![]() |
Loginoder neu registrieren? |
|||||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
| ||||||
SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-diskutiert
| ![]() „Euer Herz lasse sich nicht verwirren“vor 13 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung Das heutige Evangelium beginnt mit einem Wort, das wie ein leiser Trost in unser Herz fällt: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren.“ 5. Sonntag der Osterzeit (Joh 14,1–12). Von Archimandrit Dr. Andreas-Abraham Thiermeyer Eichstätt (kath.net) I. Ein Wort in unsere Unruhe hinein Jesus spricht dieses Wort nicht in eine heile Welt hinein. Er spricht es am Abend vor seinem Leiden. Die Nacht ist nahe. Die Jünger spüren die Unsicherheit, die Angst, den Verlust. Und genau dort sagt er: Lasst euch nicht erschüttern. Glaubt an Gott und glaubt an mich. Das ist kein billiger Trost. Es ist eine Einladung zum Vertrauen — mitten in der Wirklichkeit. Auch wir kennen diese Unruhe: die Fragen nach der Zukunft, die Sorgen des Alltags, die Last der eigenen Geschichte. Und oft sind es nicht nur die Ereignisse selbst, sondern das, was sie in uns auslösen: Angst, Orientierungslosigkeit, innere Unruhe. Jesus setzt dem kein fertiges Erklärungsmodell entgegen, sondern sich selbst. II. Das Ziel: Heimat bei Gott Und doch gilt: Jeder hat seinen Platz bei Gott. Unsere unterschiedlichen Lebensgeschichten, unsere Brüche, unsere Umwege — sie werden nicht ausgelöscht. Sie werden verwandelt. Es gibt so viele Wege zu Gott wie es Menschen gibt. Das ist die große Hoffnung: Unser Leben wird nicht normiert, sondern vollendet. Wir sind nicht austauschbar, sondern ganz persönlich gemeint. Bei Gott ist unsere Heimat, sie ist weit genug — auch für mich. III. Die Frage des Thomas – und unsere eigene Das ist eine ehrliche Frage. Eine zutiefst menschliche Frage. Auch wir kennen solche Fragen: Wie finde ich meinen Weg? Was ist richtig? Wie gehe ich weiter, wenn ich nicht klar sehe? Und Jesus antwortet nicht mit einer großen Darlegung einer Lehrmeinung, sondern mit sich selbst: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Das bedeutet: Der Weg ist nicht zuerst eine Theorie — der Weg ist eine Person. Wir müssen nicht alles überblicken. Wir müssen nicht alles verstehen. Wir dürfen uns führen lassen. Der Kirchenvater Augustinus sagt: Christus ist als Mensch unser Weg — und als Gott unser Ziel. IV. Das tiefste Geheimnis: Wer Jesus sieht, sieht Gott Liebe Schwestern und Brüder, diese Aussage offenbart das Herz des Evangeliums: Gott ist nicht fern. Gott hat ein Gesicht. Und dieses Gesicht ist der menschenfreundliche Christus. Wir müssen Gott nicht irgendwo suchen — nicht in abstrakten Ideen, nicht in fernen Spekulationen, nicht in unerreichbaren Höhen. Er ist uns Menschen begegnet. Wenn wir wissen wollen, wie Gott ist, müssen wir auf Jesus schauen: auf seine Geduld mit den Schwachen, auf seine Barmherzigkeit gegenüber den Sündern, auf seine Nähe zu den Leidenden, auf seine Treue, die nicht weicht, auf seine Liebe, die bis zum Kreuz geht. - So ist Gott. Nicht hart, sondern barmherzig. Nicht fern, sondern nah. Nicht abweisend, sondern zugewandt. Der Kirchenvater Johannes Chrysostomus sagt: In Christus ist Gott uns so nahe gekommen, dass wir ihn erkennen können. Das bedeutet etwas zutiefst Tröstliches: Wir müssen Gott nicht erst finden. Er hat uns längst gefunden. Wir müssen ihn nicht in der Ferne suchen. Er ist uns näher, als wir denken. Gerade in unseren Sorgen, in unseren Fragen, in unserer Schwachheit ist er nicht abwesend — sondern gegenwärtig. V. Ein Glaube, der trägt Vertrauen, dass mein Leben einen Sinn hat. Vertrauen, dass ich nicht verloren gehe. Vertrauen, dass ich geführt bin — auch wenn ich den Weg nicht ganz sehe. Dieses Vertrauen wächst leise: im Gebet, im Hören auf Gottes Wort, durch die kleinen selbstlosen Dienste des Alltags. VI. Ein Herz, das offen bleibt VII. Schluss Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
| |||
![]() | ||||||
© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz | ||||||