„Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das man in unzähligen Gottesdiensten hören kann, das man an theologischen Lehrstühlen seit Jahrzehnten hört und das sich ‚liberal‘ nennt?“
Augsburg (kath.net/pl) „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das man in unzähligen Gottesdiensten hören kann, das man an theologischen Lehrstühlen seit Jahrzehnten hört und das sich ‚liberal‘ nennt?“ Das fragt der bekannte Augsburger Theologe und Philosoph Johannes Hartl in einem kurzen Podcast. In Langform äußert er sich zum selben Thema ausführlicher seiner Serie „Hartls Senf“ mit dem Titel „Liberale Theologie: aufgeklärt – oder geistlich leer?“, siehe Video unten. Hartl ist Gründer des Gebetshauses Augsburg, Autor mehrerer Bücher (darunter Bestseller), weltweit gefragter Konferenzredner und Familienvater.
Es sei „letztendlich … eine Art Theologie zu betreiben, die aus der Aufklärung kommt“, sagte Hartl und führte weiter aus, dass die Aufklärung „dieses gigantische geistesgeschichtliche Projekt etwa Mitte des 18. Jahrhunderts in Europa“ gewesen sei, als man gesagt habe: „wir wollen Verstand statt Dogmatismus, wir wollen Toleranz statt Fanatismus. Wir kamen aus den Religionskriegen und jetzt wollen wir endlich lernen, tolerant zu sein. Wir wollen Wissenschaft statt Aberglauben und wir wollen Autonomie statt Unmündigkeit.“ Der Einzelne soll nun „fähig sein, sich kraft seines Verstandes Rechenschaft auch über das zu geben, was er glaubt“.
Hartl wies eigens darauf hin, dass diese „Grundanliegen der Aufklärung und auch die Grundanliegen dieser Theologie absolut verständlich sind. Wenn man dies nicht versteht, möge man mal in den Iran schauen oder nach Saudi Arabien, wie Religion auch aussehen kann ohne Aufklärung, also ohne kritisches Hinterfragen und ohne Autonomie des Einzelnen.“
Gleichzeitig glaube er aber, „dass das Bild auf Glauben, das hier entsteht, defizitär ist. ‚Defizitär‘ bedeutet, dass es ungenügend ist, nur ein kleiner Ausschnitt, deswegen nenne ich es die ‚amputierte Religion‘.“
VIDEO - Johannes Hartl: „Liberale Theologie: aufgeklärt – oder geistlich leer?“
Ein sehr gutes Zusammenwirken von Vernunft und Glaube @lesa
zeigt uns Maria: Mutig stellt sie die vernünftige Frage, die ihr Verstand eingibt: "Wie soll das geschehen ohne Mannkontakt?" - Der Engel gibt ihr die Antwort - und sie g l a u b t! Denn Gott ist größer als alle Naturgesetze, das weiß sie. Sie ist damit eine ungeheuer emanzipierte Frau, dh. sie geht in Dialog mit dem Unbekannten. Das Auftreten von Engeln ist für eine gläubige Jüdin als Wirken von Gottesboten eine Tatsache. Und dann entscheidet sie ganz allein! Und sagt Ja! Sie akzeptiert das Wirken Gottes, dessen Größe sie absolut anerkennt und glaubt mit Körper und Geist. Und empfängt den Gottessohn.
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Rolando vor 17 Minuten
Rolando
Leben in und nach der kath. Kirche und Lehre ist Wahrheit und Aufklärung zugleich. Leben nach der Hl. Schrift mittel Auslegung durch den kath. Katechismus, in Treue zum Lehramt der kath. Kirche. Alle Theologen und Professoren, sowie Philosophen, welche sich nicht nach der kath. Lehre richten und sie achten, sind nicht authentische, mögen sie sich auch katholisch nennen. Er ist heute ein Wirrwar von Eigeninterpretationen und Ideologiefolgerei, was mit dem wahren Glauben nichts zu tun hat.
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lesa vor 58 Minuten
Vernunft UND Glaube sind das Heilmittel. Durch Maria zu Christus.
"Vernunft UND Glaube ist das Heilmittel gegen den Kopfstand, in dem sich noch immer eine Garde von "Theologen", auch Bischöfen und Kardinälen befindet: Vernunft OHNE Glaube hat sie zu Werkzeugen des DIABOLOS gemacht. Sie halten Rom besetzt und höhlen den Glauben aus. Aber die Tage des Goliat sind gezählt. Jene, deren FIAT wir den Erlöser verdanken und gegen die sie in den letzten Wochen blind und dreist vorgegangen sind mit dem Schreiben, MPF - genau sie ist die Überwinderin aller Häresien. Die Reaktion auf diesen Affront hat weltweit zu herrlichen Darlegungen und Klärung der Mariologie und somit auch der Glaubengrundlegung geführt. Die Mittlerin aller Gnaden wird das erbarmungsvolle Licht der Wahrheit herabrufen. Nicht mit einem Stein, sondern mit der Kette des Rosenkranzes wird der verhöhnende Verdreher-Ungeist erledigt. Die neue Eva, die Immakulata hat ja gesagt zum Plan des Schöpfers und Erlösers und wird in Seiner Kraft Gnade vermitteln bis SEIN Werk vollendet ist.
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Wirt1929 vor 2 Stunden
Ein weiterer Aspekt der Aufklärung
ist das Streben nach absoluter Freiheit. Das vermeintliche Abstreifen religiös kirchlicher Knechtschaften, die zum Teil geboten waren, führten und führen oft in die absolute Gottlosigkeit. Die dadurch angestrebte Freiheit, wie immer wieder ersichtlich, führt in Zügellosigkeiten jedweder Art, die dem Menschen vorgaukeln absolut frei zu sein, nicht merkend, wie leer sie eigentlich werden, oder schon sind. Darum wird der freiheitliche Lebensfahrplan Jesus Christus immer Bestand haben und die letztendlich absolute Christus-Aufklärungsfreiheit in Wahrheit und Leben bei Gott erreichen. Unaufgeklärt fühle ich mich auf diesem Weg nicht und die dadurch auferlegten „Unfreiheiten" sind mir dann doch lieber. Danke Johannes Hartl
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Mariat vor 3 Stunden
"Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt,wird gerettet!" Matthäus 24,13
"Viele falsche Propheten werden auftreten und sie werden viele irreführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten. Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet werden. Und dieses Evangelium vom Reich wird auf der ganzen Welt verkündet werden - zum Zeugnis für alle Völker; dann erst kommt das Ende."
DANKE Hr. Hartl, für diese aufklärenden, wichtigen Worte- in dieser Zeit, wo viel Verunsicherung im Glauben geschieht.
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