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„Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU

4. Mai 2026 in Familie, 14 Lesermeinungen
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Die Nachricht über den Familienzuwachs des CDU-Bundestagsabgeordneten und Drogenbeauftragten Hendrik Streeck sorgt für heftige Debatten und scharfe Kritik von Birgit Kelle


Berlin (kath.net/gem/rn)

Die Nachricht über den Familienzuwachs des CDU-Bundestagsabgeordneten und Drogenbeauftragten Hendrik Streeck sorgt für heftige Debatten. Während Boulevardmedien von „Babyglück“ schreiben, übt die bekannte Publizistin Birgit Kelle im Magazin IDEA fundamentale Kritik. Sie wirft dem Politiker vor, deutsche Gesetze zu umgehen und das Kind zum Handelsobjekt zu degradieren.

Der Fall Hendrik Streeck und sein Partner Paul Zubeil, die im US-Bundesstaat Idaho vermutlich mithilfe einer Leihmutter Eltern geworden sind, schlägt politische Wellen. In Deutschland ist Leihmutterschaft gesetzlich verboten. Dass ausgerechnet ein prominenter Volksvertreter diese Rechtslage im Ausland umgeht, empfindet Birgit Kelle als Affront gegen den Rechtsstaat und das christliche Menschenbild.


Kelle weist den Vorwurf zurück, Kritik an diesem Vorgehen sei lediglich Ausdruck „konservativer Missgunst“. Vielmehr gehe es um echte Menschenfreundlichkeit gegenüber den Schwächsten. Kelle kritisiert, dass Kinder in solchen Modellen „bestellt und verkauft“ werden. Sie warnt vor der Benutzung des weiblichen Körpers, bei dem Mütter gesundheitliche Risiken eingehen und ihnen das Neugeborene unmittelbar „entrissen“ werde. Es stehe die Frage im Raum, ob man applaudieren müsse, wenn Regierungsbeauftragte deutsche Gesetze offen umgehen und sich dafür in der Presse feiern lassen.

Besonders brisant ist der Fall für die CDU. Offiziell lehnt die Partei Leihmutterschaft ab. Kelle stellt daher die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Union in Lebensschutzthemen, während die Parteiführung zum Fall Streeck bislang weitgehend schweigt.

Scharf ins Gericht geht die Autorin auch mit kirchlichen Stimmen, die Leihmutterschaft relativieren. Den Vergleich mit der Gottesmutter Maria, den manche Theologen ziehen, nennt sie absurd: Gott habe Maria das Kind nicht weggenommen, um es zu verkaufen. „Selbst Gottes Sohn brauchte eine liebende Mutter“, so Kelle. Wer Mütter für entbehrlich erkläre, verlasse das christliche Fundament.


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Lesermeinungen

 Postfrau 5. Mai 2026 
 

Wie in einem Horror-Film

fühle ich mich manchmal. Kinder als Handelsware (in den USA; in Deutschland NOCH verboten, aber offensichtlich stillschweigend geduldet, (in einem anderen Artikel:) Patienten wird statt medizinischer Hilfe Hilfe zum Sterben angeboten (in Kanada). Ich möchte angewidert das Kino verlassen. Doch das ist kein schlechter Film. Das ist Realität....


3
 
 Steve Acker 5. Mai 2026 
 

was man so bei schnellem googeln über Leihmutterschaft findet

erschütternd.
in Deutschland trotz verbot schon sehr verbreitet

seite human reproduction group:

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1
 
 Wirt1929 5. Mai 2026 
 

Das Warenhaus Kinderwunsch

schreckt auch einen Mandatsträger der CDU und anerkannten Wissenschaftler nicht ab, im Rechtsbruch zu stehen. Der Vorgang zeigt einmal mehr, wie Politiker Vertrauen der Wähler ohne Not verspielen. Private Bedürfnisse über rechtsstaatliche Normen zu stellen übersteigt mein Verständnis. Die Forderung nach Mandatsniederlegung erübrigt sich, da Einsicht in unrechtmäßiges Handeln wohl ausgeschlossen wird. Das Schweigen der CDU-Führenden spricht für sich. Die nächsten Wahlen kommen bestimmt!!


2
 
 cyberoma 4. Mai 2026 
 

Ich trenne nicht....

den Privatmann Streek vom Experten. Für mich als Christ ist neben einer Sachinformation immer auch die Ethik wichtig.
Sorry, aber Herr Streeks Meinung interessiert mich in Zukunft nicht mehr.


1
 
 Norbert Sch?necker 4. Mai 2026 

Noch eine prinzipielle Anmerkung zur Leihmutterschaft:

Wenn ein Kind geboren wird, dann hat es bereits eine Geschichte. Es hat mehrere Monate lang eine Beziehung zur Mutter (in diesem Fall zur "Leihmutter") aufgebaut. Es kennt ihre Stimme, ihren Geruch. Sie ist mit großem Abstand die Hauptbezugsperson.

Dem Kind gleich nach der Geburt die Hauptbezugsperson wegzunehmen, kann nicht gut für das Kind sein. Um das feststellen, brauche ich nicht einmal ein christliches Weltbild. Das müssten auch Atheisten einsehen.


5
 
 Versusdeum 4. Mai 2026 
 

@girsberg74 @HerrHilfDeinerKirche

Selbstverständlich sind weder solche Gesetzesverstöße noch die Degradierung von "Leihmüttern" zu Gebärmaschinen und erst recht nicht diese moderne Form des Kinderhandels in Ordnung (noch dazu für Paare, denen die Natur systembedingt gar keine Kinder zugesteht*). Das meinte ich auch mit der Überschrift. Hatte das alles vorausgesetzt und leider nur mit der Überschrift angedeutet.
* Eine Praxis, die bei den sakrosankten Schwulen schon seit Jahrzehnten geduldet wird, etwa damals bei Patrick Lindner (das Kind wurde später sogar noch "Scheidungswaise" und Streitobjekt), während man z.B. adoptionswilligen Paaren m.W. schon ab 40 sagt, sie seien zu alt. Keine aggressive Lobby halt.


2
 
 Fink 4. Mai 2026 
 

"Leihmutterschaft" ist abartig. Indiskutabel. Gehört verboten. Ohne wenn und aber.

Andere habe es schon gesagt: Es gibt die Möglichkeit der Adoption oder der Pflegschaft. Allerdings nicht für homosexuelle Paare.
Der Maßstab ist das christliche Menschenbild, und NICHT "neue Erkenntnisse der Humanwissenschaften", NICHT der Zeitgeist.


4
 
 serafina 4. Mai 2026 
 

Wie erklärt man das eines Tages dem Kind?


4
 
 HerrHilfDeinerKirche 4. Mai 2026 
 

@ Versusdeum

Man sollte den Privatmann Streek nicht unbedingt mit dem Virologen Streek gleichsetzen. Seine Fachkenntnisse bleiben ja und sollten nicht seine Kompetenz in Frage stellen. Warum es.eine Leihmutterschaft sein musste, ist mir auch nicht klar! Eine Adoption hätte sicherlich mehr geholfen. Wobei ich es immer auch kritisch sehe, wenn gleichgeschlechtliche Paare ein Kind erziehen. Ich bin da wohl zu alt um dieser „Familienkonstellation“ etwas Gutes abzugewinnen


4
 
 girsberg74 4. Mai 2026 
 

Korrektur / Verbesserung

Okay !

Doch darf man dann den Gesetzesbruch noch benennen, gar tadeln, gar verurteilen, denn es geht ja nicht um eine Geschwindigkeitsübertretung. ?


2
 
 girsberg74 4. Mai 2026 
 

Okay !

Doch darf man dann den Gesetzesbruch noch benennen, gar tadeln, gar verurteilen, denn es geht ja nicht Geschwindigkeitsübertretung.

[ Ad @Versusdeum ]


0
 
 BedaVenerabilis 4. Mai 2026 

Was ist mit der Würde des Menschen?

Man kann diesen Fall empört diskutieren oder verteidigen. Vielleicht liegt das Entscheidende tiefer. Ein Kind entsteht hier nicht mehr aus Liebe und Beziehung, sondern aus einem Verfahren: geplant, beauftragt, durchgeführt. Die Begriffe klingen nüchtern: Leihmutterschaft, Wunscheltern, reproduktive Optionen. Sie wirken harmlos – darin liegt ihre Wirkung.

Sie verdecken, was geschieht: Ein Kind wird nicht mehr empfangen, sondern gefordert; nicht mehr gegeben, sondern bestellt. Das ist mehr als Sprache: eine Verschiebung im Menschenbild. Und: Nicht nur Einzelne handeln so, sondern im Rahmen dessen, was wir als Gesellschaft ermöglichen – und damit legitimieren.

Technik beantwortet nicht, ob es dem Menschen entspricht. Was sich hier zeigt, reicht tiefer: Wo Leben verfügbar wird, verliert es an Würde. Vielleicht müssten wir wieder lernen, Leben zuerst als Gabe Gottes zu begreifen, bevor wir es als Ergebnis organisieren.


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 Schillerlocke 4. Mai 2026 
 

Mich widert das an,

wenn erwachsene Menschen ihre Kinderwünsche mittels Leihmutterschaft umsetzen. Das ist Egoismus pur zum Schaden der austragenden Mutter und ein Vergehen wider die natürliche und die sittliche Ordnung. Warum adoptieren Leute mit Kinderwunsch, wenn sie keine Kinder zeugen können, nicht elternlose Kinder? Das wäre der naheliegende Weg.


6
 
 Versusdeum 4. Mai 2026 
 

Schade um Hendrik Streek,

der in der Coronamaßnahmenzeit von Anfang an selbst die Kranken besuchte (näher dran kann man nicht sein) und mit abweichenden Ergebnissen seiner Studien und anderen Einschätzungen auch mutig an die Öffentlichkeit ging, obwohl einem dann mediale Ketzerverbrennung drohen. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.


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