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Streit um reproduktive Rechte: Keine Einigung bei UN-Kommission für Bevölkerung und Entwicklung

27. April 2026 in Prolife, keine Lesermeinung
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Bestimmte Delegationen wollten sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte unbedingt in die Resolution aufnehmen. Kritik daran kam auch vom Vertreter des Vatikan.


New York (kath.net/LifeNews/jg)
Die 59. Sitzung der UN-Kommission für Bevölkerung und Entwicklung endete am 17. April 2026 ohne Einigung auf eine Konsens-Resolution. Pro-Abtreibungs-Delegationen bestanden auf der Aufnahme umstrittener Formulierungen zu „sexueller und reproduktiver Gesundheit“ sowie „Reproduktionsrechten“. Dadurch wurde die eigentliche Thematik – Bevölkerung, Technologie und nachhaltige Entwicklung – überschattet, schreibt Raimundo Rojas von der Lebensschutzorganisation National Right to Life Committee. 


Der Vertreter des Heiligen Stuhls, Msgr. Marco Formica, erklärte, dass der fehlende Konsens zumindest die Praxis der konsensualen Annahme aufrechterhalte und damit die legitimen Positionen souveräner Staaten schütze. Er kritisierte die übermäßige Fokussierung auf Reproduktionsthemen, die von den Grundsätzen des Programms der Internationalen Konferenz über Bevölkerung und Entwicklung in Kairo 1994 ablenke.

Formica stellte klar: Die Sprache zu „Reproduktionsrechten“ war bereits 1994 hochumstritten und sei kein zentrales Element des Kairo-Konsenses. Ihre Darstellung als Kern des Programms, wie sie von bestimmten Delegationen versucht werde, bedeute eine Umschreibung vereinbarter Prinzipien. Es gebe kein völkerrechtlich anerkanntes internationales Recht auf Abtreibung.

Der Vatikan plädierte stattdessen für eine stärkere Sprache, die das Gedeihen von Frauen und Kindern fördert und eine Gesundheitsversorgung, die alles menschliche Leben in allen Stadien schützt.

Trotz des Scheiterns bekräftigte der Heilige Stuhl seine Bereitschaft zum konstruktiven Dialog in gegenseitigem Respekt. Der Zusammenbruch der Verhandlungen geht nicht auf die „Blockade“ durch Staaten zurück, die den Lebensschutz verteidigen, sondern auf die Weigerung pro-abtreibungsorientierter Delegationen, von ihren Maximalforderungen abzurücken, betont Rojas.

 


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