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Tagebuch eines Landpfarrers - neu übersetzt und kommentiert

20. Oktober 2015 in Buchtipp, 1 Lesermeinung
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An der Lauheit und am Unverständnis der Menschen scheitert der junge Landpfarrer des nordfranzösischen Ambricourt als Seelsorger. Neu übersetzt und kommentiert von Veit Neumann. Ein Buch von Georges Bernanos


Linz (kath.net)
An der Lauheit und am Unverständnis der Menschen scheitert der junge Landpfarrer des nordfranzösischen Ambricourt als Seelsorger. Gerade dadurch kommt er seinem Auftrag nach, den unerkannten Christus unter den Menschen gegenwärtig zu machen. Im Selbst-gespräch des Scheiternden vereint Georges Bernanos christliche Spiritualität und Weltliteratur. Vor allem zeigt der maßgebliche Vertreter des „Renouveau catholique“ in dem Werk, das erstmals 1936 erschien, dass die Ödnis des Säkularismus den Glauben noch im Untergang nicht auszulöschen vermag.


Die komplette Neuübersetzung entfaltet diese Erkenntnis für eine Seelsorge in einer Zeit, in der die geistlichen Wüsten zunehmen. Das „Tagebuch eines Landpfarrers“ erhielt 1943 den Grand Prix du Roman der Académie française, aus dem Jahr 1951 stammt die Verfilmung von Robert Bresson mit demselben Titel.

kath.net Buchtipp
Tagebuch eines Landpfarrers - neu übersetzt und kommentiert von Veit Neumann.
Von Georges Bernanos
344 Seiten, Paperback
2015, Pustet
ISBN 978-3-7917-2722-6
Preis 27,80 EUR

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Lesermeinungen

  20. Oktober 2015 
 

Edle Priesterseele scheitert an böser Welt. Ist es wirklich so einfach?

Oder hat man nicht viel mehr das schon in der Form 'Tagebuch eines Einsamen' angelegtes Dokument einer tödlichen Sprachlosigkeit vor sich?

Wenn man sich den Inhalt des Buches und des noch berühmteren Films ansieht:
Es ist wahr, die Leute in Dorf und Schloss stehen dem Pfarrer gleichgültig gegenüber, oder sie versuchen ihn für eigene Zwecke einzuspannen. Vom Glauben wollen sie nichts wissen.
Andererseits gelingt es auch dem Pfarrer seinerseits nicht, diesen Menschen in ihren sehr realen materiellen und geistigen Nöten nahe zu kommen. Mit einer (eigentlich nur einer halben) Ausnahme im Fall der Schlossherrin.

Das Tagebuch eines Landpfarrers ist alles andere als eine erbauliche Heiligenlegende. Es zeigt den Jünger vereinigt mit dem Meister in der Qual des einsamen Scheiterns. In dem Satz "In mir ist Nacht" erweist es sich als eine Erzählung von Gethsemane.


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