SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
- Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
- Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
- Der stumme Gott unserer Zeit
- Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
- BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
- Beschließen ohne zu entscheiden?
- Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
- „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
- Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
- Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
- Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
- Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
- 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
- Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
| 
Christentum im Norden Nigerias „wächst astronomisch“13. April 2025 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Trotz der gewaltsamen Übergriffe gebe es in Nordnigeria immer mehr Menschen, die sich für das Christentum begeistern.
Wien (kath.net/KIN) Trotz anhaltender Verfolgung wachse die Zahl der Christen in Nordnigeria „geradezu astronomisch“. Das stellte Bischof Habila Daboh aus Zaria im Bundesstaat Kaduna gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) fest. Dabei sei das Leben für Christen nicht einfach: „Eine Mischung aus dschihadistischen Angriffen, Kriminalität und Stammeskonflikten bedroht ihr Leben“, sagte Daboh. Die Einführung der islamischen Rechtsprechung der Scharia in zahleichen Regionen habe die Lage zusätzlich verschärft.
Schuld an diesen zunehmenden Konflikten sei nicht die muslimische Mehrheitsbevölkerung, sondern erstarkende Gruppen von Extremisten. Das Zusammenleben von Christen und Muslimen sei zuvor harmonisch gewesen, erklärte der Bischof: „Wir teilten unser Festtagsessen. Wir feierten zusammen, spielten zusammen Fußball, besuchten dieselben Märkte. Doch dann kamen die Extremisten. Sie behaupteten, wer kein Muslim sei, verdiene es nicht zu leben. Von da an wurde das Leben für Christen unerträglich.“ 
Zulauf trotz Verfolgung
Doch trotz dieser Spannungen und gewaltsamen Übergriffe gebe es in Nordnigeria immer mehr Menschen, die sich für das Christentum begeistern. Daboh, der zuvor Leiter des Priesterseminars in Kaduna war, erinnerte an die Entführung von vier Seminaristen Anfang 2020. Einer von ihnen, der 18-jährige Michael Nnadi wurde ermordet (Foto: seine Beisetzung). Die übrigen kamen frei. Nach dieser traumatischen Erfahrung hätten er und andere Verantwortliche befürchtet, dass junge Männer nun nicht mehr den Priesterberuf ergreifen würden. Doch das Gegenteil sei geschehen, erzählte der Bischof: „Es bewarben sich noch mehr junge Männer für das Priesterseminar. Als wir sie fragten, warum, sagten sie: ,Wir wollen den Menschen zeigen, dass Jesus ein Mann des Friedens war, dass er Liebe lehrte.‘“
Extremistische Gruppen wie Boko Haram bekämpften jede Form von Bildung, die ihnen ihren Augen als „westlich“ gilt. Doch die Christen setzten auf Bildung als „Schlüssel zur Freiheit“, betonte Daboh. Deshalb betreibe die katholische Kirche auch in Nordnigeria zahlreiche Schulen: „Mein Volk ist hungrig nach Wissen. Bildung gibt den Menschen die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Sie können herausfinden, was richtig und falsch ist.“
„Die Menschen sind glücklich, weil sie Christus haben“
Er stelle fest, dass viele Menschen trotz Armut und Verfolgung glücklich seien und das auch ausstrahlten: „Sie sind glücklich, weil sie Christus haben“, sagte der Bischof. „Die Menschen wollen Liebe und Friede verkünden. Wir mögen nicht alle aus derselben Volksgruppe kommen oder derselben Religion angehören. Aber wir glauben daran, dass jeder unser Nächster ist und uns braucht. Das ist das Evangelium Christi.“
In Nigeria sind jeweils gut die Hälfte der rund 237 Millionen Einwohner Christen oder Muslime. Während im Süden die Zahl der Christen überwiegt, sind sie im Norden in der Minderheit. In zwölf Bundesstaaten ist die Scharia eine zentrale Quelle der Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung. Im ganzen Land halten Angriffe auf Christen an. Diese gehen von dschihadistischen Gruppen oder kriminellen Banden aus. Nigeria verzeichnet aktuell die höchste Zahl von entführten Priestern und Ordensleuten weltweit.
Foto (c) Kirche in Not
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | lesa 14. April 2025 | |  | Fruchtbares Weizenkorn oder Verrat der Wahrheit , die CHRISTUS ist. @salvatoreMio: Danke für das Zitat von Tertullian! Es wird bis zum Ende der Zeiten wahr sein. sein. Man kann also sagen "Wegen"... statt "Trotz" (der gewaltsamen Übergriffe gebe es in Nordnigeria immer mehr Menschen, die sich für das Christentum begeistern.)Wobei nicht Mord und Gewalt das Prinzip sind, sondern eine Konsequenz sein können jener Haltung der treuen Hingabe, die sich auch im Alltag und unspektakulär ereignet - und sei es, die geistige Finsternis auszuhalten und ihr durch Gebet entgegenzuwirken, ohne die Früchte selber unmittelbar zu sehen.
@Versusdeum: Deswegen führen Sie zu Recht das antichristliche Beispiel des synodalen Weges in D, und die verbreitete Angleichung an die Welt als das direkte Gegenstück an. Im einen Fall: Die Fruchtbarkeit des Weizenkorns, im anderen Fall: Die Verbreitung der Gottesfinsternis durch jene, die andere auf dem breiten Weg bestärken, anstatt mit dem Guten Hirten wie die treuen Zeugen Leben des Geistes zu vermitteln, EWIGES Leben! |  0
| | | | | Versusdeum 13. April 2025 | | | | ... und die Saat von ZdK und Würzburger Erklärung ist der Niedergang der Kirche in deutschen Landen. Ob der nächste Papst wohl aus Afrika kommen wird? |  1
| | | | | SalvatoreMio 13. April 2025 | | | | Schriftsteller Tertullian, geboren 160 in Khartago, erster latein. Kirchenschriftsteller, entstammte Zeiten, in denen viele Neubekehrte bereit waren, mit ihrem Leben für Christus Zeugnis abzulegen. Was Tertullian schrieb, bewahrheitet sich heute in Nigeria: "Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche!" |  6
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 





Top-15meist-gelesen- kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
- Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
- Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
- Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
- "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
- Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
- Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
- Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
- Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
- Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
- Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
- „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
- 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
- Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
- Beschließen ohne zu entscheiden?
|