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| ![]() Papst zieht auch in Castel Gandolfo zurück in seinen Palastvor 8 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Erneut widerruft Leo XIV. eine Symbol-Entscheidung von Franziskus - Von Sabine Kleyboldt Vatikanstadt/Rom (kath.net/KAP) "Heiliger Vater, willkommen mitten unter uns! Castel Gandolfo liebt dich!", prangt auf dem Poster der örtlichen Pfarre, das jetzt überall in Castel Gandolfo aushängt. Für Sonntag, 5. Juli, wurde der Umzug von Papst Leo XIV. in das Bergstädtchen angekündigt - und dass er dort bis 27. Juli, volle drei Wochen, bleiben werde. Und das nicht abseits im Ausweichquartier Villa Barberini, sondern im Papstpalast im Herzen des Ortes über dem Albaner See. Eben "mitten unter uns". Damit verlebt der seit 14 Monaten amtierende Papst schon seine zweite Sommerfrische in dem 8.000-Seelen-Ort rund 25 Kilometer südöstlich von Rom. "Natürlich bringt der Papst mehr Touristen hierher, aber die Atmosphäre ist insgesamt einfach schöner, wenn er da ist", gibt Gianluca Carosi die Meinung vieler Lokal- und Ladenbesitzer wieder, die rund um den pastellfarbenen Papstpalast Schmuck, Taschen und Wein aus der Region oder "Tiramisù del Papa" feilbieten. Anders als sein Vorgänger Franziskus (2013-2025), der Castel Gandolfo mied, den Palast zum Museum machte und in den ausgedehnten Gärten ein Ökoprojekt gründete, gehört Leo XIV. seit einem Jahr zum Stadtbild. Praktisch jeden Dienstag kommt der sportbegeisterte Chicagoer zum Ausspannen, in den Gärten, auf dem Tennisplatz oder im Pool. Auch seine beiden schneeweißen Pferde Proton und Rosso, um die sich Betriebsleiter Pater Manuel Dorantes kümmert, stehen für den geübten Reiter parat. Jeden Dienstag Gedränge auf Dorfstraße Bislang gab es jeden Dienstagabend dasselbe Bild an der vielbefahrenen Straße vor der Villa Barberini: Journalisten, die dem Pontifex ein paar Zitate zu aktuellen Themen entlocken wollen, drängeln mit Einheimischen um die Wette, immer kritisch beäugt von den Carabinieri der benachbarten Wache; nicht nur unter Sicherheitsaspekten eine unhaltbare Situation. Nun also wird der Papst in die rund 400 Jahre alte Residenz zurückkehren, die viele seiner Vorgänger für die Sommerfrische nutzten. Damit wiederholt sich, was sich schon rund um seinen Wohnsitz im Vatikan abspielte: Während Franziskus im vatikanischen Gästehaus Santa Marta wohnte, zog Leo im März in den Apostolischen Palast am Petersplatz - nach monatelangen Modernisierungsarbeiten. Reparaturen im Vatikan und hier Auch am Palazzo in Castel Gandolfo wurden schon vor Wochen Instandsetzungs- und Schönheitsreparaturen vorgenommen. Aktuell ist das Museum bis Ende Juli geschlossen. Doch wie geht es anschließend weiter? Vermutlich wird der Zutritt zu den Gemächern, die zuletzt von Benedikt XVI. (2005-2013) genutzt wurden, der Öffentlichkeit immer dann verwehrt bleiben, wenn Leo dort ist. Dass Franziskus die ungenutzten Gemächer 2023 "für alle" zugänglich machte, finden die Einheimischen gut, schließlich sei auch das - von den Vatikanischen Museen betreute - Museum ein Touristenmagnet. Dasselbe gilt für das benachbarte Ökoprojekt "Laudato si", benannt nach Franziskus' Umweltenzyklika von 2015. Golfcart-Tour durch päpstliche Gärten Für 15 Euro inklusive Audioguide kann man eine Tour im Golfcart durch die penibel gepflegten Parkanlagen machen, vorbei am Blumen-Wappen von Papst Leo XIV. samt seinem lateinischen Wahlspruch "In illo uno unum", einem Ökoweinberg, an idyllischen Olivenhainen, der weißen Madonnenstatue, dem Fischteich, wo Leo zuletzt Koikarpfen fütterte, sowie Statuen von römischen Kaisern, Nymphen und Göttern. Zu sehen sind auch Überreste des Audienzsaals von Kaiser Domitian, wo Pius XII. (1939-1958) im Zweiten Weltkrieg Tausenden Zuflucht gewährte. Von diesen historischen Fakten vor malerischer Kulisse seien die meisten Besucher sehr beeindruckt, berichtet Elena Maria Fontana aus Chicago, die derzeit als Guide im "Laudato si"-Projekt arbeitet. "Es ist wundervoll, den Menschen diese herrlichen Gärten zu zeigen!", so die Freiwillige, die über ihren Landsmann Leo nur lobende Worte hat. 400 Jahre Päpste in Castel Gandolfo Was der Papst außer Erholung in den drei Juliwochen vorhat, ist nicht bekannt. Lediglich das traditionelle sonntägliche Mittagsgebet mit Pilgern und Anwohnern ist bestätigt. Alle Audienzen, auch die privaten, sind ausgesetzt. Im Sommerurlaub im Juli 2025 empfing er noch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij in der Villa Barberini. Ansonsten erwartet den Papst ein Jubiläum: Es sind genau 400 Jahre, seit Urban VIII. (1623-1644) als erster Papst die Sommerresidenz auf 426 Metern Höhe nutzte. Nicht nur für die Castellani ein Grund zum Feiern. Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
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