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"Duftend wie Weihrauch, der einen ganzen Raum erfüllt, obwohl er dabei verbrennt"

13. Juni 2025 in Buchtipp, 4 Lesermeinungen
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Kalt-Duschen, 16-8-Intervallfasten, vom Nutzen langweiliger Bücher und weitere kleine Tipps für ein fokussiertes Leben gibt es im neuen Buch von Johannes Hartl - Von Roland Noé


Linz-Augsburg (kath.net/rn)
„Kleine, fokussierte Schritte haben langfristig immense Auswirkungen auf Dein Leben.“ Diese These vertritt der bekannte Augsburger Theologe Johannes Hartl in seinem neuesten Buch „Die Kraft eines fokussierten Lebens.“  Für alle, die ein Buch über „Gebet“ oder „große spirituelle Gedanken“ erhoffen, ist das Buch nichts, auch wenn es doch auch darum immer wieder geht.  Hartl möchte in seinem neuen Buch die Leser motivieren, die Kunst des fokussierten Lebens zu erlernen. Dazu sei eine gewisse „Antifragilität“ notwendig. Für Hartl ist der Körper dafür gemacht, eine gewisse Menge an Anstrengung zu bewältigen. „Es ist nicht gesund, sich immer nur zu schonen.“  Diese gelte für den Körper und den Geist. „Deine Belastbarkeit wächst, indem Du Dich bewusst einer gewissen Belastung aussetzt.“ Sich selbst zu schonen sei laut Hartl der falsche Weg. „Denn dadurch verlierst Du innere Widerstandskraft, geistige Muskelkraft.“

Auf dem Weg des „fokussierten Lebens“ werde man schnell einer „Macht der Entmutigung“ begegnen. Der Theologe betont, dass nichts Großes im Leben ohne beständigen Kampf gegen Entmutigung vollbracht wurde. „Entmutigung ist Dein Feind. Lerne ihr kein Gehör zu schenken.“ Man müsse sich im Leben auch Ziele formulieren. Alleine dadurch steige die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass man diese erreiche.

Hartl erklärte dann in seinem Buch, dass man „Unbequemes“ tun müsse, um widerstandsfähiger zu werden. Der Mensch brauche einen „freiwilligen Stress“ und „körperliche Herausforderungen“ für ein „körperliches und mentales Wohlbefinden.“


Seine Tipps sind dann unter anderem „Kalt duschen“. Es gebe gewisse Kräfte, die vom Körper nur dann freigesetzt werden, wenn man mit Kälte in Berührung komme. Durch das Kalt-Duschen werde laut Hartl auch das Immunsystem gestärkt. Es sei auch ein gutes Mittel gegen Depressionen und rege auch den Stoffwechsel an.  Auch sein weiterer Tipp befasst sich mit Verzicht: Intervallfasten. Er selbst praktiziere seit 10 Jahren dies und sei seitdem nicht mehr krank geworden.

Hartl empfiehlt dann auch, etwas „Langweiliges“ zu lesen. „Wer konzentriert etwas liest, trainiert bereits seinen Fokus“. Wer einen Text lesen müsse, der einem mehr abverlangt, trainiert seinen 'Konzentrationsmuskel'. Und auch „Sport“ sei sehr wichtig. Regelmäßiger Sport habe einen messbaren positiven Effekt auf den Körper. Auch die „emotionale Gesundheit“ werde durch Sport gestärkt. „Ich bin überzeugt, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit sind“, schreibt Hartl und ist damit auf einer Linie mit Papst Leo XIV:, der regelmäßig Sport betreibt. „Die inneren Einstellungen verändert sich nach und nach, wenn man mit ganz konkreten Schritten begonnen hat. Regelmäßiger Sport ist einer davon“ , so der Theologe.

Ein weitere wichtiger Punkt ist für Hartl das „Verzichten“. „Beim freiwilligen Verzichte auf Unnötiges gewinnt die Seele innere Kraft. Die Kraft, Nein zu sagen.“ Hartl schlägt vor, dass man für gewisse Zeiten z.b. auf Zucker, Alkohol oder auf Medien verzichten sollte. Ein weiterer Tipp von Hartl ist, dass man bei seiner Arbeit grundsätzlich mit dem Schwierigsten beginnen sollte.

In einem weiteren Kapitel in seinem Buch spricht der Augsburger Theologe das Problem an, dass man heute kaum zur Ruhe komme. Ablenkungen sind für Hartl keine Entspannung, sondern nur „weiterer innerer Traffic.“. Wenn man nicht gut schlafen könne oder schlecht schlafe, sei dies oft ein Symptom, dass man tagsüber eine zu große Drehzahl gefahren sei. Eine große Gefahr sei das Handy. „Flugmodus ist dein Freund. Sei nicht immer erreichbar“, schreibt Hartl. Man solle bewusste eine gewisse Zeit am Tag ohne Handy verbringen und auch alle Benachrichtigungen ausschalten. „Dein Smartphone sollte Dir dienen, Nicht Du Deinem Smartphone.“

Hartl erinnert dann auch daran, dass Jesus selbst die Verbindung von Glaube und Ruhe hergestellt habe. „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch Ruhe verschaffen.“, heißt es im Kapitel 11 im Matthäus-Evangelium. Der Theologe gibt dann noch ein paar Tipps, wie man zur Ruhe kommen könne. So empfiehlt er, regelmäßig in die Natur zu gehen. Dies sei für ihn ein ganz wesentlicher „Schatz seines Lebens“ geworden. Man sollte auch bewusst auch in der ersten Stunde des Tages eine „Zeit der Stille“ nehmen. Diese entscheidet laut Hartl viel über den Rest des Tages. Auch „Stille Tage“ in einem Kloster oder in den Bergen oder in einer Ferienwohnung seien hilfreich. „Stille kostet erst mal Überwindung, doch nach und nach möchte man sie nicht mehr missen.“

Im Abschluss-Kapitel seines Buches erinnert der Leiter des Gebetshauses Augsburg dann an die Wichtigkeit von Struktur ,dem Konzept der Routine und einem gesunden Rhythmus. Das Leben ist die Abfolge von Wiederholungen. „Wir sind im wahrsten und besten Sinne des Wortes Wiederholungstäter.“ Eine gute Struktur sei laut Hartl auch nichts „Lebloses“. „Alles Lebendige hat Struktur, jede Zelle, jede Pflanze.“  Abschließend schreibt der Theologe: „Letztendlich besteht das menschliche Leben nicht nur daraus , die eigenen Ideen und Wünsche durchzusetzen. Fokussiertes Leben bedeutet, für das zu leben, was wirklich wichtig ist. Orientiert an den höchsten Werten. Ein Mensch, der so lebt, hat Feuer in seinem Herzen. Es wärmt uns spornt an… Nur, wer das eigenen Feuer bewahrt, kann andere zum Wärmen an den Herd einladen. Das wäre wirklich die Kraft eines fokussierten Lebens; andere zu wärmen. Ihnen einen sicheren Ort und Orientierungspunkt zu geben, ohne dabei auszubrennen.“ Jesus habe laut Hartl all das, worauf es ankommt, auf die  Liebe hin fokussiert.  Diese Liebe wärme wie ein „wohliger Ofen“ und sei offen für andere. „Was müsste ich priorisieren, wenn es wirklich zuerst um die Liebe ginge? Was alles verlöre seine Bedeutung? Die Liebe selbst ist fokussiert, denn sie lehrt, Nebensächliches hintanzustellen und das eine zu tun, was jetzt wirklich entscheidend ist.“

Wir Menschen seien laut Hartl zur Hingabe berufen. Diese „höchste und letzte Hingabe“ habe jedoch kein Projekt, kein Ziel und kein Mensch sondern nur Gott verdient. Am Ende sollte man alles an Gott verschenken. Dieses Leben wäre laut Hartl eine Inspiration für andere. „Duftend wie Weihrauch, der einen ganzen Raum erfüllt, obwohl er dabei verbrennt.“

kath.net-Buchtipp:
Johannes Hartl
Die Kraft eines fokussierten Lebens
Hardcover, 144 Seiten
2025 Herder, Freiburg
ISBN: 978-3-451-60149-1
Preis Österreich: € 16,50
Preis Deutschland: € 16,00

 

 


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Lesermeinungen

 N. Haupt 13. Juni 2025 
 

Quelle von Inspiration

Ich lese und höre Johannes Hartl immer gerne, mit Gewinn.

Er ist jemand, der sich über theolgischen "Buchwissen" hinauswagt, ohne dabei seine Seele zu verlieren - großartig!

So geht kath. Tradition und Wahrheitsliebe.


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 gebsy 13. Juni 2025 

Alles andere wird euch dazugegeben;

dieser göttlichen Zusage immer mehr Vertrauen zu schenken, ist Lebenselixier und Lebensziel.


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 Karlmaria 13. Juni 2025 

Priorisieren müssen wir auch die Bedürfnisse des Nächsten

Mindestens genau so viel wie unsere eigenen Bedürfnisse. Wobei für unsere Bedürfnisse sowieso Gott sorgt. Also müssen wir eigentlich nur noch an die Bedürfnisse der anderen denken. Gott über alles lieben und den Nächsten wie sich selbst geht ja nur wenn ich auch immer an die Bedürfnisse des Nächsten denke. Die Sünden können ziemlich leicht vergeben werden durch die Heilige Beichte. Aber wenn ich nicht an die Bedürfnisse des Nächsten gedacht habe das kann nicht so ohne weiteres vergeben werden vor allem wenn ich gar nicht daran denke und das auch nie in die Beichte bringe. Beim Gericht sagt Gott das habt ihr Mir getan. Das habt ihr Mir nicht getan!


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 Stefan Fleischer 13. Juni 2025 

"Was müsste ich priorisieren,

wenn es wirklich zuerst um die Liebe ginge?» Ich würde sagen, die Beziehung zu Gott. Nicht umsonst nennt der Herr als erstes und wichtigstes Gebot: «Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben, aus ganzem Herzen, … » Wir neigen doch alle dazu, uns selbst zu priorisieren und verlieren uns dabei in den Alltagssorgen: «Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.» mahnt uns der Herr. (Lk 10,41-42)


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