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Kein Franziskus-Effekt in Lateinamerika, nicht einmal in Argentinien

28. Jänner 2026 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Ernüchternd: Während des Franziskus-Pontifikats fiel die Zahl der Argentinier, die sich als „katholisch“ definieren, um 13 %. Ähnliches zeigt eine Statistik des „Pew Research Centers“ auch in anderen lateinamerikanischen Ländern.


Vatikan-Buenos Aires (kath.net) Das Pontifikat von Papst Franziskus, dem erste Papst aus Lateinamerika und früheren Erzbischof von Buenos Aires (Argentinien), hat nicht einmal in seinem Heimatland einen statistisch messbaren „Erfolg“ nachzuweisen, im Gegenteil: Zur Zeit seines Amtantritts bezeichneten sich nach Erhebungen des „Pew Research Center“ in Argentinien noch 71 Prozent als Katholiken, 2024 (dem letzten vollen Jahr vor seinem Tod am 21.4.2025) waren es nur noch 58 Prozent, also 13 Prozentpunkte weniger.

Andere lateinamerikanische Länder zeigen teilweise noch schlimmere Zahlen (Angaben gemäß „Pew Research Center“, zitiert in „Rorate Caeli Blogspot“: 
Brasilien: minus 15 % (von 61 auf 46 %)
Chile: minus 18 % (von 64 auf 46 %)
Kolumbien: minus 19 % (von 79 auf 60 %)
Mexiko: minus 14 % (von 81 auf 60 %)


Dagegen fällt Peru durchaus positiv auf, der Andenstaat hat mit „nur“ minus 9 % (von 76 auf 67 %) den geringsten Rückgang zu verzeichnen und hat relativ gesehen nun den stärksten katholischen Bevölkerungsanteil der gelisteten Länder. Peru stellt nun mit Papst Leo XIV. sogar den amtierenden Papst, was man aber 2024 noch in keiner Weise ahnen konnte.

Schaut man auf die anderen Werte, die „Rorate Caeli“ aus Quellen des „Pew Research Center“ auflistet, stellt man fest, dass nach wie vor der Glaube an eine – wie auch immer vorgestellte – Gottheit in den gelisteten Ländern Lateinamerikas eine Selbstverständlichkeit ist. In Argentinien glauben 90 % der Bevölkerung an Gott, in Peru 97 %, wobei „Gott“ hier als Allgemeinbegriff eingesetzt ist, der von christlichen Vorstellungen über Zeugen Jehovas, Hinduismus, Islam, Judentum bis hin zu Afro-brasilianischen und ähnlichen Kulten sowie Indio-Kulten sämtliche religiösen Vorstellungen abdeckt. 

Die Abwanderung aus dem katholischen Glauben scheint dabei nicht in erster Linie in Richtung Pfingstgemeinschaften und Evangelikale Christen zu gehen, obwohl man diese Sorge immer mal wieder geäußert findet. Diese hatten gemäß verfügbarem Zahlenmaterial während der Zeit des Pontifikates von Papst Franziskus nur überschaubaren Zuwachs, beispielsweise 0 % in Argentinien, mit dem höchsten Zuwachs erscheint hier Brasilien, wo die evangelischen Christen insgesamt nur auf 3 % Zuwachs kamen. Die Abwanderung aus dem katholischen Glauben scheint gemäß dem vorliegenden Zahlenmaterial vorwiegend in die Gruppe der religiös Ungebundenen stattzufinden.

 


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Lesermeinungen

 discipulus 28. Jänner 2026 
 

Ein interessanter Maßstab...

Wie waren noch gleich die Mitgliedszahlen in Deutschland 2005 und 2013? Ist das dann der Gradmesser für die Beurteilung des Pontifikats Benedikts XVI.? Hoffentlich nicht...


1
 
 heikostir 28. Jänner 2026 
 

Als ob Päpste daran schuld wären…


1
 
 ecclesiam 28. Jänner 2026 
 

doch Franziskus-Effekt

Vielleicht handelt es sich bei den -13% in Argentinien um den "Franziskus-Effekt".


7
 
 Walahfrid Strabo 28. Jänner 2026 

Nun, er hat ja auch in den 12 Jahren seines Pontifikats nicht einmal seine Heimat Argentinien besucht...


6
 

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