zum Besseren verändern. Möge Unsere Liebe Frau von Fátima, Mutter des guten Rates, euch dabei helfen!

Liebe Freunde, ich rufe nun auf euch – und auf alle jungen Menschen Portugals, eure Hirten und die Verantwortlichen der Jugendpastoral – eine Fülle himmlischer Gnaden herab. Es segne euch der allmächtige Gott: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. [Amen!]

Ich wünsche euch einen wunderbaren weiteren Verlauf dieses Treffens hier in der Stadt Lamego! Und ich hoffe, euch im August 2027 in Seoul wiederzusehen. Danke!

Archivfoto: Papst Leo mit Jugendlichen (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

 bücherwurm 27. Juli 2026 

Mir gefällt das sehr, dass Papst Leo

auch die Ehe ausdrücklich als einen Weg der Berufung durch den Herrn beschreibt. Das kommt mir mancherorts zu kurz in der Berufungspastoral und vielleicht auch in der Ehepastoral. Auch die katholische Ehe ist ein Weg der Berufung und man geht diesen Lebensweg in klarer Antwort auf den Ruf des Herrn Jesus.


2
 

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