Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Die Nazi-Projektion
  13. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

Zwischen Ideologie und Lebensrealität: Wenn Abtreibung zum „Frauenrecht“ stilisiert wird

vor 2 Stunden in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bundesverband Lebensrecht: Absurd, Abtreibung als Frauenrecht zu feiern. Die aktuelle EU-Politik zur Abtreibungsfinanzierung gehe völlig an den tatsächlichen Bedürfnissen der Frauen vorbei.


Berlin (kath.net) Zum Internationalen Frauentag am 8. März werden weltweit Forderungen nach Gleichberechtigung und Selbstbestimmung laut. Doch in Berlin formuliert Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht e.V., eine scharfe Gegenposition: Die aktuelle EU-Politik zur Abtreibungsfinanzierung gehe völlig an den tatsächlichen Bedürfnissen der Frauen vorbei.

Der Anlass für die deutliche Kritik ist eine Empfehlung der EU-Kommission. Diese schlägt vor, den Europäischen Sozialfonds (ESF+) – eigentlich ein Instrument zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration – zu nutzen, um Abtreibungen im EU-Ausland zu finanzieren. Für Linder ist dies ein „Fonds-Trick“, mit dem eine ideologische Agenda vorangetrieben werde, ohne dass sich andere Institutionen kritisch damit auseinandersetzen können.

Zahlenspiele und die „My Voice My Choice“-Initiative


Ein zentraler Streitpunkt ist die europäische Bürgerinitiative „My Voice My Choice“. Die Initiatoren warnen davor, dass rund 20 Millionen Frauen in Europa akut vom Tod bedroht seien, weil sie in Ländern mit restriktiven Abtreibungsgesetzen leben.

Linder weist diese Darstellung entschieden zurück. Bei der Zahl von 20 Millionen handle es sich schlicht um die Gesamtzahl aller Frauen im gebärfähigen Alter in den entsprechenden Staaten. Die Behauptung einer akuten Lebensgefahr sei eine Taktik, um mit unbelegten Zahlen emotionalen Druck aufzubauen. Dabei werde zudem ignoriert, dass Artikel 6,1 der UN-Kinderrechtskonvention jedem Kind ein „inhärentes Recht auf Leben“ zuspreche – ein Aspekt, der in der aktuellen Debatte oft untergehe.

Was Frauen wirklich wollen: Ein globaler Blick

Der Vorwurf der Lebensrechtler: Abtreibung werde als das ultimative Symbol der Emanzipation gefeiert, während die wahren Probleme von Frauen weltweit ignoriert würden. Alexandra Linder zieht hier einen Vergleich zwischen westlichen Gesellschaften und dem globalen Süden:

  •  Im Westen: Hier gehe es Frauen primär um echte Wahlfreiheit – also die Entscheidung, wann und mit wem sie ein Kind bekommen – sowie um die tatsächliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine gerechte Bezahlung.
  • - In Afrika (z. B. Tansania): Hier stünden grundlegende Menschenrechte im Vordergrund. Frauen kämpfen für das Recht, ihr Heiratsalter selbst zu bestimmen, für Zugang zu Bildung, medizinische Versorgung und Mitspracherechte in der Familie.
  • - „Keine Frau dort käme auf Abtreibung als probates Mittel zur Förderung von Frauenrechten“, so Linder. In Ländern wie Tansania werde der Weltfrauentag genutzt, um für Respekt und Ansehen zu tanzen und zu demonstrieren, nicht um den Abbruch ungeborenen Lebens zu fordern.

Fazit: Appell zur Ideologiefreiheit

Die Kritik des Bundesverbandes Lebensrecht mündet in dem Urteil, dass es „absurd“ sei, Abtreibung als Frauenrecht zu feiern. Eine Abtreibung sei wissenschaftlich betrachtet immer der Tod eines Menschen und für viele Frauen keine freie Entscheidung, sondern das Ergebnis von massivem sozialen oder wirtschaftlichem Druck.

Linders Appell zum 8. März ist daher klar: Wer Frauen wirklich helfen will, müsse die Menschenrechte in ihrer Gesamtheit betrachten und sich ideologiefrei mit den realen Lebensumständen der Betroffenen beschäftigen, statt „Abtreibungstourismus“ staatlich zu fördern.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 gebsy vor 2 Stunden 

Ein kleiner Irrtum

am Anfang bringt die Katastrophe am Ende.
Es kann durchaus sein, dass es Menschen gibt, die das nicht einsehen (wollen), aber darunter zu leiden hat die Gesellschaft bis hin zur Weltbevölkerung.
Worin besteht nun der "kleine Irrtum"?
E G O I S M U S von A bis Z


1
 
 Freude an der Kirche vor 2 Stunden 
 

Wille des Volkes

Im Superwahljahr wählte der Bürger gestern in Baden-Württemberg dieses Frauenrecht. Er will es so!!!

Er will die vom Gesetz gedeckte Erlaubnis von Abtreibung; er will Sterbehilfe; er will Islamisierung; er will ein Leben, das nicht mehr bezahlbar ist; er will die Klimalüge, … Der gottlose Bürger wählt freiwillig die Lüge. Die Wahrheit (Gottes) kann er nicht mehr ertragen!


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  9. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  15. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz