
Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizierenvor 1 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Noch bis Mittwoch tauschen sich im Vatikan Vertreterinnen und Vertreter der Weltkirche über die Lebensrealität von Familien, ihre Herausforderungen und die pastoralen Antworten der Kirche aus.
Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Die Teilnehmer des aktuellen Bischofstreffens zu den Themen Ehe und Familie im Vatikan haben eine Kommission benannt, die einen Abschlussbericht nach den einwöchigen Beratungen verfassen soll. Er soll auch veröffentlicht werden. Ihre Namen wurden am Freitagnachmittag im Vatikan bekannt gegeben.
Leiter der Kommission ist Kurienkardinal Kevin Joseph Farrell, der im Vatikan das für Familien zuständige Dikasterium leitet. Weitere Mitglieder aus dem Vatikan sind Kardinal Mario Grech und Pater Giacomo Costa (beide vom vatikanischen Synodensekretariat) sowie Gabriella Gambino, die Nummer drei im Familien-Dikasterium des Vatikans.
Aus Bischofskonferenzen sind vertreten Kardinal Pablo David, Erzbischof von Kalookan (Philippinen), Erzbischof José Manuel Imbamba, Vorsitzender der Bischofskonferenz von Angola, der indische Kardinal Anthony Poola und schließlich der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi.
Als Experten nehmen teil: der französische Theologe Philippe Bordeyne, Chef des Päpstlichen Instituts Johannes Paul II. für Ehe und Familie, Audrey Boucher, Seelsorge-Koordinatorin in der kanadischen Diözese Sainte-Anne-de-la-Pocatière, und die italienische Kirchenrechtlerin Orietta Rachele Grazioli von der römischen Lateran-Universität. Wann der Abschlussbericht veröffentlicht wird und welchen Verbindlichkeitsgrad er haben soll, wurde bei der Bekanntgabe offen gelassen. 
Erzbischof Lackner bei Beratungen
Auf Einladung von Papst Leo XIV. beraten von 7. bis 14. Oktober in Rom die Vorsitzenden von Bischofskonferenzen aus aller Welt, die Oberhäupter der katholischen Ostkirchen sowie Paaren und Familien aus mehreren Ländern und Experten über Ehe- und Familienseelsorge. Anlass ist das Zehn-Jahr-Jubiläum des Texts "Amoris laetitia" (Freude der Liebe) von Papst Franziskus (2013-2025).
Aus Österreich nimmt der Salzburger Erzbischof und Bischofskonferenz-Vorsitzende Franz Lackner an dem Treffen teil. Die bis Mittwoch angesetzten Beratungen finden im bereits erprobten "synodalen Stil" an runden Tischen in der vatikanischen Audienzhalle statt. Nach einem morgendlichen Impuls und einer Einführung in ein täglich wechselndes Thema diskutieren die Teilnehmenden zunächst in Kleingruppen. Jeweils am Nachmittag werden die Ergebnisse im Plenum besprochen.
Pro Thema gibt es einen kurzen einführenden Vortrag eines Bischofs, eines Experten sowie einen Erfahrungsbericht von "Betroffenen", also Eheleuten oder Familien. Nach den Themen "Familien heute: Realität, Schönheit und Herausforderungen" und "Junge Menschen und die Entdeckung der Berufung zur Ehe" am Donnerstag und Freitag, werden die Teilnehmer am Samstag über "Eheleben. Die ersten Ehejahre: Eine entscheidende Zeit" sprechen. Montag und Dienstag nächster Woche stehen dann unter den Leitthemen "In den Schwierigkeiten des Lebens: Begleitung und Unterstützung" bzw. "Christliche Familien als Subjekte der kirchlichen Mission".
Laut aktuellem Programm soll der Text des Syntheseberichts den Teilnehmern bei der letzten Sitzungsrunde am Mittwochnachmittag (14. Oktober) vorgestellt werden. Dann gibt es auch die Möglichkeit zu Eingaben, bevor eine Rede von Papst Leo XIV. das Treffen beschließt. Schon am Mittwochvormittag feiern der Papst und die Teilnehmer des Bischofstreffens eine große Messe auf dem Petersplatz.
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Foto: Archiv
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