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Mariä Himmelfahrt in Maria Vesperbild: „Geburtstagsglückwünsche an die Gottesmutter“

18. August 2026 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Augsburger Diözesanbischof Bertram Meier in Maria Vesperbild: Es ist der „Geburtstag der Gottesmutter für das Ewige Leben“.


Augsburg / Maria Vesperbild (kath.net)

Das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel ist der jährliche Höhepunkt im Festkalender des mittelschwäbischen Wallfahrtsorts Maria Vesperbild. In Vertretung des erkrankten benediktinischen Abtprimas Jeremias Schröder OSB zelebrierte der Augsburger Diözesanbischof Bertram Meier das feierliche Pontifikalamt. In seiner bewegenden Festpredigt hob der Bischof hervor, dass Mariä Himmelfahrt mehr als ein traditionelles Fest sei: Es ist der „Geburtstag der Gottesmutter für das Ewige Leben“.

Maria von der hohen Säule mitten unter uns holen

Eingangs betonte Bischof Bertram, dass eine echte Marienverehrung eine persönliche Beziehung zu ihr erfordere. Es falle manchmal schwer, Maria zu beglückwünschen, weil wir sie vielleicht „fast schon zu großgemacht haben, so hoch über uns entrückt, dass wir sie kaum erreichen können“. Um der kleinen Jüdin Miriam aus Nazaret nah zu sein, gelte es, sie – unbeschadet ihrer Würde – von der hohen Säule herunterzunehmen und mitten unter uns Menschen hineinzustellen: „Denn es spricht sich leichter, wenn man dem anderen in die Augen schauen kann.“


Apostelin des Ohres und mutiges „Ja“ zu Gottes Wort

In Form von vier „Glückwünschen“ fächerte Bischof Bertram das Leben der Gottesmutter auf:

Ein Glückwunsch für ihre offenen Ohren: Maria sei eine „Hörende“. Das Zuhören und Lauschen auf Gottes Wort sei eine Fähigkeit, die in der heutigen Zeit zu verschwinden drohe und die auch die Kirche wieder neu lernen müsse. „Vielleicht ist die Krise der Beichte nicht zuletzt eine Krise der Priester“, gab der Bischof zu bedenken. Maria sei auch ohne Weihe eine wahre „Apostelin des Ohres“.

Ein Glückwunsch für ihr mutiges „Ja“: Trotz der unverhofften Schwangerschaft, die mit Sorgen und unvermeidlichem Dorftratsch verbunden war, sagte Maria nach der Botschaft des Engels Gabriel unvoreingenommen „Ja“ und bekannte sich als Magd des Herrn. Der Bischof mahnte, dass auch die Kirche heute ein entschlossenes „Ja“ sprechen müsse: „Nicht zu den Maßstäben der Welt, sondern zur Messlatte, die Gottes Wort vorgibt. Wo es um Leben und Tod geht, gibt es keinen Kompromiss.“

Ein Glückwunsch für den hl. Josef: Ohne die Treue des hl. Josef zu Maria und seinem Ziehsohn gäbe es keine Gottesmutter und keinen menschlichen Erlöser.

Ein Glückwunsch für ihren Sohn Jesus Christus: Er hält Mahl mit uns und macht es erst möglich, dass wir Mariens Geburtstag für den Himmel feiern können.

Stimmungsvolle Lichterprozession vor der Mariengrotte

Bischof Bertram würdigte Maria Vesperbild als ein „geistliches Zentrum mitten in den Stauden“, das seit Jahrhunderten für unzählige Menschen eine spirituelle Quelle sei: „Möge es so bleiben! Es lebe ‚Marias schwäbische Hauptstadt‘!“

Mehrere tausend Gläubige zogen im Anschluss mit Gebeten und Gesängen in einer stimmungsvollen Lichterprozession über den Schlossberg zur Mariengrotte, um die Ersterlöste zu ehren.

 

Foto: (c) Pressestelle Bistum Augsburg


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