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Vatikan veröffentlicht Programm der Kardinalsversammlung

vor 3 Stunden in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Konsistorium am Freitag und Samstag mit inhaltlichen Schwerpunkten aktuelle Weltlage, Künstliche Intelligenz und Fortgang der Weltsynode - Auch Kardinal Schönborn nimmt teil


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan hat das Programm der bevorstehenden Beratungen des Kardinalskollegiums veröffentlicht. Beim Konsistorium am 26. und 27. Juni will der Papst mit den Kardinälen über die aktuelle Weltlage, Künstliche Intelligenz und den Fortgang des Reformprojekts Weltsynode sprechen. Die Beratungen finden auch auf Basis der ersten Enzyklika des Papstes statt, "Magnifica humanitas", wie aus dem am Montagabend vom Vatikan veröffentlichten Programm hervorgeht. Auch der Wiener Kardinal Christoph Schönborn nimmt an der Kardinalsversammlung teil.

Das Konsistorium beginnt Freitagfrüh (26. Juni) mit einer Messe im Petersdom unter Leitung von Papst Leo XIV. Es folgt die erste von vier Sitzungen in der Synodenaula. Zuvor hält jeweils ein Kardinal eine Einführung ins Thema.

Den Anfang macht der Erzbischof von Krakau, Grzegorz Rys, mit einer Bibelmeditation, gefolgt vom Leiter der Glaubensbehörde, Víctor Fernández. Die dritte Arbeitssitzung leitet der Erzbischof von Johannesburg ein, Stephen Brislin; vor der Abschlusssitzung spricht der Leiter des vatikanischen Synodensekretariates, Mario Grech.


Für die Beratungen selbst werden alle anwesenden Kardinäle in 20 Gruppen aufgeteilt: Neun Gruppen setzen sich aus den wahlberechtigten Kardinälen zusammen, die Ortsbischöfe sind, sowie aus den Nuntien und jenen Kardinälen, die ihren aktiven Dienst als Ortsbischöfe schon beendet haben.

Elf Gruppen umfassen die wahlberechtigten Kardinäle der Römischen Kurie sowie die nicht wahlberechtigten Mitglieder des Kollegiums. Das Kardinalskollegium besteht aus 241 Männern aus rund 100 Ländern. 117 von ihnen sind unter 80 Jahre alt und wären damit bei einer Papstwahl stimmberechtigt.

Die erste Sitzung soll sich der internationalen Lage und der Situation in den Ortskirchen widmen. In der zweiten und dritten Sitzung behandeln die Kirchenmänner Themen aus der kürzlich veröffentlichten Sozialenzyklika des Papstes, darunter Frieden, Versöhnung und die Überwindung der Theorie vom "gerechten Krieg".

In "Magnifica humanitas" geht es um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz und weitere Herausforderungen für die Menschheit. Schließlich geht es um den Fortgang des Reformprojekts Weltsynode, das zu mehr Mitwirkung aller Katholiken in der Kirche führen soll.

Am Ende der vierten Sitzung des Konsistoriums am Samstag (27. Juni) steht ein "Dialog mit dem Heiligen Vater", bei dem sich jeder Kardinal in einem Beitrag von maximal drei Minuten frei äußern kann. Nach seiner Schlussansprache von Leo XIV. und einem gemeinsam gesungenen Te Deum steht ein Abendessen des Papstes mit dem Kollegium auf dem Programm. Am Montagfrüh (29. Juni) nehmen viele Kardinäle zudem an der Messe im Petersdom zum Hochfest der Apostel Petrus und Paulus teil.

Das Programm des zweitägigen Konsistoriums sieht eine Abfolge von Diskussionen, Gebeten, Zeiten des Schweigens sowie persönlichen und gemeinsamen Reflexionen im Plenum vor. Für die Beratungen wurde Vertraulichkeit vereinbart. Mit Ausnahme der Papstansprachen sind Medien von den Sitzungen ausgeschlossen. Die Teilnehmer sollen während des Konsistoriums von öffentlichen Erklärungen oder Interviews absehen.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto aus dem Konsistorium Jan. 2026 (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

 Patroklos vor 41 Minuten 
 

Konsistorium "neuen Typs"

Also wieder ein Ablauf wie Gremiensitzungen in einer weltlichen Organisation (mit begrenzter Redezeit, Moderatoren und der redaktionellen "Bearbeitung" der dann vorgelegten Berichte). Mit dem klassischen Konsistorium (Plenum, freie Rede, ständige Anwesenheit des Papstes bei allen Beiträgen) hat das wenig zu tun. Soll das die neue Form der Diskussionskultur in der Kirche sein?
Dazu alles sehr "politische" Themen, kaum etwas wirklich theologisches. Und: Sollte nicht "Liturgie" zentrales Thema sein, vom vorangegangenen Konsistorium hierher verschoben? Gerade das hätte doch nun zeitlich hervorragend gepasst.
Die Kirche auf dem Weg zur NGO....


0
 
 Versusdeum vor 1 Stunden 
 

Inhaltlich praktisch nichts davon klingt konstruktiv

- man macht mehr oder weniger das gleiche, wie schon beim letzten Mal, das damals schon kritisiert wurde u.a.
- Fernandez und Grech als Garanten der "schwierigen" Hinterlassenachaft von Franziskus
- Veröffentlichung der Themen im allerletzten Moment (warum? Bestenfalls will man, dass sich die Kardinäle im Vorfeld über alles Gedanken machen)
- Verzetteln in Kleingruppen à etwa 12 Personen
- Mikroreferate jedes Kardinals (an sich gut), die aber nur jedem das Gefühl geben, etwas sagen zu dürfen, man aber nur Stichworte nennen, aber keine Zusammenhänge erklären kann
- wieder ist der Glaube selbst kein Thema, nur für das ewige Heil nebensächliches wie die "Weltlage" oder Strukturfragen
- Pius dürfte sich durch all das bestärkt fühlen, dass die Kirche in einer spirituellen Notlage ist


2
 

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