Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  3. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Beschließen ohne zu entscheiden?
  7. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  8. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  9. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  12. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  13. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  14. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Australien: Kirche alarmiert wegen starken Anstiegs von Suizidbeihilfe

1. Februar 2026 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Diözese Sydney sieht jüngste Zahlen als "Warnsignal" und als Ergebnis fehlender pflegerischer und palliativer Versorgung besonders in ländlichen Regionen.


Sydney (kath.net/ KAP) 
Die katholische Kirche in Australien warnt vor einem starken Anstieg der Todesfälle durch freiwillige assistierte Sterbehilfe und bezeichnet die Entwicklung als alarmierend. Eine Sprecherin der katholischen Erzdiözese Sydney erklärte, die "signifikante Zunahme von Euthanasie-Todesfällen" sei ein Warnsignal. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigten, dass die Zahlen nach der Legalisierung weiter anstiegen. Besondere Sorge bereite zudem, dass in New South Wales rund zwei Drittel der Fälle in regionalen Gebieten verzeichnet würden, wo der Zugang zu medizinischer Versorgung und Palliativpflege oft eingeschränkt sei.
"Ginge es bei Sterbebeihilfe um Wahlfreiheit, wie ihre Verfechter behaupten, so sollte man darauf achten, ob die Patienten in den ländlichen Regionen Zugang zu hochqualitativer Behandlung und Palliativversorgung haben", so die Diözesansprecherin laut dem kirchlichen Nachrichtenportal cathnews.com (Donnerstag).

Hintergrund der Kritik ist der rasche Anstieg der Nutzung von Suizidbeihilfe ("Voluntary Assisted Dying", VAD) seit dessen Legalisierung in Australien. Seit 2019 sind laut einem Bericht des Portals "The Australian" (Donnerstag) landesweit mehr als 7.200 Menschen durch Sterbebeihilfe gestorben, allein von Juli 2024 bis Juni 2025 waren es 3.329. Schätzungen zufolge entfallen inzwischen zwischen ein und drei Prozent aller Todesfälle in Australien auf VAD. Besonders hohe Zahlen werden in Bundesstaaten mit jüngeren Regelungen gemeldet wie etwa Queensland (2.110 Todesfälle) oder New South Wales (1.426 Todesfälle), wo die Praxis erst seit 2023 erlaubt ist. Victoria, das über das älteste und zugleich restriktivere VAD-System verfügt, meldete seit Juni 2019 insgesamt 1.683 Todesfälle.
Experten führen den starken Anstieg auf eine wachsende gesellschaftliche Akzeptanz sowie auf erleichterte Zugangsvoraussetzungen zurück. Die meisten Menschen, die VAD in Anspruch nehmen, sind zwischen 70 und 79 Jahre alt und etwas häufiger männlich. Krebs ist die häufigste Diagnose, gefolgt von neurologischen Erkrankungen wie der Motoneuronenkrankheit.


Fünf Prozent in Kanada
Noch weiter als in Australien fortgeschritten ist dieser Trend in Kanada, wo medizinische Hilfe beim Sterben (MAiD) 2016 legalisiert wurde und seither kontinuierlich zunimmt. 2024 starben 16.499 Menschen auf diesem Weg, das entspricht rund fünf Prozent aller Todesfälle des Landes. War MAiD ursprünglich nur für Personen mit absehbarem Tod vorgesehen, erlaubt die aktuelle Gesetzeslage seit 2021 auch Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, selbst ohne lebensverkürzende Diagnose, die Beantragung von Tötung auf Verlangen.
Dabei spielen soziale Faktoren eine große Rolle: Viele Betroffene sind arm, isoliert oder fühlen sich als Belastung für andere. Berichte zeigen, dass teilweise Patienten auf MAiD verwiesen wurden, obwohl medizinische Versorgung verfügbar oder möglich gewesen wäre, und die Kontrolle über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben oft erst nach dem Tod erfolgt.

Verschleierung von Defiziten
Kritisch kommentiert hat diese Entwicklung zu Monatsbeginn das Wiener Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE). Die Betonung von Wahlfreiheit verschleiere die strukturellen Defizite in Pflege, Sozial- und Gesundheitsversorgung, zudem könnten ökonomische Anreize, etwa Einsparungen im Gesundheitssystem, einen "systemischen Druck" erzeugen, warnte die kirchliche Facheinrichtung. Von echter Selbstbestimmung könne unter diesen Voraussetzungen nicht gesprochen werden. Kanada sei ein erschreckendes Beispiel dafür, wie rasch Schutzmechanismen aufgelöst werden können, sodass Euthanasie zunehmend als bequeme Lösung in einem überlasteten System verstanden werde.

(Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr und gebührenfrei unter der Notrufnummer 142 erreichbar sowie unter www.telefonseelsorge.at. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums unter www.suizid-praevention.gv.at. DE: https://www.suizidpraevention.de/ CH: Dargebotene Hand)

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Mariat 1. Februar 2026 

Warum werden solche Seiten nicht verboten vom Netz genommen?

www.aerzteblatt.de/archiv/cybersuizid-verabredung-zum-selbstmord-6faecff1-a29f-4ea1-a6af-922e1475f79d


0
 
 Stefan Fleischer 1. Februar 2026 

Als Grund dafür

könne man auch die Verharmlosung Gottes nennen, welche sich rasant ausbreitet. Wo Gott nicht mehr der Herr ist, ist es dem Satan ein Leichtes, dem Menschen einzureden, dass er selbst Herr über Leben und Tod sei, über sein eigenes wie über das seiner Nächsten.


1
 
 Mariat 1. Februar 2026 

"Vergelt`s Gott" allen die ein offenes Ohr für Menschen in Not haben.

Ihr helft LEBEN retten.

Gottes reichen Segen


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  5. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  6. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  7. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  8. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  9. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  10. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  11. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Beschließen ohne zu entscheiden?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz