Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  9. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  10. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  11. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  14. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  15. Frau, dein Glaube ist groß! Die Gnade, die Grenzen überschreitet

Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes

vor 2 Stunden in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden



Altötting (kath.net/gem/pm/rn)

In seiner Predigt am Hochfest Mariä Himmelfahrt in Altötting hat der Passauer Bischof Stefan Oster SDB das Verhältnis von Staat, Gesellschaft und Religion beleuchtet. Oster betonte dabei die fundamentale Bedeutung des christlichen Menschenbildes für das Funktionieren des freiheitlichen Rechtsstaates und warnte vor den Folgen einer fortschreitenden Säkularisierung.

Ausgangspunkt der Überlegungen war Artikel 1 des Grundgesetzes („Die Würde des Menschen ist unantastbar“). Während in juristischen und philosophischen Debatten die Menschenwürde oft rein normativ – als eine einzufordernde Schutznorm – verstanden werde, biete der christliche Glaube ein klares, deskriptives Fundament:


Gottesebenbildlichkeit: Der Mensch besitzt eine unverlierbare Würde, weil er als Ebenbild Gottes geschaffen ist – unabhängig von Leistungsfähigkeit, Entwicklungsstand oder Gesundheitszustand.

Umfassender Schutz: Dieses Verständnis schließe den ungeborenen Menschen (Embryo) ebenso ein wie Menschen im Koma oder Pflegebedürftige.

Schutz von Ehe und Familie: Aus diesem Menschenbild leite sich auch der besondere Schutz von Ehe und Familie (Art. 6 GG) ab, verstanden im klassischen Sinne als verbindliche Gemeinschaft von Mann und Frau.

Erosion der Maßstäbe durch Säkularisierung

Oster warnte davor, dass bei einer verdunstenden Gottesbefindlichkeit der inhaltliche Kern der Menschenwürde kontinuierlich neu verhandelt und ausgehöhlt werde. Als Beispiele für diesen gesellschaftlichen Wandel nannte er:

Die Debatte um ein vermeintliches Recht auf Abtreibung.

Die Freigabe der Beihilfe zum Suizid (Urteil des BVerfG 2020), die er als Dammbruch bezeichnete.

Die Praxis der Leihmutterschaft sowie Debatten rund um Gender und Identitätspolitik (u. a. im Kontext der Christopher-Street-Days).

Gleichzeitig betonte der Bischof, dass die Würde jedes einzelnen Menschen – unabhängig von Lebenswandel, sexueller Identität, Herkunft oder sozialem Status – unangetastet bleibe. Auch Menschen auf der Flucht oder am Rande der Gesellschaft gebühre stets christliche Nächstenliebe und Respekt, niemals Gewalt.

Die christliche Vision: „Den Himmel offen halten“

Bezugnehmend auf Äußerungen der Autorin und Verfassungsrichterin Juli Zeh, wonach der Gesellschaft eine tragende Vision fehle, formulierte Oster das Angebot der Kirche:

Die eigentliche Vision der Christen bestehe darin, den „Himmel offen zu halten“. Das Fundament der Demokratie gerate ins Wanken, wenn das biblische Menschenbild schwinde, da eine bloße Interessenvielfalt ohne gemeinsamen Wertehorizont das Rufen nach autoritären Mitteln begünstige. Der christliche Glaube und das Zeugnis einer von Christus geprägten Liebe seien daher ein unverzichtbarer Beitrag zum Gelingen des Gemeinwesens.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Christianlay vor 39 Minuten 
 

Die Gebote Gottes zählen!

Erstens: Der Ausgang von dem "christlichen Menschenbild" ist kein sinnvoller, da dieses Bild indikativische Aussagen, imperativische und optativische in sich vermengelt- für den moralttheologischen Diskurs zählen nur die imperativischen! Zweitens: Die Anthropologie der Bibel und der Theologie ist die von der Schöpfung des Menschen, seines Falles und seiner Erlösung, nicht die "Würde des Menschen". Drittens sollte die Kirche die Gebote Gottes in den Vordergrund stellen und nicht die "Würde des Menschen", deren Gehalt frei diskuterbar und bestimmbar ist.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


1
 
 nazareth vor 1 Stunden 
 

Danke lieber Bischof Oster!

Ihr Wort in Gottes und der Menschheit Ohr!?Wer erkennt, dass man das Bild der Gottesebenbildlichkeit und Schöpfung im Hinblick auf die Ewigkeit, nicht als "gestrig" und überholt sehen kann?


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  5. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  6. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  7. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  8. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  9. „Habt keine Angst – Noch sind die Glocken nicht verstummt“
  10. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  11. Sechste Staffel von „The Chosen“ angekündigt: Fokus auf die Passion Christi
  12. Orthodoxe bereiten sich mit Fasten auf "Mariä Entschlafung" vor
  13. „Das menschliche Leben muss von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt werden“
  14. Im Puls des Herzens Gottes
  15. Erdbeben in Kolumbien: Priester evakuierte Gläubige während der Messfeier

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz