Leo XIV.: „Möge der Weg hin zur Feier des zweiten Jahrtausends der Erlösung im Jahr 2033 von allen christlichen Konfessionen der Welt gemeinsam beschritten werden“ – Erinnert an Lebensrecht auch „der Jüngsten und Bedürftigsten“. Von Petra Lorleberg
Vatikan (kath.net/pl) „In einer Zeit, die von Kriegen und wachsender Polarisierung sowie von kulturellen und sozialen Spaltungen geprägt ist, sind die Christen – untereinander versöhnt und vereint im Bekenntnis zum einen Glauben – dazu berufen, ein glaubwürdiges Zeichen des Friedens zu sein und einen entscheidenden Beitrag zu den Bemühungen aller Menschen guten Willens um den Frieden zu leisten. Zudem steht in der gegenwärtigen Lage nicht nur die Glaubwürdigkeit der christlichen Botschaft auf dem Spiel, sondern die Zukunft der Menschheit selbst. Die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit der Christen angesichts der heutigen Herausforderungen – zu denen der Frieden, der rechte Umgang mit neuen Technologien und die Sorge um die Schöpfung gehören – entspringt dem Evangelium Jesu Christi selbst. Tatsächlich ist unsere Verantwortung für das Leben und die Würde jedes Menschen, angefangen bei den Jüngsten und Bedürftigsten, das Kriterium, das über unsere gegenwärtige und ewige Bestimmung entscheidet (vgl. Mt 25,31–46).“ Mit diesen Worten zeigt Papst Leo XIV. gegenüber einer Delegation des [orthodoxen] Ökumenischen Patriarchats, wie wichtig ihm die Ökumene gerade auch mit den orthodoxen Christen ist. Er äußerte dies gegenüber der Delegation, die anlässlich des Hochfestes der Hl. Apostel Petrus und Paulus, wie üblich, zur Mitfeier nach Rom gekommen war. Am Folgetag empfing der Hl. Vater die Delegation auch persönlich. Dabei betonte er die innere Übereinstimmung im gemeinsamen Glauben sowie in den gemeinsamen Moralvorstellungen bezüglich Lebensrecht und Nächstenliebe.
„Ihre Anwesenheit in unserer Mitte bringt die brüderliche Verbundenheit unserer Schwesterkirche in Konstantinopel sowie ihres Hirten und Oberhauptes, Seiner Allheiligkeit Bartholomäus, des Ökumenischen Patriarchen, zum Ausdruck“, stellte Leo fest.
Leo erinnerte an „meine Teilnahme am Fest des heiligen Andreas im vergangenen Jahr in der Patriarchatskirche des heiligen Georg im Phanar. Mit Freude und Dankbarkeit denke ich an die Begegnungen mit Seiner Allheiligkeit Bartholomäus zurück, bei denen wir unsere gegenseitige Freundschaft vertiefen und uns über zahlreiche Fragen austauschen konnten – vor allem über unseren gemeinsamen Wunsch, auf dem Weg zur vollen Einheit aller Christen voranzuschreiten.“
Dann rekurrierte er auf das bewegende gemeinsame Gedenken des 1700. Jahrestag des Ersten Konzils von Nicäa: „In diesem Zusammenhang fand am Vorabend des Festes des heiligen Andreas in İznik – auf Einladung von Patriarch Bartholomäus und im Beisein von Vertretern anderer Kirchen und kirchlicher Gemeinschaften – das Gedenken an den 1700. Jahrestag des Ersten Konzils von Nicäa statt. Diese Feier war ein beredtes Zeugnis für die Gemeinschaft, die bereits zwischen jenen besteht, die den Glauben an Gott, den Vater aller, teilen und an Jesus Christus als Herrn und Sohn Gottes sowie an den Heiligen Geist glauben, der uns beseelt und zur Fülle der Wahrheit und Einheit führt. Diese Gedenkfeier machte deutlich, dass das Glaubensbekenntnis von Nizäa das Fundament und der Leitfaden dieses ökumenischen Weges sein muss; es bietet das Modell wahrer Einheit in legitimer Vielfalt: Einheit in der Dreifaltigkeit, Dreifaltigkeit in der Einheit (vgl. Apostolisches Schreiben *In Unitate Fidei*, 12). Möge der Weg hin zur Feier des zweiten Jahrtausends der Erlösung im Jahr 2033 von allen christlichen Konfessionen der Welt gemeinsam beschritten werden, in der Wiederentdeckung der Gabe und des Rufs, Zeugen des Auferstandenen zu sein.“
In 7 Jahren gemeinsames Feiern aller christlichen Konfessionen?
@Versusdeum: Auch wenn Ihre Logik bezüglich der Pius-Gemeinschaft eher nicht stimmt, ich kann Ihre Gedanken nachvollziehen. - Welche Freundschaftlichkeit wird der griechisch-orthodoxen Kirche gewährt, obwohl bereits seit 1000 Jahren der Papst nicht als Oberhaupt der Kirche anerkannt wird, und man auch auch eigene Bischöfe weiht. Was ist daran besser als bei den "Pius-Brüdern"? Oder glaubt Papst Leo, der Patriarch von Konstantinopel würde sich "Rom unterwerfen"? Es kann schließlich nur einen einziger Nachfolger mit dem Amt des hl. Petrus geben. - So manches ist mir derzeit auch eher "spanisch" als römisch-katholisch.
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Stefan Fleischer vor 36 Minuten
@ versumdeum
«ob sie (die Piusbruderschaft) damit Gottes Werkzeug sein werde oder sich tatsächlich von Seiner Kirche fortbewege, wird man erst im Rückblick sagen können» Diese Frage muss sich die Piusbruderschaft selbst stellen. Die Überzeugung, dass sie ein Werkzeug Gottes (und nicht des Widersachers, welcher bekannt ist für sein «non serviam») sei, genügt hier als Argument nicht. Wenn als Frucht sich daraus eine Kirchenspaltung zu ergeben droht, ist die Antwort, welche die Piusfrage auf diese Frage heute gibt, zumindest höchst fragwürdig. Unsere Kirche will eine Gemeinschaft IM GLAUBEN sein. Dafür aber braucht es ein einziges, allgemein anerkanntes Lehramt. Mehrere sich gegenseitig bekehren wollende Lehrämter sind sichert nicht der Plan unseres Herrn. Dass Theologen über gewisse Punkte diskutieeren, ist an sich logisch und auch richtig. Das gläubige Volk aber sollte damit nicht belästigt oder gar gespalten werden.
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Toretto vor 5 Stunden
gemeinsames Osterdatum
Papst Leo XIV. will die Trennung des Osterfests beenden. Alle Christen sollen Ostern weltweit am selben Tag feiern.
Am 29. November 2025 unterzeichnete er mit Patriarch Bartholomaios I. eine gemeinsame Erklärung in Istanbul. Darin fordern sie eine dauerhafte, einheitliche Osterfeier.
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Versusdeum vor 5 Stunden
Ist das die richtige Meldung für heute?
Oder was soll uns das sagen angesichts der Reservate, in die die Kirche ihre Liturgie zwängt, die von 1570 bis 1970 die der praktisch ganzen Weltkirche war? Und das auch noch an exakt dem Tag, an dem die Piusbruderschaft Bischöfe weiht, um den Fortbestand ihres Werkes zu sichern (ob sie damit Gottes Werkzeug sein werden oder sich tatsächlich von Seiner Kirche fortbewegen, wird man erst im Rückblick sagen können). Fakt ist jedenfalls, dass die Kirche offensichtlich weniger Berührungsängste mit anderen Konfessionen hat, als "mit sich selbst". Wovor hat man Angst? Ein Argument für den Novus Ordo in der Landessprache war doch, dass man dann alles verstehe, was sich zumindest bei uns nicht bewahrheitet hat. Und dass er den modernen Menschen eher anspreche. Wenn jetzt also der überlieferte Ritus vermehrt wieder die Jugend anspricht: Warum bietet man ihn nicht großzügiger an? Und warum ist das unselige, noch schnell vor einer OP des Papstes gekommene, TC noch nicht widerrufen?
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