Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  10. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  11. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  12. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Propst Höslinger: Papst Leo hat Ruhe in die Kirche gebracht
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Finnische Studie: Mehr psychische Erkrankungen bei Jugendlich nach ‚Geschlechtsänderung‘

vor 5 Stunden in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer vorsichtigen, evidenzbasierten Herangehensweise: Statt schneller medizinischer Interventionen sollte zunächst eine umfassende psychotherapeutische und psychiatrische Diagnostik und Behandlung erfolgen


Helsinki (kath.net/jg)
Jugendliche mit Geschlechtsdysphorie, die sich einer medizinischen „Geschlechtsänderung“ unterziehen – einschließlich Pubertätsblockern, Hormonen und teilweise irreversibler Genitalchirurgie –, weisen einer neuen finnischen Studie zufolge eine deutlich schlechtere psychische Gesundheit auf als eine Vergleichsgruppe ohne solche Behandlungen. Die psychiatrische Belastung steigt bei vielen Betroffenen sogar nach der Behandlung an, anstatt sich zu verbessern, berichtet die australische Nachrichtenseite The Noticer

Die Studie, die am 4. April im renommierten Fachjournal Acta Paediatrica veröffentlicht wurde, analysierte Daten von 2.083 Personen, die zwischen 1996 und 2019 vor dem 23. Lebensjahr an finnische Geschlechtsidentitätskliniken überwiesen wurden. Diese Gruppe wurde mit einer Kontrollgruppe aus Personen gleichen Alters und Geschlechts verglichen. Das zentrale Ergebnis: Die Rate psychiatrischer Erkrankungen lag bei den überwiesenen Jugendlichen bereits vor der Überweisung deutlich höher (47,9 Prozent gegenüber 15,3 Prozent in der Kontrollgruppe) und stieg mehr als zwei Jahre nach der Überweisung weiter auf 61,3 Prozent (gegenüber 14,2 Prozent bei der Kontrollgruppe).


Besonders auffällig war der Anstieg bei denjenigen, die tatsächlich eine medizinische „Geschlechtsänderung“ erhielten. Bei männlichen Jugendlichen mit „feminisierender“ Behandlung (zum Beispiel Östrogene) stieg die psychiatrische Morbidität von 9,8 Prozent auf 60,7 Prozent an. Bei weiblichen Jugendlichen mit „maskulinisierender“ Behandlung (zum Beispiel Testosteron) erhöhte sie sich von 21,6 Prozent auf 54,5 Prozent. Auch nach statistischer Anpassung für bereits bestehende psychiatrische Vorbehandlungen blieben die Risiken stark erhöht: Das Risiko war etwa dreimal höher als in der weiblichen Kontrollgruppe und fünfmal höher als bei der männlichen Kontrollgruppe.

Die Autoren der Studie betonen, dass die Annahme, medizinische „Geschlechtsangleichung“ sei „hilfreich oder sogar lebenswichtig“ für die psychische Gesundheit von Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie, nur auf sehr begrenzter Evidenz beruhe. Im Gegenteil deuten die Daten darauf hin, dass die Behandlungen bei manchen Betroffenen die psychische Belastung eher verstärken könnten. Mögliche Gründe sind: Erwartungen an die Hormontherapie werden nicht erfüllt, oder die zugrunde liegenden psychischen Probleme (wie Depressionen, Angststörungen oder andere Komorbiditäten) werden nicht ausreichend behandelt. Besonders bei Jugendlichen, die nach 2010 überwiesen wurden, nahm die psychiatrische Vorbelastung deutlich zu – ein Hinweis darauf, dass zunehmend schwerer belastete junge Menschen in die Kliniken für Geschlechtsidentität kommen.

Die Forscher weisen darauf hin, dass Geschlechtsdysphorie bei einem Teil der Betroffenen möglicherweise sekundär zu anderen psychischen Herausforderungen entsteht. Deshalb fordern sie eine gründlichere psychiatrische Abklärung vor und nach irreversiblen Eingriffen. Die Erwartungen der Patienten an die Behandlung müssten realistisch besprochen werden, und bestehende psychische Störungen sollten vorrangig behandelt werden.

Die finnische Studie reiht sich in eine wachsende Zahl internationaler Untersuchungen ein, die die Langzeitwirkungen der sogenannten „gender-affirming care“ bei Minderjährigen kritisch beleuchten. Während einige ältere oder kurzfristige Studien positive Effekte suggerieren, zeigen Langzeitdaten aus Ländern wie Finnland, Schweden oder Großbritannien häufig, dass die psychische Gesundheit vieler Betroffener auch nach Transition nicht stabilisiert wird und Komorbiditäten hoch bleiben.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer vorsichtigen, evidenzbasierten Herangehensweise: Statt schneller medizinischer Interventionen sollte zunächst eine umfassende psychotherapeutische und psychiatrische Diagnostik und Behandlung erfolgen. Irreversible Maßnahmen bei Jugendlichen bergen Risiken, die nicht durch die aktuelle Datenlage gerechtfertigt scheinen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Veritasvincit vor 4 Stunden 
 

unnötige Komplikationen

Die "unfassende pychotherapeutische und psychiatrische und Diagnostik und Behandlung" ist überflüssig. Es genügt, den gesunden Menschenverstand anzuwenden.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  10. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  11. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  14. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  15. 'Tödliche Bedrohung': Bischof Barron warnt vor Kollaps der westlichen Zivilisation

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz